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9. Oktober 2011



Rallycross: Hans Kirchhof Deutscher Meister

Von Karlo Jörg

Hohenzell
Mit einem souveränen Sieg hat sich Lokalmatador Hans Kirchhof seinen vierten Deutschen Meistertitel gesichert.

Die beiden Skoda-Piloten Rolf Volland und René Münnich sicherten sich punktgleich auf dem Ewald-Pauli-Ring erstmals gemeinsam den Titel in der Internationalen Deutschen Rallycross-Meisterschaft – ein Novum in der langjährigen Meisterschaftsgeschichte.

Auf dem legendären Ewald-Pauli-Ring des Motorsportclubs Schlüchtern erlebte die immer größer werdende Rallycross-Fangemeinde bei vornehmlich sonnigen Wetter ein spannendes Rallycross-Final-Wochenende.
In dem gut besetzten internationalen Teilnehmerfeld waren natürlich auch wieder hiesige Asse vertreten. Dabei hatte Lokalmatador und Publikumsliebling Hans Kirchhof (Steinau-Bellings), der im Gegensatz zu dem alten und neuen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel mehr als einen Punkt holen musste, gute Chancen, auf seiner Heimstrecke seinen vierten Deutschen Meistertitel einzufahren. „Da es am Samstag noch geregnet hatte und die Strecke nass war, hatte ich es mit meinem heckgetriebenen Porsche nicht unbedingt leichter als die Fronttriebler-Konkurrenten“, so der Bellingser.

Nach einem souveränen Start im abschließenden A-Finale lies Kirchhof jedoch nichts anbrennen, sah als erster die schwarz-weiß-karierte Zielflagge und sicherte sich mit sechs Punkten Vorsprung vor Vizemeister Jens Barkhoff den Meistertitel in der Klasse Super-National, in der auch weitere schnelle Fahrer aus dem oberen Kinzigtal überzeugten. Zu den schnellsten zählte Tobias Esser (Steinau), der mit seinem Honda Accord über das B-Finale sich die Startberechtigung für das entscheidende A-Finale sicherte und hier den sensationellen fünften Platz herausfuhr. „Ich bin mit dem Resultat sehr zufrieden, habe ich doch mehr erreicht, als ich für möglich gehalten habe“, so Esser, der im kommenden Jahr mit einem neuen Fahrzeug an der Meisterschaft teilnehmen will.

Läufe der Super-1600 und Supercars mit Spannung erwartet

Mit schnellen Runden und guten Platzierungen überzeugten auch Patrick Siebert (Schlüchtern), Stefan Henning (Schlüchtern), Thomas Henning (Schlüchtern) und Thomas Kreuziger (Bachrain), die mit den etwas leistungsschwächeren Rallycross-Fahrzeugen nicht ganz vorne landeten.

Besonders gespannt waren die Fans auf die Läufe der Klassen Super-1600 und Supercars, schließlich lagen Rolf Volland (Hilpolstein), dem Führenden in der Klasse Super-1600, und dem Supercar-Leader René Münnich (Neuensalza) gleich zwei Asse mit ihren Skoda Fabia punktgleich an der Meisterschaftsspitze. Volland gewann seine Vorläufe und den abschließenden Finallauf ebenso souverän wie Münnich. Nachdem die nationalen und internationalen Regularien nach einer zusätzlichen Entscheidung bei Punktgleichheit erfolglos durchsucht wurden, entschied man sich für die sportlich fairste Lösung, den Meistertitel an Münnich und Volland gemeinsam zu vergeben – ein absolutes Novum in der langjährigen Meisterschaft der Rallycrosser.

Glück und Pech lagen bei Erwin Schmidt (Grebenhain), dem MSC-Fahrer und weiteren Publikumsliebling, dicht beieinander. Souverän gewann Schmidt mit seinem pfeilschnellen Renault 5-Turbo die Vorläufe der Rallycross-Trophypiloten. „Im Finallauf sprang mir dann mehrfach der Gang raus, bis ich nach drei Runden gänzlich aufgeben musste. That´s race“, so der Grebenhainer, der in sportlich-fairer Weise dem Trophy-Sieger und Mercedes-Fahrer Wolfgang Kilb (Uetersen) gratulierte. Kilb konnte sich letztlich mit 95 Zählern über den Meistertitel in der Rallycross-Trophy-Meisterschaft freuen.

Grund zur Freude hatte auch der Nordhesse Björn Barkhoff (Wichte). Der Rallycross-Nachwuchsfahrer sicherte sich nicht nur den hart erkämpften Sieg im Finale des Rallycross-Cups, sondern empfahl sich mit den Titeln in der Meisterschaft des Rallycross-Cups und der Junior Rallycross-Meisterschaft für höhere Aufgaben.
Am Ende zeigten sich Harald Kleemann (Möhnesee), Fachausschussvorsitzender für Rally- und Autocross, und Harald Köpf, Vorsitzender des MSC Schlüchtern, ebenso begeistert wie die Fahrer und Fans. „Wir haben spannende und faire Rennen gesehen, sodass wir jetzt schon zuversichtlich auf das kommende Jahr blicken“, so Köpf, der sich natürlich auch besonders darüber freute, mit dem Sieg von Lokalmatador Kirchhof einen Titel in die Region geholt zu haben.






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