Herolz präsentiert sich zur Kirmes in bester Ballerlaune
Von Oswald Leibold
Herolz
Zehn Spiele und damit zwei Drittel der Hinrunde sind für die meisten Vereine der A-Liga Schlüchtern bereits Geschichte. Für die positive Überraschung sorgt bisher Aufsteiger Marborn, der munter in der Spitzengruppe mitmischt und jüngst am Sonntag ein 2:2 in Weichersbach erreichte.
Am anderen, dem ungeliebten Ende der Tabelle, hatte kaum jemand mit der Anwesenheit der SG Weiperz und der SG Schlüchtern/Elm gerechnet. Weiperz beklagt eine nicht enden wollende, unheimlich anmutende Serie von Verletzungen wichtiger Leistungsträger, in Schlüchtern und Elm vermochte die Mannschaft den eigenen hohen Vorgaben von Trainer Payam Najmi zu keinem Zeitpunkt gerecht zu werden. Gar den Anschluss zu verlieren droht Neuling SV Marjoß mit nur einem Punkt aus zehn Partien.
Was bei dessen Mitaufsteiger aus der B-Liga, der SG Marborn, besonders beeindruckt und ins Auge sticht, ist nicht nur die Begeisterung und der Spaß, den die Mannschaft des derzeit nur vom Spielfeldrand dirigierenden Spielertrainers Rainer Hofmann verspürt. Da hört der aufmerksame Betrachter und Zuhörer nicht ein einziges böses Wort unter den Spielern und von den Betreuern. Da wird nur positiv motiviert: „Super Junge“ oder „Klasse gemacht“ hallt es über den Platz. Zu solchen Lobeshymnen hatte die SGM bisher auch allen Grund.
Das galt bis vor kurzem auch noch für die SG Magdlos, die nun aber nach drei Niederlagen in Folge den Anschluss nach oben verloren hat, und für die SG Altengronau/Jossa. Die ist, und das sieht auch Vorsitzender Friedhelm Hartmann so, „für jede Überraschung im Positiven wie auch im Negativen gut“. Die Begegnung mit Kellerkind Rommerz hatte die SG kurzerhand von Altengronau nach Jossa verlegt, weil dort das Oktoberfest stattfand. Einen Grund zum Feiern schuf die Elf von Spielertrainer Frederik Nau bei der 1:3-Niederlage gegen Kellerkind Rommerz jedoch nicht.
Für Furore sorgt aktuell Kreisoberliga-Absteiger SV Herolz – und das rechtzeitig zur Kirmes. Sage und schreibe 20 Tore erzielte die Mannschaft von Trainer Steffen Krah in den vergangenen drei Partien. Bevor sich der ein oder andere Germane am Wochenende auf der Kirchweih das Glas befüllen ließ, schenkte der SV der SG Magdlos mit sieben Buden kräftig einen ein. Dabei hatte Magdlos bis vor kurzem noch über die Abwehr mit den wenigsten Gegentoren der Ligaverfügt.
Nach hinten lässt auch die SG Mottgers/Schwarzenfels wenig zu. Beim jüngsten 3:0 gegen Weiperz konnte sich Spielertrainer Michael Jäger gar den Luxus leisten, sich selbst sowie den routinierten und kaum verzichtbaren Libero Dominic Hölzer Mitte der zweiten Hälfte auszuwechseln. Ein Dokument für die Harmlosigkeit des Gegners SG Weiperz, der noch vor vier Wochen trotz Verletzungssorgen beim 2:2 in Weichersbach so sehr imponiert hatte. „Das war heute ein arger Rückschritt“, beklagte auch ein sorgenvoll in die nahe Zukunft blickender Trainer Michael Loder. Da warten nämlich richtungsweisende Spiele gegen Hohenzell, in Marjoß und Niederkalbach auf die Weiperzer.
Nicht so recht zufrieden sein konnte auch der SV Flieden III mit dem 3:3 gegen Veitsteinbach. Es ging hin und her, zwar führte man Mitte der ersten Halbzeit 2:0, musste binnen drei Minuten den Ausgleich und später gar den Rückstand durch den zweiten Treffer von Veitsteinbachs Torjäger Daniel Betz verkraften. Es reichte nach dem Treffer von Danilo Maffeo zum 3:3, mehr wäre möglich gewesen, doch man vergab in der letzten halben Stunde ein halbes Dutzend bester Chancen, darunter auch einen Foulelfmeter, den Johnny Ochaya an den Außenpfosten setzte.

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