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2. September 2010



„Unternehmen Wiederaufstieg“ mit 13-Mann-Kader

HEUBACH Nach dem unglücklichen Abstieg in die B-Liga Schlüchtern will der TSV Heubach in dieser Spielzeit „möglichst lange um die Aufstiegsplätze mitspielen“, verfolgen dabei jedoch ihr ganz eigenes Rezept, wie Spielertrainer Michael Jäger verrät.

Herr Jäger, zuletzt gewann ihre Mannschaft 3:1 gegen die Schlüchterner Löwen. Wohl nur ein Pflichtsieg auf dem Weg zum Aufstieg, oder?
Zunächst einmal war der Sieg verdient. Wir haben nicht überragend gespielt, vor allem im Abschluss haben wir Einiges liegen gelassen. Aber die drei Punkte waren natürlich notwendig. Auf eigenem Platz dürfen wir selbstverständlich keine Punkte verlieren.

Wie haben sie den Abstieg aus der A-Liga verdaut?

Das war schon bitter. Zumal wir in der Rückrunde lange Zeit gut dastanden. Dann ist uns irgendwie der Faden gerissen. Aber nun schauen wir nach vorne. Schließlich muss es ja weitergehen. Jetzt versuchen wir, oben mitzuspielen. Sorgen macht mir weiterhin der dünne Kader …

Immerhin hat der TSV doch zwei Neuverpflichtungen zu verzeichnen …

Allerdings müssen wir auch einige Abgänge kompensieren. Die Mannschaft ist in der Offensive qualitativ besser geworden. Quantitativ sieht es nach wie vor mager aus.

Wie viele Spieler stehen denn zur Verfügung?

Insgesamt gehören 13 Mann zum festen Kader. Jetzt ist uns einer bereits ausgefallen und in Marjoß müssen wir auf einen weiteren Spieler verzichten, so dass ich gerade elf Mann aus der ersten Mannschaft zur Verfügung habe. Aus unserer Reserve, die wir zum Glück noch gemeldet haben, sitzen da schon drei auf der Bank. Zur Rückrunde stößt dann ein A-Jugendlicher hinzu. Ein richtiger Konkurrenzkampf kommt da kaum auf. Das ist nicht gerade ein Vorteil für uns.

Was ist unter diesen Voraussetzungen überhaupt möglich?
Wir sind uns schon im Klaren darüber, dass es nicht einfach werden wird. Wir sind darauf angewiesen, von diversen Verletzungssorgen verschont zu bleiben. Dann glaube ich, dass wir gute Chancen haben, einen der Aufstiegsplätze zu ergattern. Schließlich steigen zwei Mannschaften direkt auf. Außerdem brauchen wir, wie jede Mannschaft, das nötige Glück. Manchmal kommt es bereits auf Kleinigkeiten an.

Sie sind nun im zwölften Jahr Trainer beim TSV – eine nicht gerade alltägliche Konstellation …

Ein gewisses Maß an Verschleiß lässt sich sicherlich nicht leugnen. Aber der Vorstand ist immer noch zufrieden mit meiner Arbeit und ich denke, dass ich nach wie vor ein ansprechendes und abwechslungsreiches Training gestalte.

Welche Perspektiven hat ihre Mannschaft?

Wir sind ein noch relativ junges Team. Mit 36 Jahren bin ich mit Abstand der älteste. In den nächsten Jahren werden wir so weiter zusammenspielen können und ich hoffe, dass unsere Abgänge in naher Zukunft wieder zurückkehren werden. Solche Wechsel muss man akzeptieren. Da nützt es nichts, lange böse zu sein. Aus der Jugend wird in nächster Zeit nicht viel hinzukommen. Die sind derzeit alle noch in der D-Jugend. Und Spieler von auswärts werben wir nicht an. Dass es bei uns kein Geld gibt, ist bekannt. So lautet eben die Philosophie des Vereins.

maz






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