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16. Februar 2010



Mini-WM: Die Kontrahenten halten die Bälle flach

KÜNZELL Am Mittwoch geht es in die nächste Runde: Am zweiten Vorrundenspieltag der RhönSprudel-Mini-WM powered by Fuldaer Zeitung sind die Teams der Gruppen C und D am Start.

Ab 13 Uhr spielen England, USA, Algerien und Slowenien sowie Deutschland, Australien, Serbien und Ghana in der Kreissporthalle in Künzell jeweils zwei Achtelfinalteilnehmer aus.

England
„Alle sind ziemlich enthusiastisch“, sagt Andrea Durstewitz, Lehrerin an der Grundschule Marbach. Ihre Schüler haben eine ehrenvolle Aufgabe: Bei der Mini-WM vertreten sie das Mutterland des Fußballs. Landeskundliche und sportliche Hintergründe zu Englands wurden im Unterricht besprochen und die Hymne „Football’s coming home“ wurde einstudiert. Die Spieler von Trainer Alexander Möller, darunter auch zwei Mädchen, kennen sich von der SG Marbach. „Ich befürchte, dass die echten Engländer weiterkommen als wir“, schätzt Möller die Chancen zurückhaltend ein, fügt aber frei nach „Kaiser“ Franz an. „Schau’n wir mal...“

USA „Ganz normales Training“ hat die USA in Vorbereitung auf ihre Gruppenspiele absolviert, wie Trainer Volker Hillenbrand berichtet. Praktischerweise besteht die Auswahl der Vogelsbergschule in Hosenfeld aus der F-Jugend der heimischen Spvgg, die ebenfalls von Hillenbrand betreut wird. Und so kennt der USA-Coach sein Team bereits bestens, gerade von Hallenturnieren.
ZEITPLAN
Gruppen C und D
13.15 Uhr:
England – USA
13.35 Uhr:
Algerien – Slowenien
13.55 Uhr:
Deutschland – Australien
14.15 Uhr:
Serbien – Ghana
14.30 Uhr:
Slowenien – USA
14.45 Uhr:
England – Algerien
15 Uhr:
Deutschland – Serbien
15.15 Uhr:
Ghana – Australien
15.30 Uhr:
Slowenien – England
15.45 Uhr:
USA – Algerien
16 Uhr:
Ghana – Deutschland
16.15 Uhr:
Australien – Serbien
Deshalb sagt er: „Ich werde nicht viel umstellen. Wir haben gute Spieler auf allen Positionen.“ Was die Chancen aufs Achtelfinale betrifft, hält sich Hillenbrand bedeckt: „Viel hängt von der Tagesform ab, aber das ist ja immer so bei Turnieren.“ Die „Stars and Stripes“, das Nationalsymbol der USA, werden in der Halle präsent sein – auf T-Shirts, Fahnen, Bandanas und bei einer Cheerleading-Einlage. „Wir sind auf jeden Fall gerüstet“, kündigt Hillenbrand an.

Algerien
„Algerien war nicht unser Wunschland“, gibt Elisabeth Hälbig, Rektorin der Conrad-von-Mengersen-Schule in Johannesberg, zu, sagt aber auch: „Jetzt haben wir uns darauf eingestellt und wollen in jedem Fall eine Runde weiterkommen.“ Die Fennecs, die „Wüstenfüchse“, sind zum dritten Mal bei einer WM-Endrunde dabei – für die Schule aus Johannesberg ist es die Premiere. „Wir haben motivierte Kinder, die alles für das Land geben wollen. Die ,Wüstenfüchse‘ wollen sich auf dem Platz behaupten“, verspricht sie großes Engagement auf dem Platz.

Slowenien
Das kleinste Teilnehmerland der WM in Südafrika wird von der kleinsten Schule der Stadt Fulda, der Landgräfin-Anna-Schule in Bronnzell, vertreten – da scheint die Rolle im Vorhinein klar definiert. „Wir sind Außenseiter“, sagt Christof Hainer, der die Auswahl der Grunschule betreut. Seine Mannschaft ist ein „zusammengewürfelter Haufen aus F- und E-Jugend von SG Viktoria Bronnzell“, erklärt der Coach, der sagt: „Wir sind froh, dass wir dabei sind.“ Wie England hat auch Slowenien zwei Mädchen im Team.

Serbien
„Dabei sein ist alles“, lautet das Motto der Weyherser Grundschüler. „Wir haben uns kein mögliches Ziel gesetzt“, erklärt Sportlehrerin Simone Wallberg: „Wenn wir weiterkommen, ist die Freude natürlich groß, aber ich schätze unsere Chancen nicht so gut, gegen starke Teams wie die Rippbergschule oder die Florenbergschule zu gewinnen.“ Trainiert hat die serbische Nationalmannschaft einmal im Sportunterricht. Und auch die Fans sind gerüstet: „Wir kommen mit allem, was Lärm macht in die Kreissporthalle, und dann geben wir alles“, sagt Wallberg.

Deutschland
Nach dem Abschlusstraining am Dienstag fühlt sich das deutsche Team für das erste Vorrundenspiel gewappnet. „Wir haben den Spielern noch einmal eingebläut, dass sie mit Biss in die Spiele gehen sollen“, erklärt das Trainer-Duo Rainer Wendel und Katrin Reinhard. Die Spieler der Pilgerzeller Florenbergschule seien kämpferisch und angriffslustig. „Und wir haben einen reaktionsschnellen Torwart“, fügt Katrin Wendel hinzu. Trainer und Spieler sind sich einig: Sie wollen am Mittwoch auf dem Spielfeld in der Künzeller Kreissporthalle alles geben, um in die nächste Runde der Mini-WM zu kommen.

Ghana
Dem schließt sich die Schulleiterin der Grundschule Mackenzell, Ulrike Bönsch, an. Auch ihre Schützlinge wollen beim  Vorrundenspiel am Mittwoch zeigen, was sie drauf haben. Um für die Begegnungen fit zu sein, wurde unter dem fußballbegeisterten Nachwuchs eine Auswahl der besten Spieler getroffen, die in den letzten Wochen fleißig für die Mini-WM trainiert haben. „Ob unsere Chancen allerdings so gut stehen, weiß ich nicht“, gibt sich Bönsch bescheiden: „Ich denke, große Schulen haben einen Vorteil, weil sie eine größere Auswahl an Talenten haben.“ Die Motivation und die Freude, bei der Mini-WM mitzuspielen, sei dennoch groß. „Der Spaß steht bei uns im Vordergrund“, sagt die Schulleiterin.

Australien
Die Spieler der australischen Mannschaft kommen aus drei unterschiedlichen Vereinen und haben sich während des Trainings für die Mini-WM kennen gelernt. „Es ist ein gemischter Haufen“, beschreibt Trainer Steffen Witzel sein Team: „In der Mannschaft sind einige spielstarke Kinder aus der E-Jugend dabei.“ Fairness und Spaß stehen für die Rippbergschüler jedoch im Vordergrund. Witzel befürchtet: „Im ersten Spiel treten wir gegen Deutschland an, da werden die Sympathien sicher nicht bei uns liegen.“

Von Folko Damm und
Katharina Ruppel






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