Saisonbilanz der B-Juniorinnen von der JSG Altengronau/Jossa
Von Oswald Leibold
Jossa
Das ist doch mal was: Platz neun im zweiten Jahr der Zugehörigkeit zur Hessenliga bedeutete für die B-Juniorinnen des JSG Altengronau/Jossa den kaum gefährdeten Klassenerhalt.
Somit dürfen die fußballbegeisterten Teenager aus dem Sinntal im Spätsommer zu ihrer dritten Spielzeit in Hessens Oberhaus aufspielen. Im Regionalpokalwettbewerb musste man unter dem Hallendach im Winter dem Regionalrivalen SV Gläserzell noch den Vortritt lassen, im Feld rüttelten die Mädchen von Trainer Günther Seitz mit einem 7:6-Erfolg im Elfmeterschießen an dessen Thron. Dadurch für den Pokalwettbewerb auf Hessenebene qualifiziert unterlag man erst im Halbfinale gegen den 1. FFC Frankfurt, den Aufsteiger in die neu gegründete 1. Bundesliga der B-Juniorinnen.
Dass die Sinntal-Girls auch gegen diese Topteams mithalten können, bewiesen sie am letzten Spieltag der Hessenliga-Saison beim 4:2-Sieg bei Eintracht Frankfurt, dem zweiten für die deutsche Eliteliga qualifizierten Team. Nicht allein diese rein sportlichen Fakten lassen die Perspektiven des Mädchenfußballs im Sinntal in hellem Licht erstrahlen. „Wir waren in dieser Saison näher dran an den besten Mannschaften der Hessenliga, haben aber in vielen Begegnungen trotz überlegenen Spiels unglücklich verloren“, fasst Günther Seitz zusammen. „14 Punkte“, so rechnet der gar nicht so leicht zufriedenzustellende Analytiker vor, „hätten wir mehr holen können, aber im Abschluss haben wir zu viel liegen lassen“.
Was aber selbst Seitz nicht von der Hand weisen kann, ist die Tatsache, dass neun talentierte C-Juniorinnen, die bereits in der abgelaufenen Saison mehrfach bei personellen Engpässen ihre Feuertaufe mit Bravour bestanden, nachwachsen. Und das wird in der Saison 2012/13 auch vonnöten sein, denn mit Jenny Zeller, Nina Warnecke, Larissa Jordan, Elisabeth Seitz und Sofia Auth scheiden aus Altersgründen fünf Leistungsträgerinnen aus und sollen mithelfen, die in die Gruppenliga aufgestiegene Frauenmannschaft der SG Jossa dort zu konsolidieren.
Spiel- und Trainingsbetrieb von Mädchen und Frauen, im Spieljahr 2011/12 aus personellen Gründen untrennbar miteinander verbunden, werden ab der im Spätsommer beginnenden Vorbereitung wieder fein säuberlich getrennt. Denn nun stehen auch zahlenmäßig genügend Spielerinnen für die Frauenmannschaft bereit. „Außerdem ist es nicht optimal, mit 30 Spielerinnen zu trainieren“, gibt Günther Seitz zu bedenken. Co- und Torwarttrainer ist nach wie vor Norbert Zeller, Trainerin der Frauen bleibt Stefanie Warnecke, neuer Coach der B-Juniorinnen wird Stefan Klaus, Ehemann der bei den Frauen der SG Jossa spielenden Torjägerin Birgit Klaus. Seitz selbst will sich mehr und mehr um organisatorische Aufgaben kümmern.
Auch längerfristige Planungen verliert Seitz derweil nicht aus den Augen. Dessen Tochter Elisabeth sowie Nina Warnecke und Jenny Zeller werden in den Herbstferien die C-Trainer-Lizenz machen, um dann die jüngeren Jahrgänge im Training anzuleiten.
In der ersten Hessenliga-Saison reichte es zu Platz acht unter zwölf Mannschaften, heuer war es Platz neun bei 14 Teams. 21 Punkten der Premieresaison standen nun derer 30 bei vier mehr auszutragenden Spielen gegenüber. Besonders auffallend: Das negative Torverhältnis von 33:58 aus der Saison 2010/11 wurde auf den Kopf gestellt, lautete nun 49:43.
Herausragend war auch die Trainingsbeteiligung von vier Mädchen. Jenny Zeller und Celine Hock nahmen an 50 von 63 Übungseinheiten teil, was Platz drei bedeutete. Katharina Betz war 51-mal anwesend und belegte Rang zwei. Auf 55 Trainingsabende brachte es das fleißige Lieschen Sofia Auth, die sich dafür über ein kleines Präsent und einen Gutschein für eine Cocktail-Party freuen durfte.

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