SG Kressenbach/Ulmbach gewinnt wieder beim Dreikönigsturnier
Von Ralph Kraus
Steinau
Alle Jahre wieder: Die SG Kressenbach/Ulmbach hat das Hallenfußballturnier um den Dreikönigspokal des FV Steinau gewonnen. Gestern holte die Spielgemeinschaft in der Halle „Am Steines“ den ersten Platz zum dritten Mal in Serie.
Dabei hatte es zunächst für die Spielgemeinschaft gar nicht gut ausgesehen, denn das Auftaktspiel ging beim 1:2 gegen die A-Junioren der SG Bad Soden gründlich in die Hose. „Wie sagt man so schön: Wir sind schwer ins Turnier gekommen, haben uns dann aber nach und nach gesteigert“, schmunzelte Trainer Harald Kowarz, dessen Team danach beim 6:0 gegen Schwarzenfels den höchsten Tagessieg herausschoss und sich mit dem knappen 2:1 gegen Marborn für das Halbfinale qualifizierte.
Dort wurde es richtig spannend. Das Duell mit Mittelkalbach war ein prima Hallenspiel. Zwar ohne Tore, aber taktisch gut anzusehen. Beide standen nach hinten sicher, keiner ging Risiko, und weil keiner den nötigen Fehler machte, musste das Neunmeterschießen herhalten. Hier traf Kressenbach/Ulmbach fünfmal vom Punkt, während Mittelkalbachs Marco Gaul den einzigen Neunmeter verballerte.
Kaum weniger spannend verlief das zweite Halbfinale. Zwar hieß es nach Toren von Petrovic, Jöckel, Bese und Kalis bei einem Gegentor durch Orkan Albayrak am Ende 4:1 für Huttengrund gegen Bad Soden, doch Sodens junge Mannschaft hatte die Partie bis zwei Minuten vor Schluss offen gehalten.
Es folgte das Finale zwischen Kressenbach/Ulmbach und Huttengrund mit einer schnellen Entscheidung. Steffen Lotz und Kai Schultheis hatten bereits nach vier Minuten den 2:0-Sieg der Spielgemeinschaft dingfest gemacht. „Wenn man bedenkt, dass uns im Sommer Spieler wie Stadelmann oder Hohmann verlassen haben, die gute Hallenspieler waren, dann ist diese Erfolg umso höher anzusiedeln“, freute sich Harald Kowarz, der am Rande des Turniers offiziell seinen Abgang als Trainer von Kressenbach/Ulmbach bekanntgab.
„Ich wechsele im Sommer definitiv zu Alemannia Gedern in die Kreisoberliga Büdingen. Grund dafür sind rein sportliche Aspekte“, sagte Kowarz, der sich durchaus überraschten Gesichtern gegenüber sah, als er den Verantwortlichen der Spielgemeinschaft seine Entscheidung mitteilte. Mit Patrick Müller aus der A-Jugend von Buchonia Flieden haben die Ulmbacher indes ein Eigengewächs zurückgeholt. Er soll in der Restrunde die Offensive von Kressenbach/Ulmbach weiter beleben.
Ein zufriedenes Fazit zog man auch in Huttengrund. Während die Kressenbacher in der letzten Woche zweimal in der Halle trainiert hatten, um ein bisschen in Tritt zu kommen, hatten die Huttengrunder am Freitag nur ein einziges Mal in Altenhaßlau unterm Hallendach trainiert. „Vom Niveau her war das von unserer Seite absolut okay. Ich bin sehr zufrieden, wie sich die Mannschaft hier präsentiert hat“, sagte Volker Jöckel. Der Spielausschussvorsitzende coachte gestern anstelle des verhinderten Marco Roth.
Absolut positiv fiel auch das Fazit der Steinauer Verantwortlichen aus, nachdem das Turnier über 200 Besucher angelockt hatte und die Spiele fair verliefen. „Aber das sind wir ja aus den letzten 20 Jahren gewohnt“, schmunzelte Organisator Freddy Heiliger nachher.

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