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19. Oktober 2012



Bad Soden im 4-4-2 oder mit einer klassischen Zehn?

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Bad Soden
Versuchen, ruhig von hinten heraus zu spielen – das ist die Vorgabe von Trainer Michael Mohr vor dem Heimspiel seines Tabellenführers SG Bad Soden gegen die SGEhrenberg (Samstag, 16 Uhr).

„Wir müssen aufhören, mit dem Ball 30 Meter durchs Mittelfeld zu laufen, sondern müssen wieder mehr die Außen oder den Sechser anspielen. Einem Gegner wie Ehrenberg mit dieser Offensive dürfen wir keinen Platz machen“, fordert Mohr, der noch unschlüssig ist, für welche Formation er sich entscheiden wird. „Es ist schwierig, ob in diesem Spiel ein 4-4-2 für uns besser ist oder vielleicht die Variante mit einem Stürmer und dafür einer klassischen Zehn.“

Vieles spricht indes dafür, dass nach den drei Gegentoren von Lengers und dem 0:3 im nach 45 Minuten im abgebrochenen Regionalpokalfinale gegen Flieden auch personelle Umstellungen folgen werden. „Da hatten wir zu viele Stockfehler im Spiel“, so Mohr, der durchaus ein torreiches Spiel erwartet. „Es könnte ein paar Tore geben.

Ehrenbergs Stärken liegen klar in der Offensive, aber die sind auch immer für zwei, drei Gegentreffer gut.“ Ob Ahmet Gözcü und  Taner Harmancioglu auflaufen können ist fraglich. Gözcü konnte nach seiner starken Prellung unter der Woche nicht trainieren, Harmancioglu laboriert an seiner Fleischwunde am Schienbein, die er sich im Pokal gegen Flieden zugezogen hat.

Aus Ehrenberg kam diese Woche eine Bestätigung über eine Personalentscheidung: Der Verein hat sich bereits vor zwei Wochen von seinem Mittelfeldspieler Matthias Heim getrennt. Nähere Gründe wollte man nicht nennen, einvernehmlich sei die Trennung aber vollzogen worden. Dazu wird morgen an der Bornwiese auch Christian Seng fehlen, der aus privaten Gründen verhindert ist. Und ob Spielertrainer Marc Friedel spielen kann,  scheint noch ungewiss. Friedel lag die Woche über mit einer Grippe im Bett.

150 Kilometer An- und Abfahrt

„Bad Soden ist mit Abstand das Beste, was diese Spielklasse zu bieten hat“, schickt Friedel indes schon mal die ersten Vorschusslorbeeren in den Süden, um gleich anzufügen: „Trotz allem spielen aber auch die Sodener nur in unserer Klasse und sind nicht übermächtig. Wir haben uns schon was vorgenommen“, so der Trainer vor der weitesten  Fahrt der Saison.

150 Kilometer beträgt die Strecke von Wüstensachsen an die Bornwiese und wieder zurück. Zuversicht strahlt der bärenstarke Neuling derzeit mehr denn je ob der von Mohr angesprochenen Offensive aus. „Die Jungs da vorne sind seit

 Wochen richtig gut drauf. Igor Jaljaev und Steffen Kümmel sind momentan in einer absolut bestechenden Topform“, verdeutlicht Friedel, dessen Mannschaft in den vergangenen zehn Spielen immer mindestens zwei eigene Treffer erzielt hat. Dass es vor allem bei Jaljaev wieder so gut läuft freut den Trainer besonders. Schließlich hatte er seinen – eigentlich unantastbaren Torjäger – mehrere Spiele auf die Bank verfrachtet. „Wenn es daran lag, dass er jetzt wieder so drauf ist, wie wir uns das alle vorstellen, dann war es die richtige Entscheidung.“

Friedels Ziel vor der Winterpause ist  klar definiert:  „Wir haben 26 Punkte und noch acht Spiele. Wenn wir mit 36 Punkten überwintern, dann könnten wir in Ruhe Weihnachten feiern.“       




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