Urteile gegen Neuhof gesprochen: Sperren für vier Spieler
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Steinhaus
Am Freitagabend sind die Urteile gegen Fußball-Gruppenligist SV Neuhof nach den Vorfällen rund um das Spiel gegen Flieden II vom 15. April gesprochen worden.
Damals sahen drei Spieler von Neuhof Rot, und zudem bedrohter ein vierter Akteur den Referee nach Spielschluss. Die Urteile fielen wie erwartet aus: Fatih Ay wurde wegen Schiedsrichterbeleidigung für zwei Pflichtspiele gesperrt.
Ay muss am Sonntag gegen Lehnerz II noch einmal zuschauen. Vier Spiele wurde Matthias Mikolajek gesperrt. Er hatte gegen Jonathan Müller geschlagen und muss noch dreimal zusehen. Rohes Spiel sah das Gremium im Fall von Paul Hohmann als erwiesen an. Dafür wurde der Ex-Lehnerzer für insgesamt fünf Spiele gesperrt. Er war gegen Müller in Höhe der Mittellinie robust eingestiegen.
Ebenfalls gesperrt wurde Ferrit Acar: Viermal muss der Spieler ab sofort zuschauen. Acar war nach dem Spiel auf den Platz gestürmt und hatte den Schiedsrichter auf dem Weg in die Kabine beleidigt und bedroht. Da Acar bislang spielberechtigt war, da er keine Rote Karte gesehen hatte, sondern die Vorfälle im Spielbericht vermerkt wurden, tritt die Strafe erst jetzt in Kraft.
Die Beweisaufnahme lief ein wenig wie beim altehrwürdigen „Königlich Bayrischen Amtsgericht“. Die einen hatten überhaupt nichts gesehen, die anderen jeder etwas anderes, und außerdem sei doch alles halb so schlimm gewesen – so die Aussagen der Spieler und Vereinsverantwortlichen von Neuhof. Die Schiris sahen die Dinge jedoch völlig anders.
Wenn es nicht so ernst gewesen wäre, hätte man die Aussage von Ferrit Acar durchaus als spaßig bewerten können. Während ihn die Schiedsrichter nämlich eindeutig als Übeltäter nach Spielschluss identifizierten, behauptete Acar, er sei zum Zeitpunkt schon längst nicht mehr am Sportplatz gewesen, sondern wäre vielmehr zu Hause bei seiner Freundin gewesen.
„Ich war so sauer auf den Trainer, dass ich nach meiner Auswechslung in der 29. Minute nach Hause bin. Derjenige, den sie meinen, das war mein Bruder, der mir ähnlich sieht“, so Acar. Der Bruder sei aber derzeit in der Türkei. Als Beweis zeigte er ein Handyfoto vom Bruder und legte zudem ein Schriftstück der Freundin vor. Dass der Assistent dagegen Acar im zweiten Abschnitt im Trainingsanzug auf der Bank gesehen haben will, begründete der sportliche Leiter von Neuhof, Alexander Bär, so: „Auch Nichtmitglieder haben Trainingsanzüge von uns und sitzen auf der Bank.“

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