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11. Juli 2012



Pokal: Bad Soden rettet sich über die Zeit

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Schlüchtern
Nach Mottgers/Schwarzenfels haben am Mittwochabend auch die favorisierten Teams der SG Bad Soden und des FV Steinau das Halbfinale um den Schlüchterner Kreispokal erreicht.

Abgeschlossen wird das Viertelfinale am Donnerstag in Gundhelm, wenn um 19 Uhr das Duell der beiden Kreisoberligisten SG Gundhelm/Hutten gegen TSV Oberzell angepfiffen wird. Die Favoritenrolle fällt den Gästen zu: Oberzell schnupperte in der vergangenen Saison am Aufstieg in die Gruppenliga, Gundhelm/Hutten sicherte die Klasse erst in der Relegation – und verlor die Punktspiele gegen den TSV mit 0:7 und 1:6.

SG Kressenbach/Ulmbach – SG Bad Soden 3:4 (1:2). Nach einer guten ersten Halbzeit, in der die Sodener aus ihrer Überlegenheit (12:0-Ecken) zu wenig Zählbares machten, schien das Spiel durch Keims 1:3 endgültig den Verlauf zu nehmen, den alle erwartet hatten. Mit dem Anschlusstor zum 2:3 kippte das Spiel aber um ein Haar.
Schon 90 Sekunden nach dem Anschluss hatte Müller eine blendende Konterchance zum Ausgleich, der dann aber Andre Lotz gelang.

Mit einem Distanzschuss schob dann Steffen Seitz die Verhältnisse für den klassenhöheren Gruppenligisten wieder zurecht. Was keiner ahnte: Danach rettete sich Soden mehr oder weniger über die Zeit. So hatte Patrick Müller Pech, als er den Ball herrlich am Torwart vorbei direkt an den Pfosten zirkelte (87.). Es sollte nicht die letzte Chance gewesen sein. Denn in der Nachspielzeit hätte Daniel Malyssek mit seinem Flugkopfball nochmals das 4:4 machen können (90.+2).

„Wir haben viel aus unseren Chancen gemacht, aber es war sogar noch mehr drin. Einige sind heute über ihre Schmerzgrenze gegangen, auch wenn Soden die bessere Mannschaft war“, fasste Frank Kühltau die Partie aus Sicht der Einheimischen zusammen.

Sein Gegenüber Michael Mohr war trotz des Sieges keineswegs zufrieden: „Vor der Pause war das offensiv in Ordnung. Was sich aber die Abwehr geleistet hat, da kann einem angst und bange werden. Einige müssen sich noch ganz schön steigern, bis die ersten Punktspiele kommen.“

Kuriosum am Rande: Sodens Haris Dudevic hatte im elektronischen Spielbericht ein Schloss vor seinem Namen. Soll heißen, er wäre nicht spielberechtigt gewesen. Warum, das wusste niemand, denn eine Sperre gibt es nicht. Bis zum Spielbeginn hatte der Verband den Fehler aber noch beseitigt.

Kressenbach/Ulmbach: Kornherr; Dietz, Patrick Müller I, Jakel (34. Mackenroth), Malyssek, S. Lotz (32. Wollenweber), Schultheis, Patrick Müller II, Machuy, Schneider, A. Lotz.
Bad Soden: Hofacker; Kalb, Krieger (69. H. Albayrak), Nix, Moaremoglu, Kutlu, Noll, Keim, Dudevic, Seitz, Emich.
Schiedsrichter: Denny Andres (Sinntal). Zuschauer: 150. Tore: 0:1 Roland Emich (13.), 1:1 Kai Schultheis (14.), 1:2 Tuna Moaremoglu (42.), 1:3 Daniel Keim (49.), 2:3 Patrick Müller II (57.), 3:3 Andre Lotz (62.), 3:4 Steffen Seitz (72.).

SV Herolz – FV Steinau 1:3 (1:2). Spielertrainer Christoph Müller machte den Sieg der Gäste mit zwei Kopfballtoren und einer Direktabnahme fast alleine klar. Im Halbfinale muss der FV nun bei Mottgers/Schwarzenfels antreten. Auf dem Herolzer B-Feld erwies sich Steinau als die cleverere Mannschaft, die aber in der letzten Viertelstunde nicht nur das Gegentor durch Herberts Kopfball kassierte, sondern auch noch zweimal Glück hatte – erst beim Latten-Kopfball von Gobcha Bunjing und kurz danach beim Freistoß von Jonas Müller, der erst an die Latte ging und dann von der Hacke des Torwarts fast über die Steinauer Torlinie gekullert wäre. Das 1:3 war dennoch verdient.

Tore: 0:1 Christoph Müller (23.), 0:2 Christoph Müller (25.), 1:2 Lukas Herbert (38.), 1:3 Christoph Müller (48.).




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