Kreisoberliga Süd: Vier Entscheidungen offen
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Schlüchtern
Gleich vier Entscheidungen fallen am letzten Spieltag der Kreisoberliga Süd: Gesucht wird noch der Meister, die beiden Relegationsteilnehmer zur Gruppen- und zur A-Liga sowie noch ein Direktabsteiger. Gespielt wird geschlossen am Sonntag (15 Uhr).
An der Tabellenspitze hat die SG Kerzell die besten Karten, 13 Jahre nach dem Abstieg die Rückkehr in die Gruppenliga zu schaffen. In der Saison 1998/99 war die Helvetia mit der SG Schlüchtern aus der Gruppenliga abgestiegen.
Die Voraussetzungen sind klar: Gewinnt Kerzell sein Heimspiel gegen Nieder-Moos, dann kann für die Helvetia im Schlagerspiel zwischen Lütter und Johannesberg passieren, was will. Selbst ein Remis reicht Kerzell wohl. Niemand geht davon aus, dass Johannesberg in Lütter die neun Tore Rückstand auf Kerzell wettmachen kann, zumal Johannesberg wiederum bereits ein Remis genügt, um sicher Zweiter zu werden. Ähnlich die Dramatik am Tabellenende. Hier machen der SV Herolz und die SG Gundhelm/Hutten den zweiten Direktabsteiger sowie den Teilnehmer an der Relegation im Fernduell aus. Gundhelm/Hutten spielt in Kressenbach, Herolz muss nach Oberzell. Beide sind punktgleich, aber Herolz hat das um neun Tore bessere Torverhältnis.
SG Kressenbach/Ulmbach – SG Gundhelm/Hutten (Sonntag, 15 Uhr): „Wir werden alles daran setzen, um unsere letzte Chance zu nutzen. Wir brauchen aber auch mal ein bisschen Glück, dass uns zuletzt gegen Kerzell gefehlt hat. Es gibt aber keinen Grund vorzeitig aufzugeben“, macht Trainer Michael Kager klar. Ein Vorteil könnte sein, dass es für Kressenbach/Ulmbach um nichts mehr geht. Gundhelm/Hutten wird voraussichtlich mit dem gleichen Kader antreten, der zuletzt gegen Kerzell gut spielte, aber auf eigenem Platz 1:3 verlor.
TSV Oberzell – SV Herolz (Sonntag, 15 Uhr): „Es ist ein ganz anderes Gefühl, wenn man am letzten Spieltag alles in der eigenen Hand hat und nicht nach dem Konkurrenten schauen muss“, erklärt der Herolzer Trainer Steffen Krah, dessen Team wahrscheinlich wieder auf Mario Wiederhold und Simon Dzierzawa zurückgreifen kann, die beim Sieg gegen Kressenbach/Ulmbach letzten Sonntag fehlten oder nur teilweise zur Verfügung standen. „Wir müssen uns voll und ganz auf die eigene Leistung konzentrieren. Auch irgendwelches Gerede über die mögliche Relegation will ich nicht hören“, verdeutlicht Krah. Vom Ergebnis des Spiels hängt auch ab, wie sich die Herolzer für die kommende Runde verstärken können. „Wir sind mit dem ein oder anderen Spieler in aussichtsreichen Verhandlungen. Grundsätzlich gilt aber, dass wir weitgehend auf den eigenen Nachwuchs setzen wollen – egal in welcher Liga.“
SG Kerzell – SV Nieder-Moos (Sonntag, 15 Uhr): Warum hat Nieder-Moos nicht immer so gespielt wie letzte Woche beim überraschenden 3:2 gegen Lütter? Das werden sich in Nieder-Moos wohl einige fragen. Gelingt dem Schlusslicht ein ähnlicher Husarenstreich erneut, könnte die Tabelle noch einmal völlig auf den Kopf gestellt werden.
TSG Lütter – SG Johannesberg (Sonntag, 15 Uhr): Lütter hat durch die schwache Vorstellung in Nieder-Moos plötzlich die schlechtesten Karten im Aufstiegsrennen. Fest steht: Lütter muss gewinnen, um noch eingreifen zu können. Ein Sieg würde mindestens die Teilnahme an der Relegation bedeuten.
SV Mittelkalbach – SG Freiensteinau (Sonntag, 15 Uhr): Die Trainer Mike Gaul und Stefan Dresel sind Kumpels und kennen sich vom DFB-Stützpunkt bestens. Einen Unterschied zwischen beiden Vereinen gibt es kaum. Beide rangieren punktgleich im gesicherten Mittelfeld, waren nie gefährdet und hatten kaum eine Chance, oben anzugreifen.
FSV Thalau – FV Steinau (Sonntag, 15 Uhr): Drei Siege in Serie, in denen der FV 16 Treffer erzielte, lassen die Saison wieder freundlicher erscheinen. Egal wie das Duell in Thalau endet: Der FV Steinau wird die Runde als Sechster abschließen.
SG Sickels – SG Huttengrund (Sonntag, 15 Uhr): „Ich bin froh, wenn endlich alles vorbei ist. So ein Jahr braucht kein Mensch“, meint Huttengrunds Trainer Marco Roth, der die Tormaschine der Liga coacht. 73-mal traf Huttengrund (nur Thalau ist besser), 78 Treffer kassierte die SGH (nur Gundhelm/Huttens Bilanz ist schlechter). Im Schnitt fielen bei Huttengrunds Spielen 5,2 Tore. Das ist mit Abstand Liga- Höchstwert.

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