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14. Dezember 2010



Mini-Bundesliga: Henry-Harnischfeger-Schule vertritt Bayern München

salmünster
Sie haben hoch gepokert und gewonnen: Die Bewerbung der Henry-Harnischfeger-Schule Salmünster, bei der Mini-Bundesliga als Bayern München anzutreten, hat sich durchgesetzt.

Und das passt: Der frühere Bayern-Trainer Felix Magath hätte an dieser Truppe seine helle Freude gehabt: Die Drittklässler der Henry-Harnischfeger-Schule in Salmünster sehen den Fußballsport als zentralen Inhalt ihrer Freizeit an. An der von „Quälix“ so geschätzten Fitness dürfte es ebenfalls nicht mangeln, stehen doch drei waschechte Leichtathleten des TV Salmünster im Aufgebot. So ist etwa der Sprint die große Stärke von Filipp Kohl, der von sich sagt: „Ich bin im Rennen der Beste.“ Der Achtjährige aus Hausen, der sich gerne in der Natur bewegt und deshalb vielleicht Förster werden möchte, hat es aber auch im Weitsprung schon auf die respektable Weite von 3,48 m gebracht. Diese persönliche Bestmarke teilt er sich mit dem Alsberger Robin Pfahls (8), der zusätzlich zum TV auch den Fußballern des SV Salmünster angehört. Der Mittelfeldspieler eifert besonders Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller nach. Über das Rasenschach hinaus hat er noch andere Interessen: Er spielt Klavier, und seine Mutter Nicole Pfahls, Elternbeirätin und Organisatorin der Schulbewerbung zur Mini-Bundesliga, weiß zu berichten, dass sich Robin bereits jeden Tag mit seinem Bruder Philipp (10) den Sport- und Lokalteil der Kinzigtal Nachrichten zum Lesen teilt. Das Leichtathletik-Trio komplettiert Jonathan Nix aus Salmünster. Der neun Jahre alte VfL-Wolfsburg-Fan hat es im Ballwurf bereits auf 30 Meter gebracht, wobei ihm Teamkamerad Filipp attestiert: „Das war echt cool.“ Jonathan, der im Sturm aufläuft, gefällt es, während des Urlaubs wie zuletzt im mecklenburgischen Fleesensee zu baden und Boot zu fahren.

Per Mertesacker als Vorbild

Tillmann Grössl (8), von den anderen „Rüssel“ genannt, ist Anhänger von Werder Bremen und dabei im Speziellen von Per Mertesacker, seinem Vorbild als Abwehrspieler. Der Salmünsterer findet Urlaub mit seinen Eltern im italienischen Florenz gut. Auf ein Pfund im Sturm können die Bayern in Person von Marcel Tutak (8) bauen. Sollte er nur in Ansätzen in die Fußstapfen seines Vaters Sedat treten, der mit stetigem Erfolg für den A-Ligisten SV Salmünster auf Torejagd geht, können sich die gegnerischen Defensivblöcke schon mal warm anziehen. Die Angriffsreihe wird vervollständigt von Tom Betz (8) aus Salmünster, dessen Lieblingsspieler Arjen Robben ist, weil dieser „fast die WM gewonnen hat“. Tom macht in der Schule neben Sport am liebsten Kunst, „weil man da basteln kann“. Dass Nike Belz zu Recht im Aufgebot der Schule steht, zeigt alleine schon die Tatsache, dass sie der Auswahl der Mädchenförderschule Fulda Süd angehört. Die achtjährige Mittelfeldspielerin aus Salmünster hat nur Fußball im Kopf, so etwa verbringt sie auch ihre freie Zeit damit, sich mit ihrer Schwester Lale (10) im Tischkicker zu messen. Passend zum Rekordmeister München liegt auch die Latte der Erfolgserwartung in Salmünster entsprechend hoch: „Das Halbfinale sollte drin sein“, glaubt Nicole Pfahls. Für dieses Ziel wurde die geeignete sportliche Leitung engagiert: Tillmanns Vater Christoph Grössl, frisch gebackener C-Lizentrainer vom SV Salmünster, wird das Team an der Außenlinie coachen.

Von unserem Redaktionsmitglied
Christian Appel






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