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23. Juli 2010



Beach-Volleyball: Peter Wolf spielt bei der WM mit

BAD SODEN/KIEL Peter Wolf aus Bad Soden steht vor der spannendsten Woche seiner bisherigen Sportlerlaufbahn: Ab kommenden Mittwoch vertritt der 18-jährige Beachvolleyballer vom TV Salmünster die deutschen Farben bei der U-19-WM.

„Das ist das absolute Top-Highlight“, freut sich Wolf auf das Turnier in der portugiesischen Stadt Porto.

Seit dem 15. Juli befindet er sich im Trainingslager am deutschen Olympiastützpunkt in Kiel. Hier verpassen ihm die Bundestrainer des Deutschen Volleyball-Verbandes, Silke Lüdike und Leonard Waligora, den letzten Schliff. „Wir üben spielnahe Situationen und werden auch taktisch geschult. Die Bundestrainer gehen mit uns auf Feinheiten wie Raumaufteilung und die Kalkulation des Windes ein“, berichtet Wolf. In den ein bis zwei Trainingseinheiten täglich gilt es für ihn, mit seinem Spielpartner David Strobel aus Bad Saulgau an der Abstimmung zu feilen.

Zur weiteren Vorbereitung diente vergangenes Wochenende der Smart Beach Cup, ein international besetztes Männerturnier auf Fehmarn. Wolf und Strobel kamen zwar nicht über die Qualifikation hinaus, aber immerhin reichte es für einen Sieg über das zweite deutsche WM-Team, das für die Welttitelkämpfe auf Platz vier gesetzt ist. Den nächsten Test absolviert das U-19-Gespann ab heute auf einem weiteren Männerturnier in Westerstede nahe Oldenburg.

Anfragen aus der zweiten Liga

Ab Mittwoch dürfte dann so langsam der Adrenalinspiegel steigen, wenn von Hamburg aus der Flieger in Richtung Porto abhebt. Am Donnerstag wird es auch schon ernst: „Wir beginnen dann mit der Qualifikation. Ich denke, das müssten wir schaffen“, glaubt Wolf. Eine weitergehende Prognose vermag er jedoch nicht abzugeben: „Dafür kenne ich die Gegner zu wenig.“

Im Nationalkader ist Wolf seit längerem kein Unbekannter, hat er doch 2009 bereits die Europameisterschaft gespielt und auf Rang 13 beendet. Zur nationalen Spitze zählt er sowieso: Nach dem zweiten und dritten Platz bei den deutschen U-18- und U-19- Meisterschaften des vergangenen Jahres fuhr er im Juni mit seinem Salmünsterer Vereinskamerad Stephan Ottmann die deutsche Vizemeisterschaft der U 20 ein.

Von Kindesbeinen traditionelles Hallenvolleyball spielend, weiß Peter Wolf gar nicht mehr so genau, wann es ihn zur Strandvariante dieser Sportart verschlagen hat. „Ich muss so zwölf oder 13 Jahre alt gewesen sein. Auf jeden Fall war es im Italienurlaub“, erinnert er sich. Seine Eltern hätten damals ein Beachvolleyballturnier gespielt, und er sei am Strand so langsam mit eingestiegen.

Im normalen Volleyball spielt Wolf mit der Männermannschaft des TV Salmünster in der Bezirksoberliga. Ein Zweitspielrecht besitzt er für die TG Hanau, mit der er in der abgelaufenen Saison aus der Regionalliga abgestiegen ist. Die Zweitliga-Vereine Rüsselsheim und Waldgirmes haben schon die Fühler nach ihm ausgestreckt. „Es würde mich schon reizen, so eine Klasse zu spielen. Ich weiß aber noch nicht, was ich machen werde. Nach der Beachvolleyball-WM brauche ich erstmal eine Pause, dann sehen wir weiter“, verrät der angehende Zwölftklässler des Schlüchterner Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums. Über eines ist sich Peter Wolf aber gewiss: „Das soll nicht meine letzte Weltmeisterschaft gewesen sein.“


Von unserem Redaktionsmitglied
Christian Appel






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