Testspiel des FFC Frankfurt gegen den FC Barcelona in Fulda
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Fulda
Am Sonntag, 19. August, steigt ab 11 Uhr im Städtischen Stadion von Fulda das Testspielevent zwischen den Frauenfußball-Spitzenteams des FFC Frankfurt und des FC Barcelona.
Dann werden Namen wie Nadine Angerer, Saskia Bartusiak, Babett Peter, Melanie Behringer, Kerstin Garefrekes, Kim Kulig, Simone Laudehr oder Lira Bajramaj auflaufen. Sie alle gehörten zum deutschen Team, dass bei der WM vor einem Jahr eine Einschaltquote von 17 Millionen Zuschauern erreichten. So etwas gab es weltweit vorher noch nie.
Zustande kam das Spiel in Fulda (vier Tage vorher spielt der FFC Frankfurt ein Testspiel in Bad Hersfeld) durch „SMOG“ (Schule machen ohne Gewalt). Die Frankfurter absolvieren in der Zeit von 15. bis zum 22. August ein Trainingslager in Bad Hersfeld. Dort werden sie im Hotel Thermalis im Kurpark wohnen. Hier wird sich dann auch der FC Barcelona einquartieren.
„Wir sind unseren Sponsoren und Förderern äußerst dankbar für Ihre Unterstützung. Nur so war es möglich, eine Spitzenmannschaft wie den 1. FFC Frankfurt mit über 20 Nationalspielerinnen nach Hersfeld zu holen,“ bedankt sich Heide Aust, Geschäftsführerin von „SMOG“.
Ein Wiedersehen mit der Festspielstadt gibt es für zwei Weltmeisterinnen des 1. FFC. Zum einen hat Saskia Bartusiak ihre Wurzeln in Bad Hersfeld, wo die Großeltern lebten und ihr Vater aufgewachsen ist. Zum anderen war Lira Bajramai im letzten Jahr zu Besuch in der Geistalschule.
In Bad Hersfeld wird auch eine große Talkrunde stattfinden. Am Samstag, 18. August (ab 11 Uhr) werden FFC-Trainer Sven Kahlert, Manager Siggi Dietrich sowie sechs Nationalspielerinnen in der City-Galerie Rede und Antwort stehen und anschließend Autogrammwünsche erfüllen. Was die Ambitionen des FFC für die neue Runde angeht, macht Siggi Dietrich deutlich: „Wir haben uns gezielt verstärkt und wollen unbedingt wieder angreifen.“
In der Öffentlichkeit wird der FFC immer wieder gerne mit dem „FC Bayern der Frauen“ verglichen. Und schon deshalb ist der Druck nach den titellosen letzten Jahren durchaus vergleichbar: „Wir haben zuletzt viel erreicht, aber nichts gewonnen. Die Finals in DFB-Pokal und Champions League erreicht zu haben, ist zwar eine tolle Leistung, aber seit 2008 haben wir nur einen Titel geholt – den Pokalsieg 2011“, spürt man in Dietrichs Aussage förmlich den Dampf. „Unser Minimalziel ist das Pokalfinale und die Champions-League-Qualifikation zu erreichen. Dazu müssen wir in der Bundesliga mindestens Zweiter werden.“
Das er und sein Team nun ausgerechnet Bad Hersfeld als Ort des Trainingslagers ausgesucht haben, begründet Dietrich so: „Mich verbindet eine Freundschaft mit Reiner Birkel. Wir haben uns die Bedingungen mit dem Trainerteam vor Ort angesehen und wir hatten einen sehr guten Eindruck von den Trainingsmöglichkeiten, von Hotel und Stadion. Das hat uns überzeugt.“
Zudem ist der FFC schon länger Partner von „SMOG“. „Unser Trainingslager ist eine Mischung aus sportlicher Aktivität und sozialem Engagement. SMOG ist eine sehr sympathische Organisation, die sich der Gewaltprävention von Kindern angenommen hat. Wir wollen diese integrative und soziale Kraft nutzen. Das ist eine neue Dimension, die wir in unserer sozialen Orientierung erreichen.“
Was den Stellenwert des Frauenfußballs im allgemeinen nach dem frühen WM-Aus 2011 betrifft, bleibt Dietrich gelassen: „Die Konkurrenz ist national und international größer geworden. Frauenfußball hat sich auf hohem Niveau etabliert. Die Wahrnehmung ist größer geworden. Zudem ist Fußball mittlerweile die populärste Mannschaftssportart bei den Frauen. Das beantwortet die Frage schon von ganz alleine.“

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