Ultimate: Mal was anderes, als immer nur ein Ball
Ann-Katrin Göbel
Fulda
Teamgeist und faires Spiel sollen bei Ultimate gefördert werden. Die Klasse 9 d der Rabanus-Maurus-Schule hat den Sport mit der Frisbee-Scheibe getestet und herausgefunden: Es macht viel Spaß.
Frisbee kennen sie alle noch aus Kinderzeit, nur damit gespielt haben die Jungs und Mädchen der 9 d schon lange nicht mehr. Heute will Sportlehrer Wilfried Beschorner das Spiel Ultimate mit den Schülern testen. Nach den ersten Würfen sieht das Ganze schon gar nicht so schlecht aus. Zwar fliegt die Scheibe nicht immer genau dahin, wo sie soll, aber das wird schon noch werden.
Der Sportlehrer ruft die Schüler zusammen: „Ihr müsst mehr aus dem Handgelenk werfen. Dann bekommt ihr auch mehr Schwung rein.“ Beschorner schlägt ein Wettspiel vor: „Ihr stellt euch in zwei Mannschaften gegenüber und spielt euch die Frisbees zu. Wer zuerst 20 gefangen hat, hat gewonnen. Gesagt, getan. „Die Schüler müssen erst einmal ein Gefühl dafür bekommen, da kann man nicht gleich mit dem Spiel beginnen“, erklärt er.
Dann wird gespielt. Ultimate ist ein Endzonen-Spiel und hat daher Ähnlichkeit mit American Football. Ziel ist es, die Frisbee zur Endzone zu befördern und sie dort zu fangen. Beschorner gibt noch ein paar Tipps: „Ihr müsst die Scheibe nicht immer so hoch spielen, es geht auch flach über dem Boden. Und zielgenau zu werfen ist wichtig.“
Nach ein paar Minuten ruft er die Mannschaften noch einmal zusammen. Wer denn vorne liege und was sie besser machen könnten. Es steht 3:0. „Vielleicht sollten wir uns eine Taktik überlegen“, schlägt einer der Jungs vor. „das ist schonmal gut“, sagt der Sportlehrer, „außerdem dauert es viel zu lange, bis die Frisbee wieder gespielt wird. Das muss schneller gehen“.
Eine blutige Lippe
Ultimate sei ein Spiel, bei dem sowohl die linke als auch die rechte Hand genutzt werden, erklärt Beschorner. Auch Zielgenauigkeit werde trainiert. „Wenn wir das längere Zeit spielen, entwickeln die Schüler mehr und mehr Taktiken. Dann stehen sie auch nicht mehr so auf einem Haufen und verteilen sich besser auf dem Platz.“
Am Ende sind sich die Schüler einig: Das Spiel macht viel Spaß und kann nahezu überall gespielt werden. „Es ist mal was anderes, nicht immer nur ein Ball“, lautet die Bewertung eines Neuntklässlers. „Anstrengend“, sagt ein Mädchen, das völlig außer Puste vom Spielfeld kommt. Alle sind sicher, dass sie das Werfen noch üben müssen. Vor allem wird der Teamgeist gefördert. Aber trotz Fairness gibt es am Ende doch eine kleine Verletzung: Ein Spieler hatte nach dem Match eine blutige Lippe.
www.sportunterricht.de/ultimate
Die Regeln
Ultimate ist ein Endzonen-Spiel und hat daher Ähnlichkeit zu American Football. Es gilt, die Frisbee zur Endzone zu befördern. Das Team bekommt einen Punkt, wenn die Scheibe in der Endzone gefangen wird. Gespielt wird, bis eine Mannschaft 15 Punkte erreicht hat.
Das Hauptspielfeld ist 64 Meter lang und 37 Meter breit. Die Endzonen rechts und links sind jeweils 23 Meter tief. Bei weniger Spielern kann das Feld entsprechend auch kleiner gemacht werden.
Nach den Regeln besteht ein Team aus sieben Spielern. Es ist nicht erlaubt, mit der Scheibe in der Hand zu laufen. Nur Stopp- und Sternschritte (Bewegen eines Fußes, wenn der andere auf dem Boden bleibt) dürfen gemacht werden. Zupassen ist somit die einzige Möglichkeit, die Frisbee nach vorne zu befördern. Hechten beim Fangen ist erlaubt.
Der Scheibenbesitz wechselt, wenn die Frisbee von einem Gegner gefangen wird, zu Boden fällt oder ins Aus segelt. Mindestens ein Meter Abstand zum Werfer ist vorgeschrieben. / akt
Das Hauptspielfeld ist 64 Meter lang und 37 Meter breit. Die Endzonen rechts und links sind jeweils 23 Meter tief. Bei weniger Spielern kann das Feld entsprechend auch kleiner gemacht werden.
Nach den Regeln besteht ein Team aus sieben Spielern. Es ist nicht erlaubt, mit der Scheibe in der Hand zu laufen. Nur Stopp- und Sternschritte (Bewegen eines Fußes, wenn der andere auf dem Boden bleibt) dürfen gemacht werden. Zupassen ist somit die einzige Möglichkeit, die Frisbee nach vorne zu befördern. Hechten beim Fangen ist erlaubt.
Der Scheibenbesitz wechselt, wenn die Frisbee von einem Gegner gefangen wird, zu Boden fällt oder ins Aus segelt. Mindestens ein Meter Abstand zum Werfer ist vorgeschrieben. / akt

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