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20. Mai 2012



SG Bad Soden steigt in die Gruppenliga ab

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Seit Sonntag kann der Rechenschieber beiseite gelegt werden: Aus quälender Ungewissheit ist bittere Realität geworden: Die SG Bad Soden ist in die Gruppenliga abgestiegen. Der Tabellenletzte unterlag in Korbach mit 1:5 (1:2). Ironie des Schicksals: Die komplette Konkurrenz spielte für die SG Bad Soden, eine Rettung am letzten Spieltag wäre möglich gewesen.

„Korbach war schlagbar. Letztlich sind wir aber nicht hier, sondern schon in der Vorrunde oder durch die Niederlagen in den entscheidenden Spielen gegen Willingen und Mengsberg abgestiegen“, sagte Spielausschussvorsitzender Karlheinz Helbig, der als einziger aus dem Vorstandsgremium vor Ort war. In die gleiche Kerbe schlug Mittelfeldspieler Philipp Noll, der zur Pause aufgrund von Übelkeit aus der Partie genommen werden musste: „Wir hatten ja gute Ansätze, haben hinten aber zu viele individuelle Fehler gemacht. So steigst du ab.“ Trost kam von Korbacher Seite. „Mir tut es für den Verein leid, dass er absteigen muss. Mit dem Vorstand sind wir immer sehr gut klar gekommen. Das einzig Positive aus unserer Sicht ist, dass wir nicht mehr die weite Strecke von mehr als zwei Stunden auf uns nehmen müssen“, erklärte Korbachs Obmann Andreas Penzenstadler.

Bad Soden konnte das Kapitel Verbandsliga schon nach 30 Minuten ad acta legen. Zweimal war die Abwehr nicht im Bilde, als Goalgetter Christoph Osterhold und sein Sturmpartner Lars Dohle eiskalt zuschlugen. Zuvor hatte Osterhold per Freistoß bereits die Latte getroffen. Soden zeigte sich zwar bemüht. Außer einem Kopfball von Hajdari, den Korbachs Keeper Mohr glänzend meisterte, herrschte beim Schlusslicht im Angriff aber Funkstille. Um so überraschender fiel kurz vor dem Seitenwechsel der Anschlusstreffer durch Halil Kutlu. Dieser traf mit einem 18-Meter-Schuss in den Winkel und sorgte damit für neuen Mut bei seinen Teamkollegen.

Nach der Pause sah sich die Soden angesichts der für die Mannschaft günstigen Zwischenstände der Konkurrenten aus Willingen, Wolfsanger und Mengsberg gezwungen, alles zu riskieren um dem Spiel noch eine Wende zu verleihen. Doch außer zwei Fernschüssen, die von Korbachs Keeper Mohr pariert wurden, sowie allzu viel Kleinklein im gegnerischen Strafraum hatte man in der Offensive nichts zu bieten.

Und die nun entblößte Deckung lud den Gegner zu Kontern ein. Ging Osterholds zweitem Treffer noch ein von dessen Bruder Jan-Hendrik getretener Freistoß und eine Kopfballablage Vogels voraus, so wurde Bad Soden bei den weiteren beiden Toren klassisch ausgekontert. Zunächst markierte Goalgetter Christoph Osterhold sein drittes Tor an diesem Nachmittag und das insgesamt 26. der Saison. Und kurz vor Schluss durfte dann auch noch Korbachs Arbeitsbiene im Mittelfeld, Jonas Will, endlich einmal als Torschütze in Erscheinung treten. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Sodens zehn „Mann“ starker Anhang bereits mit dem Abstieg abgefunden. Trainer Michael Mohr und Co-Trainer Michael Weidner saßen relativ emotionslos auf der Bank und analysierten im Zwiegespräch die Vielzahl an Fehlern, die letztlich nicht nur zu dieser, sondern auch zu einer Reihe von anderen Niederlagen und dem Abstieg geführt haben.

Bei der SG Bad Soden lässt man sich davon aber nicht unterkriegen: Bereits kurz nach Spielende verkündete man auf der Homepage: „Wir kommen wieder!“

Korbach: Mohr; T. Schade, Kinzel (83. Cramer), B. Schade (54. D. Will), J. Osterhold, C. Osterhold, Rösner, Dohle (70. Stracke), Vogel, J. Will, Pohlmann.
Bad Soden: Grauel; Eurich, Salomon, Seitz, Marx (74. Bothor), Moaremoglu, Kutlu, Noll (46. Emich), Keim, Hajdari, Degermenci (61. Albayrak).
Schiedsrichter: Pascal Loschke (Kassel). Zuschauer: 60. Tore: 1:0 Christoph Osterhold (14.), 2:0 Lars Dohle (29.), 2:1 Halil Kutlu (38.), 3:1 Christoph Osterhold (60.), 4:1 Christoph Osterhold (69.), 5:1 Jonas Will (85.).




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