Zu viele Gegentore: Müs übt die Defensivarbeit
FULDA Großenlüder ist Schauplatz des West- und Neuhof Austragungsort des Südderbys in der Gruppenliga. Die Duelle mit Müs und Rückers stehen am Wochenende im Brennpunkt.
SV Großenlüder – SV Müs (Sonntag, 15 Uhr): „Bei uns läuft es nicht rund, deshalb rückt das Thema Derby auch in den Hintergrund“ macht der Müser Spielertrainer Zeljko Karamatic klar, der zugibt: „Wir haben die Gruppenliga vor der Saison etwas unterschätzt. Auch durch die Verbandsliga-Absteiger ist die Liga stärker geworden.“ Ein bisschen Pech habe seine Mannschaft in den bisherigen Spielen gehabt, „aber wir machen auch viele Fehler. Deshalb haben wir im Training auch noch mal intensiv das Defensivverhalten trainiert. Wir haben viel zu viele Tore bekommen, weil wir dem Gegner viel Raum lassen und oftmals auch nicht aggressiv genug in die Zweikämpfe gehen.“
Auf Verstärkungen bis zum 31. August habe man in Müs aber ganz gezielt verzichtet. „Unser Potenzial ist stark genug, um die Klasse zu erhalten.“ Die letzten Duelle zwischen Großenlüder und Müs gab es in der Saison 2007/2008. Damals stieg Großenlüder hinter Borussia Fulda II auf. Zu Hause gewann die Teutonia mit 1:0, in Müs gab es ein 1:1. Am Sonntag müssen die heute spielfreien Müser letztmals auf den gesperrten Robert Lazarevski verzichten. Großenlüder muss heute Abend bereits beim Aufsteiger Rotenburg antreten.
SV Neuhof – SG Rückers (Freitag, 19 Uhr): Nach acht Spielen Rang drei – beim SV Neuhof ist man vor dem Derby rundum zufrieden. „Wir haben einen Altersdurchschnitt von 21 Jahren. Dass wir da Schwankungen unterliegen, ist doch ganz normal“, hat Trainer Henry Lesser das enttäuschende 1:1 gegen Rothemann abgehakt. „Wichtig ist doch, dass Laufbereitschaft und Trainingsbeteiligung absolut stimmen. Dass wir im taktischen Bereich noch lernen müssen und uns manchmal in engen Phasen die Stabilität im Nervenkostüm fehlt, wissen wir.“ Vor Rückers warnt der Neuhofer Trainer. „Wenn eine Mannschaft gegen Petersberg 3:1 gewinnt, dann muss ich dazu eigentlich nicht mehr viel sagen. Das schaffen diese Saison nicht viele“, so Lesser, der eine ähnliche Partie wie gegen Rothemann erwartet: „Auch das wird wieder ein Derby gegen eine sehr kompakte Mannschaft. Ich sehe in Rückers, ein, zwei herausragende Spieler, aber die eigentliche Stärke liegt im Kollektiv.“
Am Sonntag (17 Uhr) kehrt Henry Lesser dann erstmals seit der Trennung vor drei Jahren als Trainer in die Johannisau zurück. „Das wird schon etwas Besonderes: Ich freue mich, endlich mal wieder im Stadion zu spielen“, so der SV-Coach, der zehn Jahre beim SCB in Amt und Würden war. Ob die beiden Ex-Fuldaer Nderim Fetahu und Anil Ulugünes ihren Einstand geben, ist noch offen: „Personell haben wir momentan noch einige Fragezeichen“, sagt Lesser.
kr

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