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4. Mai 2012



Agovic ab Juli Mitglied im Trainerteam bei Eintracht Frankfurt

kr

Steinau
Ab dem 1. Juli gehört der Steinauer Damir Agovic fest zum Trainerstab der Frankfurter Eintracht. Dann wird der 22-jährige Co-Trainer unter Oskar Corrochano bei der U-19 in der A-Junioren-Bundesliga.

Agovic hat sich einiges vorgenommen, seit der jetzige A-Jugendtrainer Alexander Schur, der ab Sommer dann die U 23 in der Regionalliga übernehmen wird, sein Talent erkannt hat. „Erstmal will ich jetzt meine Trainerscheine machen, um dann mittelfristig vielleicht einen Posten als Jugend-Cheftrainer bei der Eintracht zu bekommen“, setzt sich Agovic als Vorgabe.

Eigentlich ist seine fußballerische Geschichte eher eine traurige, denn der Montenegriner, der mit seiner Familie vor 20 Jahren nach Deutschland kam, war selbst ein großes Fußballtalent. Agovic spielte bei den A-Junioren der Eintracht, hatte gute Vorzeichen und stand sogar in der U 21 von Montenegro.

Genau hier passierte aber im November 2008 das Unglück. Im Abschlusstraining vor dem Länderspiel gegen Portugal kam es zur persönlichen Katastrophe. Bei Agovic rissen das Kreuzband und der Meniskus. Dazu wurde ein Knorpelschaden im Knie diagnostiziert. „Danach habe ich versucht, mich noch einmal heranzukämpfen, aber es hat nicht mehr für ganz vorne geklappt. Vielleicht könnte ich heute noch Verbands- oder Hessenliga spielen, aber das war nicht mein Ziel und mir zu wenig“, schaut der Steinauer auf die Zeit zurück.

Und so entschied er sich für den Seitenwechsel auf die Trainerbank. Alexander Schur ermöglichte ihm ein Praktikum bei der Eintracht und entdeckte das Trainertalent in Agovic, der nun seinen Weg von der Seitenlinie aus machen will. Sofort nach dem C-Schein, den er im Juni erwerben will, macht sich Agovic an den Erwerb des B-Scheins.

„Trainer zu sein, ist etwas ganz anders als zu spielen. Als Spieler kommst du, trainierst oder spielst – und das war es dann. Als Trainer musst du aber die eigenen Spieler kennen, musst den Gegner beobachten und so entsprechend dein Training aufbauen. Das ist viel anstrengender und du hast mehr Sorgen. Aber es macht auch unheimlich viel Spaß“, beschreibt Agovic sein neues Aufgabengebiet.

Weil er ab Oktober in Darmstadt auch noch BWL studieren will, wird in den kommenden Monaten nicht mehr viel Freizeit übrig bleiben. „Aber ein zweites Standbein ist unbedingt nötig“, weiß Agovic, der sein Talent vom Vater geerbt hat. Sefket Agovic jedenfalls spielte im früheren Jugoslawien für Vadar Skopje in der ersten Liga. Seine beiden Brüder Adam und Almin kicken derweil für den Heimatclub FV Steinau, wo auch Damir einst begann, ehe über die C-Jugend der SG Bad Soden der Sprung an den Riederwald zur Eintracht-B-Jugend folgte.

„Keiner weiß, wie weit mich der Trainerjob bringen wird. Ich bin aber sehr ehrgeizig und habe schon so meine Vorstellungen. Aber die sollte man, wenn man noch ganz am Anfang steht, am besten erstmal für sich behalten.“




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