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11. September 2012



Steilvorlage: Klar unterlegen

Von Harry Wagner

Region
Wir gehen in die Kreisoberliga Mitte: Burghaun hat gegen Müs mit 1:4 verloren. Dietershausen lag drei Minuten vor Schluss gegen Michelsrombach 0:3 hinten.

In beiden Fällen kann man also getrost von klaren Niederlagen sprechen. Trotzdem wollen beide Verlierer die Kräfteverhältnisse nicht akzeptieren, die der jeweilige Abend offenbart hat. Das ist bedauerlich. Wenn das Ergebnis auf dem Platz keine Diskussion mehr offen lässt, dann gebietet es die sportliche Fairness, nicht noch am Grünen Tisch etwas raushaben zu wollen. Oder, wie im Fall Dietershausen, bei einem Dreitore-Rückstand in  der 87. Minute,  auf eine Neuansetzung zu verzichten. Das wäre wahre Größe.

Nicht unterlegen
„Es wird nicht passieren, dass wir zwischen Platz 1 und 5 landen“, entgegnete Oliver Bunzenthal, Trainer des Hünfelder SV all denen, die vor dem Spiel die Erwartung gehegt hatten, dass der FCA Darmstadt vom Platz gefegt wird.  Darauf hätte man, bei einem Blick auf den Kader, sogar von selbst kommen können. In der HSV-Elf, die am Samstag begonnen hatte, standen mit Ruck, Weber, Schirmer, Rehm und Schwab fünf Spieler, die schon vor dieser  Saison  nennenswerte Hessenliga-Erfahrung sammeln durften. Das ist die Minderheit im Team. Aber was ist denn eigentlich groß passiert? Die Bestandsaufnahme hat ergeben, dass eine Elf mit vielen Grünschnäbeln einem Konkurrenten im Kampf um einen Platz vor den Absteigern  nicht unterlegen war, sondern es nur versäumt hat, ein Tor zu erzielen. Per se ist das kein Fazit, das Anlass zur Panik gibt. HSV vs. FCA, das war einfach nur  das, was die Rhönkampfbahn die ganze Saison ausschließlich im Angebot haben wird: Abstiegskampf pur – diesmal allerdings längst noch ohne vorentscheidenden Charakter und ohne Symbolträchtigkeit.

Nicht drum verlegen
Als 61-Jähriger unter lauter Mitspielern, die seine Söhne (oder auch seine Enkel)  sein könnten: Wolfgang Lißner war nicht drum verlegen. Der Oldie, dem Beobachter attestieren, körperlich topfit zu sein, half mit, den 3:1-Sieg des  SVA  Bad   Hersfeld II in der Kreisoberliga Nord gegen den TSV Ufhausen zu sichern. Es war bereits Lißners  dritter Einsatz in dieser Saison – und vermutlich nicht sein letzter, weil das Personal beim SVAII knapp ist. Lißners Sohn Philipp ist Spielertrainer bei der SG Ober-/Untergeis. Weil die aber eine Klasse tiefer spielt, kann es vorläufig nicht zum familieninternen Duell kommen.   




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