Verbandsliga Nord: TSV Lehnerz – TSV Mengsberg 6:1 (2:0)
Von Ralph Kraus
Lehnerz
Der TSV Lehnerz bleibt auf Kurs Relegation. Ohne mit der Wimper zu zucken hat der Tabellenzweite den TSV Mengsberg mit 6:1 (2:0) abgeschossen. Es war der achte Sieg in Folge.
Vielleicht gibt es heute Abend schon Jubel. Denn dann will das Sportgericht über die Berufung in Sachen Punktabzug gegen Hessen Kassel II beim Spiel in Grebenstein entscheiden. Bekommt Kassel II den 1:0-Sieg in der Berufung aberkannt, dann wäre der TSV bereits vor dem letzten Spiel kommenden Samstag in Melsungen durch. Wie immer die Entscheidung auch ausfällt: Lehnerz ist momentan in einer so starken Verfassung, dass man es wohl am liebsten selbst aus eigener Kraft schafft. Gegen Mengsberg ließ der Favorit jedenfalls garnichts anbrennen. Nach fünf Minuten stand es 2:0 – die Partie war eigentlich gelaufen, ehe sie richtig begonnen hatte.
Trotzdem war Trainer Rolf Gollin zur Pause sauer. „Weil wir nach dem 2:0 aufgehört haben, Fußball zu spielen. Ich habe der Mannschaft dann noch einmal klar gemacht, dass am Rande unser Sponsorentreffen läuft und die Leute weiterhin guten Fußball sehen wollen.“ Daran hielt sich sein Team nach Wiederbeginn wieder und schaukelte die Schoße locker heim.
Einziger schwarzer Fleck war die Rote Karte gegen Tarek Belaarbi. Unglaublich, dass er sich nach Provokation beim Stand von 6:1 zwei Minuten vor Ende zu dem Schubser hinreißen ließ. „Ich ärgere mich darüber nicht. Er muss sich ärgern, weil er jetzt womöglich in den geilsten Spielen des Jahres fehlt. Das Spiel war zu dieser Zeit bereits völlig emotionslos, die Luft war draußen. Keine Ahnung, warum Tarek da nicht ruhig bleibt.“
Schiedsrichter: Florian Höhl (Gedern). Zuschauer: 200. Tore: 1:0 Sebastian Kress (3.), 2:0 Stanislav Szilagyi (5.), 3:0 Sebastian Kress (51.), 3:1 Mike Kleinmann (58.), 4:1 Patrick Lesser (64.), 5:1 Sascha Decher (74., Foulelfmeter), 6:1 Sascha Decher (80.). Rote Karten: Maximillian Krähling (Mengsberg) wegen Handspiel auf der Torlinie (74.), Gökhan Fidan (Mensgberg) wegen Tätlichkeit (88.) und Tarek Belaarbi (Lehnerz) wegen Tätlichkeit (88.).

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