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3. Januar 2012



Lukas Brüning mag Fußball und Tennis gleichermaßen

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Wahlert
„Nach einem Fußballspiel habe ich zumeist an ganz anderen Stellen Muskelkater als nach einem Tennis-Match“, beschreibt Lukas Brüning aus Wahlert einen der grundlegenden Unterschiede beider von ihm ausgeübten Sportarten.

Als Fußballer hält er auf der Sechser-Position der SG Huttengrund Spielertrainer Marco Roth den Rücken frei – in der vergangenen Saison mit etwas größerem Erfolg als in dieser Spielzeit. „Einer der Hauptgründe ist, dass sich mit Ralph Brich und Johannes Noll zwei Routiniers etwas zurückgezogen haben. Sie waren nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch im Training sehr wichtig, haben dieses nochmals zusätzlich gepusht. Außerdem sind wir nicht das einzige Team, das Ambitionen hat“, betreibt Brüning Ursachenforschung hinsichtlich der im Vergleich zum Vorjahr mäßigen Platzierung in der Tabelle. Im kommenden Jahr soll es, so Brüning, wieder aufwärts gehen: „Dann sind hoffentlich alle Verletzten wieder an Bord.“

Nach dem knapp verpassten Aufstieg von der Kreisoberliga in die Gruppenliga mit den Fußballern gab es für den Tennisspieler Lukas Brüning einige Monate später doch noch etwas zu bejubeln: Mit dem TC Bad Soden-Salmünster stand am Ende der Runde der Aufstieg von der Gruppen- in die Verbandsliga fest. Diese neue Liga verlangt allerdings auch ein intensiveres Training, weiß der 23-Jährige zu berichten: „Einmal in der Woche ist das Training in Bad Soden. Das wird unter anderem von Sebastian Werner geleitet, der als einstiger Profi weiß, worauf es ankommt. In der Verbandsliga wird es deutlich schwieriger für uns, weil man in dieser Liga auch schon etwas Geld verdienen kann und die Spieler dementsprechend stark sind. Der Klassenerhalt wäre für uns schon ein großer Erfolg.“ Im Mai 2012 soll dieses Unterfangen beginnen.

Neue Serie
Im Kinzigtal leben jede Menge Sportbegeisterte. Einige von ihnen unterliegen einem derartigen Bewegungsdrang, dass sie mehr als eine Sportart betreiben – und das oft auch noch überaus erfolgreich. Die Kinzigtal Nachrichten (KN) stellen einige von Ihnen vor. In den kommenden Wochen können Sie nun in loser Folge mehr über „Multitalente im KN-Sport“ lesen.
Die Frage, welche Sportart von ihm den Vorzug erhält, beantwortet er äußerst diplomatisch: „Da die Tennissaison nur von Mai bis September geht und von daher auch nur sechs Spieltage anstehen, spiele ich bei Überschneidungen Tennis. Bei den Fußballern gibt es ja 30 Spieltage. In diesem Jahr ist es jedoch kaum zu Überschneidungen gekommen.“
Bereits seit seinem sechsten Lebensjahr fährt der Student der Molekularbiologie, der an der Uni in Frankfurt derzeit an seinem Master arbeitet, „zweigleisig“: „Ich konnte mich nie richtig für eine entscheiden, mache beide Sportarten gleich gern. Deswegen werde ich dies auch so beibehalten.“ Angesichts des hohen Arbeitspensums, das ihm sein angestrebter Mastertitel abverlangt, bleibt für weitere Hobbys keine Zeit. „Früher hatte ich auch noch Gitarre gespielt. Damit habe ich inzwischen aufgehört“, verrät Brüning.

Bei beiden Sportarten werde zwar letztlich einem mehr oder weniger großen Ball hinterhergejagt, allerdings gibt es grundlegende Unterschiede, hat Brüning festgestellt: „Beim Tennis stehen auf dem wesentlich kleineren Spielfeld kürzere Bewegungen im Vordergrund. Außerdem müssen die Entscheidungen schneller getroffen werden. Beim Fußball hingegen ist vor allem eine gute Ausdauer gefragt. Als Mittelfeldspieler kann ich mir sicherlich etwas mehr Zeit bei meinen Entscheidungen lassen. Wenn ich Stürmer wäre, sähe das etwas anders aus.“

Auch im frisch begonnenen Jahr hofft Brüning, wieder in beiden Sportarten erfolgreich mitmischen zu können. Dabei möchte er vor allem mit den Fußballern die zweite Tabellenhälfte in der Kreisoberliga Süd möglichst schnell wieder verlassen: „Es macht nämlich wesentlich mehr Spaß, oben mitzuspielen, als sich dort unten im sportlichen Niemandsland zu befinden.“






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