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28. April 2012



Poch: Respekt vor der neuen BOL

Von Konstantin Krieg

Flieden
Für die Fliedener Fans und Verantwortlichen war bereits sehr früh in der Saison klar: Die Landesliga startet im nächsten Jahr ohne uns. Manuel Poch (30) redet über die Zukunft des TV Flieden und die Planungen für die nächste Saison.

Vor der Saison wurde die Handballmannschaft des TV Flieden fast grundsaniert: Vom alten Kader blieben lediglich drei Spieler, der Rest wurde mit A-Jugendlichen und Neuverpflichtungen kompensiert. Während der Saison kam es neben weiteren personellen Veränderungen zur Verpflichtung des Trainers Jürgen Handke. Die Mannschaft schaffte es aber bis zuletzt nicht, sich hundertprozentig zu finden, weshalb nun für die neue Bezirksoberliga geplant werden muss. Fliedens Keeper Manuel Poch, der in der Mannschaft nebenbei noch in Pressefragen verantwortlich ist, redet über die neue Bezirksoberliga, die aus den Bezirken Fulda und Melsungen/Hersfeld bestehen wird, darüber, wie es mit den Ungarn weitergeht und über die Fokussierung auf die Jugendspieler.

Wer wird in der kommenden Saison die Rolle des Trainers übernehmen?
Jürgen Handke wird bleiben. Er kommt ja aus der Region Melsungen/Hersfeld und kennt die Mannschaften und Spieler sehr gut. Das ist natürlich eine Riesenvorteil, wenn man dort antreten muss. Das hat auch schon bei seiner Verpflichtung eine Rolle gespielt. Wir hatten die Landesliga zwar noch nicht abgeschrieben, aber wir waren ja schließlich auch nicht auf beiden Augen blind.

Wie beurteilen Sie die Integration der drei Ungarn Ferenc Szlauko, Tamas Szabo und Norbert Takacz in der abgelaufenen Saison?
Für die Ungarn war es natürlich total schwierig, sich einzufinden. Sie haben versucht, sich so schnell wie möglich zu integrieren, haben aber die Sprache nicht gekonnt, was natürlich ein großes Problem ist. Für sie war es besonders schwierig, weil sie in der Mannschaft die ganze Last tragen mussten. Zuletzt funktionierte es dann besser, weshalb wir zuversichtlich sind.

Werden die drei Ungarn bleiben, und wie weit sind die weiteren personellen Planungen für die nächste Runde?
Sagen wir mal so: Wir werden mit drei Ungarn in die Saison starten. Ob es jetzt diese drei sind, ist bisher noch nicht sicher. Ansonsten haben wir hier in Flieden eine relativ starke Jugend. Daher wird unser Fokus darauf liegen, diese aufzubauen und fest in den Herrenbereich einzugliedern. Jugendspieler wie Marius Reich, Fabian Friedrich, Fabian Ebner, Lukas Betz haben bereits in ihrem ersten Jahr bei den Herren einen Riesensprung gemacht. Vielleicht kommen auch noch ein, zwei Spieler wie Christian Gitter aus der A-Jugend hinzu.

Ab nächster Saison wird es eine neue Bezirksoberliga geben. Wie stark schätzen Sie diese ein?
Das wird ein Riesenunterschied zu jetzt sein. Diese Liga ist definitiv stärker als die alte BOL und ich denke, dass die vier oder fünf Vereine, die aus dem Fuldaer Bezirk aufsteigen, sehr große Probleme haben werden. In der Vorbereitung hatten wir bereits Testspiele mit Bebra und Werra, die in dieser Liga spielen. Beide Spiele gingen verloren. Wir wissen also, wie stark diese Liga sein wird.

Ist der direkte Wiederaufstieg das Ziel? Ist dieser überhaupt möglich?
Das Problem besteht darin, dass wir nicht wissen, welche Entwicklung die jungen Spieler nehmen werden. Mit der Mannschaft in der aktuellen Konstellation kann man nicht vom direkten Wiederaufstieg sprechen. In erster Linie sollen sich die Spieler entwickeln, damit wir perspektivisch wieder in die Landesliga kommen. Wir werden uns zwar nicht dagegen wehren, wenn es sofort klappen würde, dennoch denke ich, dass wir noch ein zusätzliches Jahr brauchen werden.




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