Wasserballer schaffen mit langem Atem ein 14:13 bei Ludwigshafen
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Fulda
Die Wasserfreunde Fulda haben am Donnerstag nach einem packenden Pokalfight über vier Spielviertel den Einzug in das Finale des Süddeutschen Wasserballpokals geschafft. Gegen die amtierenden Pokalsieger des WSV Ludwigshafen setzten sie sich mit 14:13 (3:2; 2:5; 3:3; 6:2) durch und treffen im Finale nun auf den Zweitliga-Spitzenreiter Neustadt, der Leimen/Mannheim klar mit 14:7 bezwang.
Dabei demonstrierten die Fuldaer vor allem im letzten Spielviertel ihre in den letzten Trainingswochen wiedergewonnene Spielstärke und einen langen Atem.
Bereits am Vortag hatten die Fuldaer im heimischen Sportbad Ziehers eine Generalprobe unter Ernstfallbedingungen absolviert. Vor den Augen von etwa 50 Zuschauern und den beiden eingeladenen Unparteiischen Horsch/Trommer testeten die Wasserfreunde gegen die aktuelle C-1-Nationalmannschaft (Jahrgänge 1993/94). Nachdem die beiden Teams bereits mehrere Tage zuvor einige Trainingsspiele bestritten hatten, bei denen die Partien weitgehend ausgeglichen verliefen, zeigten die Nationalspieler den Gastgebern schnell die Grenzen auf. Nach einem zwischenzeitlichen 4:4 zogen die Junioren, die sich im Sommer für die Europameisterschaften qualifizieren möchten, bis auf 10:5 davon, bevor die Wasserfreunde mit einer engagierten Leistung im letzten Viertel noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben konnten. Endstand der Partie war letztlich 6:12 (1:2; 3:2; 0:5; 2:3).
In das Pokalmatch gegen den WSV Ludwigshafen gingen die WF Fulda daher zwar mit schweren Knochen, jedoch auch gut eingespielt und mit einer großen Portion Selbstbewusstsein. Wenngleich sich Trainerstab und Spielerkader gegen den Begriff eines Auswärtsfluchs verwehrten, hatten die Wasserfreunde bislang immer erhebliche Probleme im engen Becken des Ludwigshafener Stadionbades. Die letzten beiden Jahre verloren die Fuldaer dort mit einigem Abstand, nachdem sie jeweils aufopferungsvoll gekämpft hatten. Doch diesmal sollte es anders kommen: Trainer Andreas Hohmann stellte auf eine rigorose Pressverteidigung um und setzte den konterstarken Alexander Hörl als Centerverteidiger ein.
Der Ludwigshafener Torjäger Martin Görge wurde von dem ungarischen Kraftpaket Balazs Borbely an die Kette gelegt, während sich die restlichen Spieler an einem offensiven Verteidigen am Mann versuchten. Dies zeigte unmittelbare Wirkung: Schnell gingen die Wasserfreunde mit 2:0 in Führung und behaupteten diese bis zum 3:2-Pausenstand. Fulda musste ob der kampfbetonten Verteidigungsstrategie allerdings auch zahlreiche Unterzahlsituationen über sich ergehen lassen, wo sich an mancher Stelle aber eklatante Zuordnungsfehler zeigten. Fulda erwirkte auf der anderen Seite ebenfalls mehrere Überzahlsituationen, spielte seine Taktik auch sauber aus, schaffte es aber im Abschluss nicht, die mittlerweile abgegebene Führung durch eigene Treffer wieder zu übernehmen. So kam es, dass die Wasserfreunde das zweite Spielviertel mit 2:5 abgaben. Auch im dritten Viertel (3:3) schafften es die Gäste nicht, die zwischenzeitlichen Spielstände von 5:8 und 7:10 zu egalisieren.
Wer jedoch glaubte, Fulda sei nun wieder in Ludwigshafen auf die Verliererstraße geraten, irrte sich: Langsam aber sicher arbeiteten sich die Wasserfreunde wieder zurück ins Spiel. Allen voran Linkshänder Alexander Hörl brachte sein Team im letzten Spielabschnitt zweimal hintereinander – zum 11:10 und zum 12:11 – in Front und krönte durch seine Treffer sein bestes Saisonspiel in diesem Jahr. Gut zwei Minuten vor Spielende traf Fulda per Strafwurf zum vorentscheidenden 14:12, eine Minute später schlossen die Hausherren noch auf ein Tor auf. Auch wenn Ludwigshafen noch eine taktische Auszeit nahm, spielten die Wasserfreunde ihre letzten beiden Angriffe sauber herunter und sicherten so den umjubelten 14:13-Endstand. Fulda hofft nun, das Finale im Sportbad Ziehers ausrichten zu können und mit der Unterstützung des Publikums den Pokal nach langer Zeit wieder in die Barockstadt zu holen.
Bereits am morgigen Samstag (19 Uhr) steht das nächste Aufeinandertreffen mit dem Ludwigshafen an, wenn das Team zum Rückspiel in der Zweiten Wasserball-Liga Süd kommt im Sportbad Ziehers erwartet wird.
WF Fulda: N. Hohmann; Borbely (1 Tor), P. Weber, Gebhardt, de Beisac (1), Bary (6), Hörl (4), Ritzel, M. Weber, M. Hohmann (1), Hoffmann, Katona (1), Müller.
WSV Ludwigshafen: Idel; Sommer, Hartard, Schmitz (3), Szczurkiewiez (1), Sieger, Burgei, Sauliovic, Teuber, O. Görge (2), M. Görge (6), Sommer, Kamin (1).
Schiedrichter: Lehn/Mauss. Besonderes Vorkommnis: Ausschluss mit Ersatz gegen Ludwigshafen, unberechtigte Auszeit durch Ludwigshafen.. Beste Spieler: Hörl – M. Görge.

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