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28. Juni 2010



42 junge Kicker haben das Fußballabzeichen

FULDA Gut ein Jahr ist es nun her, seitdem das Schulfußballzentrum der Rabanus-Maurus-Schule die Kooperationsvereinbarungen mit dem Staatlichen Schulamt, dem Städtischen Klinikum und dem RSV Petersberg unterzeichnet hat. Was hat sich in diesem Jahr getan?

Alle Spieler des neuen Jahrganges 1999 wurden durchs Klinikum auf ihre Sporttauglichkeit in der fußballerischen Talentförderung untersucht. Ohne Ausnahme trainieren seitdem alle ausgewählten Spieler im Projekt „Fußball in der Schule“. In diesem Schuljahr gab es zwei sportliche Highlights: das Hallen-Weihnachtsturnier und das gemeinsame Ablegen des „DFB&McDonald‘s-Fußballabzeichen“. 42 Jungkicker der Altersgruppe Ü 9 (9 bis 13 Jahre) waren auf dem Kunstrasenplatz der Rabanus-Maurus-Schule versammelt. In insgesamt fünf Stationen mussten sie ihre technischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. So musste an der Station „Dribbelkünstler“ ein Technikparcours in möglichst kurzer Zeit bewältigt werden. Hier war es besonders wichtig, trotz des Zeitdrucks keine Fehler zu machen. An der Station „Kurzpass-Ass“ mussten die Spieler mit Innenseitstößen in 30 Sekunden möglichst viele Ballkontakte an einer umgelegten Bank absolvieren.

Auch hier war die technisch korrekte Ausführung wieder grundlegender Bestandteil für eine möglichst hohe Punktzahl. Beim „Kopfball-König“ hatte jeder Spieler je zwei Versuche, den vom Prüfer zugeworfenen Ball aus vier Metern in das markierte untere und obere Zielrechteck des Tores zu köpfen. Bei der vierten Station „Flankengeber“ war es das Ziel, den ruhenden Ball ohne vorherigen Bodenkontakt in ein vorgesehenes Zielquadrat zu flanken. Den Abschluss der Prüfungen absolvierten die Spieler beim „Elferkönig“. Das Tor wurde dabei mit Markierungen in verschiedene Sektoren unterteilt, die einem bestimmten Punktwert zugeordnet waren. Mit insgesamt drei Versuchen mussten die Spieler dabei aus elf Metern das höchstmögliche Ergebnis erzielen.

Die Freude war riesengroß, da alle die Prüfungen bestanden, 19 von ihnen konnten sich sogar über das goldene Abzeichen freuen. Am Rande erinnerten sich die Schüler Julian Elm und Daniel Schöppner, die selbst bis 2005 im Schulfußballzentrum trainierten: „Es war eine tolle und lehrreiche Zeit. In den drei Jahren Projektarbeit haben wir viele neue Trainingsmaßnahmen kennengelernt, die uns weitergeholfen haben.“ Sven Kramß, Leiter des Schulfußballzentrums, meint dazu: „Die wesentlichen Grundlagen für einen guten Fußballer werden eben in diesem Alter gelegt.“

hw


Das Projekt „Fußball in der Schule“
Das Talentförderprojekt „Fußball in der Schule“ des Schulsportzentrums Fulda ist Bestandteil des Landesprogramms „Talentsuche/Talentförderung in Hessen“. Ziel dieses Programms ist es, die Grundlagen für ein aufbauendes, leistungssportliches Training zu legen und den Kindern den Weg in die nachfolgenden Fördermaßnahmen des Fußballverbandes zu ebnen.

Seit über zehn Jahren beheimatet die Rabanus-Maurus-Schule (Domgymnasium) eines von acht Schulfußballzentren in Hessen. Derzeit trainieren unter der Leitung von Sven Kramß Spieler der Jahrgänge 1997 bis 1999, ab August der neue Jahrgang 2000.

In einer jährlichen jahrgangsbezogenen Sichtung werden die talentiertesten 20 Spielerinnen bzw. Spieler sondiert, die eine zusätzliche dreijährige Fördermaßnahme am Schulfußballzentrum besuchen können. Die inhaltliche Konzeption der Fördermaßnahme entspricht den Richtlinien des HFV bzw. des DFB. Im Vordergrund stehen das Koordinationstraining, das Erlernen fußballspezifischer Techniken und die Anwendung im spielerischen Bereich. Weiterhin werden psychische Eigenschaften sowie taktische und konditionelle Fähigkeiten geschult. Insbesondere spielt die innere Einstellung und Motivation eine wichtige Rolle. Neben den Trainingsmaßnahmen werden aber auch pädagogische Begleitmaßnahmen angeboten. So wird den Spielern vor jedem Training eine Stunde Zeit für die Erledigung von Hausaufgaben gegeben. Vor der wöchentlichen Trainingseinheit haben die Spieler zusätzlich die Möglichkeit, in der Mensa der Rabanus-Maurus-Schule ein Mittagessen einzunehmen.

Die medizinische Betreuung ist bei der Hinführung zum Leistungssport eine wesentliche Komponente. Alle Spielerinnen und Spieler, die das Schulfußballzentrum Fulda besuchen, müssen sich vor der aktiven Teilnahme bzw. während der ersten Wochen einer sportärztlichen Untersuchung unterziehen. Seit Juni 2009 besteht eine Kooperationsvereinbarung mit dem Städtischen Klinikum Fulda. Weitere Kooperationspartner des Schulfußballzentrums sind der RSV Petersberg und der DFB-Stützpunkt.






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