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23. September 2012



Tischtennis: Maberzell heiß auf Düsseldorf

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Fulda
Der Siegesserie von Tischtennis-Bundesligist TTCRhönSprudel Fulda-Maberzell droht am Sonntag eine Unterbrechung. Der Ort der Reise, das sächsische Döbeln, hört sich zwar wenig spektakulär an, dafür der Name des Gegners, nämlich Borussia Düsseldorf, umso mehr.

„Düsseldorf hat das Spiel dorthin verkauft und deshalb gehen wir davon aus, dass Timo Boll spielen wird“, mutmaßt Maberzells Vorsitzender Stefan Frauenholz. Das bestätigt  Düsseldorfs Bundesligaleiter Alexander Schilling: „Ja, wir treten mit dem stärksten Aufgebot an, mit Timo Boll, Christian Süß und Patrick Baum.“  Vergessen ist die 1:3-Niederlage der Düsseldorfer – allerdings ohne Boll – vom letzten Spieltag gegen Bremen.

Von einem Hänger will Schilling nichts wissen. „Bremen ist eines der Topteams der Liga. Dass Süß, Baum und Ricardo Walther dort verlieren, ist durchaus keine Überraschung“, gibt der Bundesligaleiter zu Protokoll und schickt hinterher, das Trio sei in Bestform, was der 3:2-Sieg am Donnerstagabend in der Champions League bei Niederösterreich zeige.

Doch der Deutsche Rekordmeister  hat großen Respekt vor Maberzell. „Mit den beiden neuen jungen Spielern Patrick Franziska und Jonathan Groth schätze ich Maberzell noch stärker ein als im letzten Jahr“, sagt Schilling und geht von einem ganz heißen Match aus, wobei natürlich Maberzells Abwehr-Ass Wang Xi das besondere Augenmerk gelte.

Etwas entspannter sieht Frauenholz die Partie, zumal seine Truppe einen Auftakt nach Maß hinlegte und schon vier Punkte auf der Habenseite hat: „Mit Boll sind unsere Chancen 10:90“, stapelt der Vereinschef tief und lässt Raum für Spekulationen. Denn die Verjüngungskur hat der Mannschaft sehr gut getan. „Ich war gestern im Training. Die Stimmung ist sehr gut, alle sind heiß auf das Match und zeigen eine Power, da wird Cheftrainer Qing Yu Meng ordentlich gefordert, um allen gerecht zu werden“, erzählt Frauenholz schmunzelnd.

Und Meng hat noch ein anderes Problem, das der Aufstellung. Wer von dem Quartett dieses Mal pausieren muss, ist noch unklar. Mit hervorragenden Ergebnissen hat sich wieder Patrick Franziska empfohlen, der munter durch die Welt jettet. Vergangenen Freitag gewann er in Ekaterinburg ein Turnier der U-21-Pro-Tour , erhielt ein Preisgeld von 1600 Dollar und qualifizierte sich für das Grand Finale der Serie, eines seiner großen Ziele für dieses Jahr. Danach standen die Russia Open auf dem Programm, bei denen er im Achtelfinale Aleksandar Karakasevic knapp mit 3:4 unterlag.

Weiter ging es nach Spanien zum EM-Qualifikationsturnier, das Deutschland klar mit 3:0 gewann. Einen deutlichen 3:0-Sieg steuerte Patrick Franziska gegen den 50-jährigen He Zhiwen bei. Und jetzt brennt der 20-Jährige darauf, gegen Düsseldorf ein weiteres Erfolgserlebnis zu verbuchen.  Patrick Baum oder Christian Süß können sich warm anziehen.    




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