Walter/Baumann holen WM-Bronze
dp
La Plagne
Die Medaille hatte keiner auf dem Zettel: Im Zweier-Canadier haben Lars Walter und Johannes Baumann bei der WM der Wildwasser-Kanuten Bronze im französischen La Plagne geholt.
In gewohnter Sprintmanier legten die Sportler des Kanu-Club Fulda einen Traumstart an den Tag und fuhren Sekunde um Sekunde Vorsprung auf die Konkurrenz heraus. „Wir sind hohes Risiko eingegangen und haben die ersten vier Minuten ein enorm schnelles Anfangstempo hingelegt. Hinten heraus haben wir gehofft, nicht einzubrechen“, so Baumann über die Renntaktik.
Und diese ging voll auf. Mit Bestzeit im Ziel begann nun das bange Warten. Die Goldmedaille war außer Reichweite, das war von vornherein klar – die favorisierten Franzosen waren einfach zu stark und setzten sich auch deutlich an die Spitze. Um die Silbermedaille gab es ein Kopf-an-Kopf Rennen mit dem zweiten deutschen Boot, Rene Brücker und Normen Weber. Dieses interne Duell entschieden die Konkurrenten mit einer Sekunde Vorsprung für sich und so blieb für Baumann/Walter der dritte Rang, mit dem im Vorfeld außer den beiden selbst wohl niemand gerechnet hatte. „Ich wusste, dass die beiden im Sprint stark sein werden. Dass es aber auch zu einer Medaille über die lange Distanz reicht, hätte ich nicht geglaubt. Die können ja doch länger als zwei Minuten“, zeigt sich Bundestrainer Gregor Simon zufrieden mit den Leistungen und hofft nun im Sprint auf eine Wiederholung des WM-Titels aus dem vergangenen Jahr.
Mit zweimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze setzte sich das Team des Deutschen-Kanu-Verbandes nach dem ersten Tag an die Spitze des Medaillenspiegels. Und bei den heutigen Mannschaftswettkämpfen über die Classic-Distanz gibt es vier weitere Medaillen-Hoffnungen. Die C2-Mannschaft mit Baumann und Walter gelten als Goldfavoriten.

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