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13. August 2012



Wolfsburger Frauen gewinnen in der Rhön mit 5:0 gegen Hoffenheim

Von Dirk Steffen

Schwarzbach
In guter Form hat sich Frauenfußball-Vizemeister VfL Wolfsburg beim Test gegen die TSG Hoffenheim in Schwarzbach präsentiert. Die Wölfinnen gewannen hochverdient 5:0 (3:0).

Von Beginn an übernahm der Vizemeister und Champions-League-Teilnehmer das Kommando gegen den Vizemeister aus der Zweiten Liga Süd. Bereits nach 14 Minuten gelang Neuzugang Lina Magull nach einem Doppelpass mit Conny Pohlers das 1:0. Nur fünf Minuten später erhöhte die ungarische Nationalspielerin Zsanett Jakabfi nach einer schönen Einzelleistung auf 2:0. Fünf Minuten vor der Pause traf die Ex-Frankfurterin Conny Pohlers aus spitzem Winkel zum 3:0.

Beide Teams zeigten bei optimalen Platzverhältnissen keinen müden Sommerkick. Die Wolfsburgerinnen setzten den Zweitligisten früh unter Druck, sodass Hoffenheim kaum vor das gegnerische Tor kam. Nach schlechten Erfahrungen aus einem Testspiel gegen Frankfurt „wollten wir zunächst die Abwehr stabilisieren. Das ist uns auch gelungen“, resümierte TSG-Trainer Jürgen Ehrmann dennoch zufrieden.

In der zweiten Halbzeit hatte sein junges Team mehr vom Spiel, auch weil der VfL es etwas langsamer angehen ließ. Die beste Chance zum Ehrentreffer hatte Hoffenheim nach gut einer Stunde nach einem Freistoß von Neuzugang Martina Moser. Die Tore fielen jedoch auf der anderen Seite. Die starke Linksaußen Zsanett Jakabfi nahm in der 68. Minute einen weiten Pass an und traf  aus 20 Metern in den Winkel zum 4:0. Vier Minuten vor Schluss verwertete sie im Strafraum einen Querpass von Martina Müller zum Endstand.

„Man hat gemerkt, dass wir noch mitten in der Vorbereitung sind“, sagte Wolfsburgs Coach Ralf Kellermann nach dem Spiel. Seine Mannschaft, die ohne die  prominentesten Neuzugänge Alexandra Popp (verletzt) und Viola Odebrecht angetreten war, habe aber das geforderte schnelle Spiel nach vorne umgesetzt. Nach einem Trainingslager in Österreich geht es für die Niedersächsinnen in die neue Saison, an deren Ende  mindestens ein Titel stehen soll.

In Hoffenheim ist hingegen der Aufstieg in die Bundesliga das erklärte Ziel, betonte Trainer Ehrmann, an dessen Seite derzeit Deutschlands Rekordnationalspielerin Birgit Prinz mit Blick auf eine Trainerlaufbahn hospitiert.

Zufrieden war auch Harald Schäfer, Vorsitzender des FSV Schwarzbach. Fast 300 Zuschauer hatten die Gelegenheit genutzt, einige A-Nationalspielerinnen, die geduldig Autogrammwünsche erfüllten, sowie aktuelle U-19- und U-17-Nationalspielerinnen aus nächster Nähe zu sehen.

Wolfsburg: Burmeister; Wensing (45. Chandraratne), Jakabfi, Blässe (61. Tietge), Keßler, Magull (45. Müller), L. Vetterlein, Hartmann, Bunte, Pohlers, Goeßling (45. Omilade).
Hoffenheim: Preuß; Weiss (70. Zinner), Giehl, Hünerfauth, Pankratz (84. Rheinheimer), Betz (66. Breitner), Moser, Schneider (45. Giangrasso), Eberhardt, Stoller (45. Rauschenberger), Hartel (59. Häfele).
Schiedsrichterin: Sabine Stadler (Gläserzell). Tore: 1:0 Magull (14.), 2:0 Jakabfi (19.), 3:0 Pohlers (40.), 4:0 und 5:0 Jakabfi (68./86.). Zuschauer: 300. Beste Spielerinnen: Jakabfi, Magull, Goeßling – Moser, Hünerfauth.




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