Sturmgefahr! Rhön und Vogelsberg schneien ab heute Nachmittag weiter ein

13. Dezember 2017
Region

Tweilweise heftiger Sturm und in den höheren Lagen auch viel Neuschnee: Das erwartet die Region in den nächsten Stunden laut den Meteorologen. Der Grund für die turbulente Wetterlage: Ein Tief folgt dem anderen.

Während es in einigen westdeutschen Mittelgebirgen bis Donnerstagabend bis zu 20 Zentimeter Neuschnee geben kann, könnten in den Rhön bis Donnerstagfrüh etwa 10 Zentimeter Schnee fallen, sagt Diplom-Meteorologe Adrian Leyser vom Deutscher Wetterdienst (DWD) auf Nachfrage dieser Zeitung.

Lifte auf der Wasserkuppe öffnen am Freitag - Langlauf aktuell weiter gut möglich

Nachdem der Skilift Zuckerfeld unterhalb der Wasserkuppe vorgelegt und bereits am vergangenen Wochenende den Lift geöffnet hat, zieht die Ski- und Rodelarena Wasserkuppe nach. Für Langläufer herrschen aktuell nach wie vor teilweise sehr gute Bedingungen.

„Wer am Wochenende ein schönes Winter-Wonderland erleben möchte, der muss sich einfach nur in die höheren Lagen begeben“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net. Laut DWD sollen die Niederschläge im Laufe des Mittwochnachmittags einsetzen.

„Anfangs wird das überall fast Schnee sein, dann wird die Schneefallgrenze aber auf etwa 600 Meter steigen“, erläutert DWD-Meteorologe Adrian Leyser, der auch in der Nacht zum Donnerstag in der Region weitere Niederschläge erwartet. „In den höheren Lagen der Rhön könnte bis Donnerstagfrüh etwa zehn Zentimeter Neuschnee fallen.“

Erster Skilift im Wintersportgebiet der hessischen Rhön nimmt Betrieb auf

Startschuss für die alpine Wintersport-Saison in der hessischen Rhön! Nachdem am vergangenen Wochenende bereits die Lifte im Vogelsberg am Hoherodskopf (Skilift Rennwiese) öffneten, können Ski- und Snowboardfahrer seit dem heutigen Samstag auch in Gersfeld die Piste runter düsen.

Aber nicht nur Schnee und Regen sind ein Thema, auch der Wind. Es wird wieder stürmisch. Besonders im Westen gibt es bis ins Flachland Sturmböen. „Vorsicht auf den Weihnachtsmärkten und bei Spaziergängen in Parks oder Wäldern! Äste können abbrechen, Bäume umstürzen“, warnt Wetter-Experte Dominik Jung. „Der Boden ist oftmals mit Nässe gesättigt und die Bäume haben schlechten Halt.“

In den Mittelgebirgen kommt es laut Jung „zeitweise zu schneesturmartigen Verhältnissen. Einzelne Straßen können zugeweht werden. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag erwarten wir einen Sturmschwerpunkt im Westen: Von NRW über Rheinland-Pfalz, das Saarland, Hessen und Baden-Württemberg werden zum Teil bis in tiefe Lagen schwere Sturmböen bis 100 km/h erwartet. Der Höhepunkt des Sturms wird kurz nach Mitternacht sein. Auf den Gipfeln der Mittelgebirge sind im Westen bis zu 120 km/h möglich.“

Alle Infos, alle Preise: Das sind die wichtigsten Skigebiete der Region

Zur Freude aller Wintersportle können endlich Skier, Snowboards, Schlitten und Co ausgepackt und die Pisten erobert werden. Hier erfahren Sie auf einen Blick alle wesentlichen Informationen zu den wichtigsten Skigebieten der Region.

Das bestätigt auch Adrian Leyser vom DWD, beruhigt aber etwas: „Es sind Windstärken von sieben bis acht, das heißt Windgeschwindigkeiten von 50 bis 75 km/h, drin, Donnerstagfrüh auch Spitzengeschwindigkeiten bis 85 km/h. Das heißt, es wird windig, kann auch unangenehm werden, aber das ist nichts Wildes. Nur in den Lagen von etwa 1000 Metern, im höheren Bergland, kann es auch Orkanböen geben.“ / sar