Unfall zieht Abbruch des Finallaufs nach sich
Von Karlo Jörg
Schlüchtern
Sascha Hölzinger (Wächtersbach) und Bernd Kress (Freiensteinau) gewannen beim zweiten Lauf zum Bergwinkel-Autocross-Cup ihre Wertungsklassen. Ein glimpflich verlaufener Unfall erforderte im Finale einen vorzeitigen Abbruch.
Hochsommerliche Temperaturen und spannende, teilweise hart ausgetragene Duelle kennzeichneten den zweiten Meisterschaftslauf des diesjährigen Bergwinkel-Autocross-Cup, bei dem 52 Teams an den Start gingen.
Hochmotiviert zeigte sich der Wächtersbacher Sascha Hölzinger, der bei seinem VW Golf mächtig aufs Gaspedal trat und mit schnellen Rundenzeiten nicht nur der Schnellste der 2WD-Wertung war, sondern zugleich als Sieger des ersten Vorlaufs die Zielflagge sah. Dicht dahinter folgte ihm Routinier Bernd Kress (Freiensteinau) mit seinem Subaru Impreza, der stets in Schlagdistanz blieb, gefolgt von Hans Sachs (Mernes), der ebenfalls mit seinem Opel Astra in gewohnter Manier überzeugte.
„Mein Auspuff brach ab und durchstieß meinen Reifen, sodass ich vorzeitig aufgeben musste“, so Frank Börner (Elm), der mit seinem Seat Ibiza als Meisterschaftsführender gestartet war, sichtlich enttäuscht. Ähnlich wie Börner erging es einigen weiteren Autocrossern, die aufgrund technischer Defekte vorzeitig zur Aufgabe gezwungen wurden.
Auch beim zweiten Wertungslauf hatten die VW-Golf-Piloten klar die Nase vorn. So überquerte Andreas Teske (Bellings) als Sieger mit einem hauchdünnen Vorsprung die Ziellinie, gefolgt von den Markenkollegen Kevin Klug/Stefan Klug (beide Flieden), die sich mit einem Rückstand von nur zwei Zehntelsekunden vor den zahlreichen Zuschauern das wohl spannendste Duell des Tages lieferten. Auch das Opel-Kadett-Duo Benno Eich/Wolfgang König (beide Mernes) kam als Dritter des zweiten Vorlaufs noch vor dem ersten Allrad-Team ins Ziel.
Mit Spannung wurde nun von allen der abschließende, entscheidende Finallauf erwartet. Diverse kleine Touchierungen unterstrichen, wie hart um jede Position gekämpft wurde und wie man versuchte, jede noch so kleine Lücke für einen Überholvorgang zu nützen. So kam es, etwa nach einem Drittel der Renndistanz zu einem Unfall, bei dem der Merneser Hans Sachs durch den Aufprall seines Hintermannes mit seinem Opel Astra gegen die Leitplanke gestoßen wurde. Daraufhin wurde zunächst das Rennen unterbrochen und Sachs wurde zur ärztlichen Untersuchung in das Schlüchterner Krankenhaus gebracht, das der Merneser erfreulicherweise kurz darauf verlassen konnte.
Am Ende wurde der Finallauf gänzlich abgebrochen, war doch die Sicherheit der Rennstrecke nicht mehr vollständig gegeben – einer der wichtigsten Faktoren im Motorsport – und die Wertung anhand der Vorläufe erstellt. „Natürlich hätten wir uns einen schöneren Abschluß dieses Bergwinkel-Autocross-Cuplaufs gewünscht. Für uns war es jedoch besonders wichtig, dass Sachs heute noch wohlbehalten wieder zur Strecke zurückgekommen ist“, betonte Harald Köpf, Rennleiter und Vorsitzender des MSC Schlüchtern, der sich sicher ist, dass die hohen Sicherheitsvorkehrungen zum glimpflichen Ausgang dieses Unfalls beitrugen.

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