KOL-Relegation: Mottgers/Schwarzenfels – Gundhelm/Hutten 0:2 (0:0)
Von Oswald Leibold
Mottgers
Die SG Gundhelm/Hutten steht unmittelbar vor dem Klassenerhalt in der Kreisoberliga Süd. Im ersten Relegationsspiel siegte die Spielgemeinschaft beim A-Liga-Zweiten Mottgers/Schwarzenfels durch zwei späte Treffer 2:0.
Über weite Strecken hatte es in einer wenig inspirierten und tempoarmen Partie nach einem torlosen Remis ausgesehen. Vor allem in der ersten Halbzeit kam kaum ein Pass zum eigenen Mann, Steilpässe landeten im Tor- oder Seitenaus, Torschüsse in der dritten Etage. Die grandiose Zuschauerkulisse von 1100 Fußballfans hatte ein solch mäßiges Niveau wahrlich nicht verdient. Mürrische Bemerkungen waren die Regel.
Belebter wurde das Geschehen erst nach der Pause. Nach einer Ecke von rechts unterlief Gundhelm/Huttens die eine oder andere Unsicherheit verratender Torhüter Dennis Heil den Ball, ein eigner Abwehrspieler bugsierte das Leder fast in die eigenen Maschen, und das Startsignal für vermehrte Offensivbemühungen seitens Mottgers/Schwarzenfels war ertönt. Ingo Baiers Kopfballgelegenheit ging ebenso knapp rechts am Tor vorbei (63.) wie nur zwei Minuten später Danilo Deaks Schuss nach sehenswerter Vorarbeit von Spielertrainer Michael Jäger.
Jäger wechselte Mitte der zweiten Hälfte sich selbst und die gesamte Offensivformation aus. Nicht ohne Wirkung, denn der für Danilo Deak gekommene Lukas Sperzel traf nach 72 Minuten den Pfosten. Innerhalb von nur zwölf Minuten betraten zwischen Minute 65 und 77 fünf frische Spieler das Feld. Wenn einer aus der Gundhelm/Huttener Startelf Betrieb machte und für Belebung sorgte, dann war das der dynamische Christoph Wendy. Ein weiterer Höhepunkt war das Solo von Gundhelm/Huttens elegantem Linksfuß Daniel Firle. Zu einem Zeitpunkt, da Mottgers/Schwarzenfels sich dem Sieg näher wähnte, trat er aus der eigenen Hälfte startend zu einem 70-Meter-Sololauf an und vollendete zum Führungstreffer (84.).
Die nun folgenden acht Minuten Restspielzeit waren die lebhaftesten überhaupt. Mottgers/Schwarzenfels gab nun seine aus der grandiosen A-Liga-Saison verinnerlichte solide defensive Einstellung auf, machte Druck nach vorne. Das öffnete Gundhelm/Hutten Räume, und der durchbrechende Sebastian Henkel wurde nach Einschätzung von Schiedsrichter Matthias Kristek im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht. Der eingewechselte Alexander Göhler vollstreckte sicher und lässt seinen Club hoffen, auch in der kommenden Spielzeit der Kreisoberliga anzugehören. Glückwünsche hierzu lehnte Spielertrainer Michael Kager ab. „Noch gilt es, den Vorsprung am Sonntag in Hutten zu verteidigen.“ Sein Gegenüber Michael Jäger nahm die unglückliche Niederlage nicht so tragisch: „Schade, aber wir hatten eigentlich ein Remis verdient“.
Mottgers/Schwarzenfels: Burow, Beckmann, Eiring, C. Sperzel, D. Hölzer, Beringer, D. Ulrich, Deak (65. S. Hölzer), Baier /(70. Sperzel), Jäger (73. Wiegleb), M. Ulrich.
Gundhelm/Hutten: D. Heil, Bogner, Simon, Kaewyong, Wendy (77. Göhler), M. Heil, Firle, Henkel, Ochs, Spahn (75. Peter), Ulrich (53. Mildner).
Schiedsrichter: Matthias Kristek (KSV Aulendiebach). Zuschauer: 1.100. Tore: 0:1 Daniel Firle (84.), 0:2 Alexander Göhler (90.+2, Foulelfmeter).

Leser-Kommentare ( 0 )
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

