Tennis: GW und Michelsrombach vor Titelgewinn
FULDA Während bei den Damenteams die Spannung raus ist, geht es bei den Tennisherren am letzten Spieltag so richtig ans Eingemachte.
GW Fulda und Michelsrombach kämpfen in ihren Ligen um den Titel, Gersfeld um den Klassenerhalt. Dramatisch wird es im direkten Abstiegskampf-Duell zwischen den Lokalrivalen TCP Steinau und Eichenzell.
Bezirksoberliga (6er)
GW Fulda – Gießen. Sie waren die dominanten Teams der Liga, im letzten Spiel machen sie den Titel unter sich aus. Ungeschlagen sind sowohl die Grün-Weißen als auch Gießen durch die Saison marschiert; Gießen hat das bessere Matchpunktverhältnis. Die Ausgangssituation für das Team aus der Johannisau ist klar: Ein Sieg muss her. Die Schwierigkeit dieser Mission ist Spielführer Tim van Thiel bewusst: „Wir spielen gegen den Top-Favoriten. Aber wir sind optimistisch und wollen den Aufstieg. Nichts ist unmöglich.“ Dabei können die Grün-Weißen zumindest im Doppel auf Routinier Steve Guy zurückgreifen, im Einzel wird ein Herren-30-Spieler oder Kai Schlürmann aushelfen.
TCP Steinau – Eichenzell. Die Ausgangssituation ist klar: Der Gewinner wird den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga schaffen, die Niederlage von Mitkonkurrent Ehringshausen gegen Gießen II vorausgesetzt. Betrachtet man die LK-Einstufung der beiden Teams, ist kein deutlicher Favorit auszumachen. Das sieht Eichenzells Spielführer Patrick Seifert ähnlich: „Ich werde uns sicherlich nicht die Favoritenrolle aufbürden, das ist schon gegen Ehringshausen gescheitert.“ Die Aufstellung des TCE ist indes noch unklar. Besonderen Respekt haben die Eichenzeller Herren vor den Steinauern Lutz Baumann, Alexander Brenzel und Sören-Mac Mahr. Gerade deshalb rechnet Seifert mit einem „heißen Kampf“ in jedem einzelnen Match. Für ausreichend Spannung ist jedenfalls gesorgt.
Bezirksoberliga (4er)
Marburg II – Hellas Michelsrombach. Mit mehr Dominanz als Marburg II und Michelsrombach kann man eine Liga nicht beherrschen. Hellas gab sage und schreibe zwei Matchpunkte ab, bei Marburgs Reserve waren es deren fünf. Viel wird davon abhängen mit welcher Mannschaft Marburg ins Rennen geht. Das sieht auch Hellas-Mannschaftsführer Tobi Schäg so: „Wir haben schon gehört, dass Marburg eventuell mit einem starken Ausländer spielen wird. Aber das muss uns egal sein, wir wollen – egal wie – zumindest ein Unentschieden erreichen und die Meisterschaft perfekt machen.“ Schließlich dominierte Michelsrombach die ganze Saison und war die meisten Spieltage Tabellenführer. „Das Leistungsgefälle in der Liga ist schon groß, von daher würden wir uns gerne mal in der Gruppenliga versuchen“, lässt Schäg durchblicken.
Großenlüder – Petersberg. Das Spiel ist nicht nur ein Derby, sondern auch das Match um Platz drei. Beide Teams haben ihr Ziel Klassenerhalt beziehungsweise Mittelfeldplatz frühzeitig und souverän erreicht und können befreit aufspielen. Dabei würde den Petersbergern ein Unentschieden reichen, um Dritter zu werden, Großenlüder muss siegen. Schon im vergangenen Jahr haben sich die Kontrahenten enge Matches geliefert und können – dem guten Verhältnis zwischen den beiden Mannschaften sei es gedankt – einen schönen Abschluss feiern.
Alten-Buseck – Gersfeld. „Das Unentschieden von Neuhof gegen Alten-Buseck war für uns eine herbe Überraschung“, gibt Gersfelds Spielführer Daniel Maier zu. Verständlich, denn die Ausgangssituation hat sich für Gersfeld deutlich verschlechtert. Die Rhöner müssen unbedingt gewinnen, soll die Klasse gehalten werden. Bei einem Gersfelder Sieg würde Neuhof absteigen. Maier geht davon aus, dass mit Alten-Buseck ein ganz schwerer Brocken wartet: „Bei denen müssten schon Leute fehlen. Vor allem die Nummer eins hat sehr stark gespielt.“ Als Grund für das Unentschieden Neuhofs gegen Alten-Buseck sieht Maier im Gegensatz zu Neuhof-Kapitän Alexander Moor klar den fehlenden vierten Mannder Mittelhessen. „Das war für uns sehr ärgerlich, schließlich haben die Neuhöfer die ersten beiden Einzel klar verloren und haben durch den Ausfall fünf Punkte geschenkt bekommen.“
fbu

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