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16. Oktober 2012



Regionalpokal: Nach 45 Minuten gingen alle Lichter aus

Schlüchtern
Das Finale um den Krombacher-Regionalpokal zwischen Gruppenligist SG Bad Soden und Buchonia Flieden ist nach 45 Minuten abgebrochen und bereits wieder neu angesetzt worden.

Die 250 Zuschauer, die auf die Schlüchterner Auwiese gekommen waren, werden diesen Abend so schnell nicht vergessen, denn nach 45 Minuten – wie abgesprochen exakt mit dem Pausenpfiff – wurde es dunkel. Waren schon gleich zu  Beginn vier Strahler der Flutlichtanlage ausgefallen, hielt der Stromkreis auf der Seite des Vereinsheims genau bis zur 45. Minute. Dann machte es peng, und alles war dunkel. Nach 50 Minuten voller Bemühungen, die Anlage wieder zum Laufen zu kriegen, machte Schiri Marcel Lindemann Schluss.
Kurios wurde es, weil die Zuschauer vergebens auf eine Durchsage per Platzlautsprecher  warteten. Aber auch hier gab es keinen Strom mehr. Genauso wie auf den Toiletten und  in Bereichen des Sportlerheims.

„Ich habe das 26 Jahre lang als Kreisfußballwart mitgemacht. Aber so was hatten wir in der ganzen Zeit noch nie“, schmunzelte  der ehemalige Schlüchterner Fußballchef Rainer Grammann, der das Treiben – wie alle Beteiligten – locker nahm. Schließlich handelte es sich um höhere Gewalt. „Wir können ja bis morgen früh um 8 Uhr an die Theke gehen. Dann ist es hell, und wir spielen weiter“, schlug Sodens Obmann Karl-Heinz Helbig vor.

Das Spiel an sich war bis zum Abbruch längst entschieden. Soden machte nicht den Eindruck, als würde man noch drei Tore aufholen. Zumal man mit der Verletzung von Taner Harmancioglu zu kämpfen hatte. Dem riss nach einem Zusammenprall mit Keeper Julian Möller durch den Schützer das Schienbein auf. Harmancioglu zog sich eine tiefe Fleischwunde zu. Neuer Termin für das Spiel ist  Samstag, der 17. November (14.30 Uhr). Dann wird sich wieder auf der Auwiese getroffen. Auf Wunsch der Vereine ist der Eintritt frei, Schlüchtern bezahlt die Schiedsrichter und hat dafür den Ausschank.

Bis auf das Fuldaer Endspiel ist das Feld für das Viertelfinale (plus vorher ein Qualifikationsspiel)  im Hessenpokal komplett. Neben Flieden oder Bad Soden liegen bei der Auslosung auch die Drittligisten SVWehen-Wiesbaden, Darmstadt 98 und Kickers Offenbach, die Regionalligisten Bayern Alzenau und Hessen Kassel, Hessenligist Viktoria Urberach, der FVBiebrich (Siebter der Verbandsliga Mitte) sowie als krasser Außenseiter der SSVLangenaubach im Lostopf. Langenaubach ist Letzter der Gruppenliga Gießen/Marburg.

Bad Soden:  Gonzelez; Seitz, Römmich, Balaj, Özyer, Raszyk, Harmancioglu (20. Dudevic), Degermenci, Kutlu, Keim, Emich.
Flieden: Möller; Schad, Sauer, Krause, Hohmann, A. Drews, Heil, Zintel, J. Müller, Scheller, Schaub.
Schiedsrichter: Marcel Lindemann (Burghaun). Zuschauer: 250. Tore:  0:1 Marcel Zintel (16., Foulelfmeter), 0:2 Andreas Drews (38.), 0:3 Marcel Zintel (39.).




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