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So fuldisch schmeckt Heimat!

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Mit Kreativität gegen Fachkräftemangel: Region Fulda macht Gastronomen und Hoteliers Mut

Place to be“ für Fuldas Kreativwirtschaft– das Restaurant „heimat“. Florian Albinger, Julian Bolz, Katharina Most und Christoph Burkard (von links/alle Region Fulda GmbH) gönnen sich hier öfter mal eine kleine Auszeit.
Place to be“ für Fuldas Kreativwirtschaft– das Restaurant „heimat“. Florian Albinger, Julian Bolz, Katharina Most und Christoph Burkard (von links/alle Region Fulda GmbH) gönnen sich hier öfter mal eine kleine Auszeit. © Tobias Farnung

Die Zahl von elf Millionen Tagesausflügen pro Jahr beweist es eindrucksvoll: Der Landkreis Fulda – mit touristischen Aushängeschildern wie dem Biosphärenreservat Rhön und dem Sternenpark – ist ein Sehnsuchtsort für gestresste Großstädter. „Fulda hat keine Hektik und ist ausgeglichen – das ist unter anderem für viele Frankfurter sexy“, sagt Florian Albinger von der Region Fulda Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

Logo Gastgeber mit Herz
Logo Gastgeber mit Herz © Marktkorb

Von Mirko Luis

Der sympathische 27-Jährige kann das, wenn man auf seine Vita blickt, gut einordnen. Zog es ihn doch gleich nach seinem Abi an der Freiherr-vom-Stein-Schule in Fulda nach Sylt. „Da wusste ich, dass der Tourismus eine Branche ist, die cool ist und die knallt“, sagt der Social-Media-Jungmanager, der mit dem kreativen Team der Wirtschaftsförderer um Geschäftsführer Christoph Burkard herum Mutmacher-Kampagnen wie #fdkopfhoch oder #FDsupportyoulokals auf den Weg brachte. Das prägnante Video, das mit Unterstützung von Spitzenkoch Andreas Rau am Fuldaer Haus gedreht wurde, zeigt, was passiert, wenn sich der Gast sein Bier selbst zapfen und die Pfanne schwenken muss, weil das Fachpersonal wie vom Erdboden verschluckt ist.

Das Video, das mit der Aufforderung „Deine Gastronomie braucht Dich! Bewirb Dich jetzt!“ endet, stellt die Lage freilich etwas übertrieben dar, trifft aber des Pudels Kern. So haben der Gastronomiebranche in Osthessen, beschleunigt durch Corona, bereits ein Viertel der Beschäftigten den Rücken gekehrt. Viele von ihnen sahen einfach keine Perspektiven mehr. Zumindest vorübergehend. Florian Albinger kann das gut nachvollziehen. Befand er sich doch nach seinem Dualen Studium der Internationalen Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Hotelmanagement in Freiburg (Baden-Württemberg) und einem Job im Kongresshotel Esperanto selbst in Kurzarbeit, bevor ihm eine glückliche Fügung des Schicksals zu seinem heutigen Job verhalf. Ein Mitarbeiter der Dachmarke Rhön, der Albinger mal bei einer Führung im Betrieb von Jürgen H. Krenzer (krenzers rhön) erlebt, den Bachelor-Absolventen auf der Straße wiedergetroffen und von dessen Kurzarbeit erfahren hatte, stellte einen Kontakt zu Christoph Burkard her.

Was, Du studierst Kellner?

„Wobei das Projekt zur Förderung der Gastronomie, was wir seinerzeit in der Pipeline hatten und für das wir Leute suchten, leider nicht zustande kam“, blickt Christoph Burkard heute zurück. Ass im Ärmel von Florian Albinger war zum einen dessen hohe Social-Media-Affinität und zum anderen dessen Know-how, das sich dieser durch die Kombination seiner Ausbildung bei krenzers rhön und des besagten Dualen Studiums erarbeitet hatte. Burkard ließ das Talent nicht ziehen. Albinger nahm die Chance dankbar an, lebt täglich seinen Traum und weiß wie kein Zweiter, wo der Hebel anzu- setzen ist. Fragen wie „Was, Du studierst Kellner?“, die er selbst gestellt bekam, deuten auf ein gesellschaftliches Imageproblem von Berufen hin, die in Wirklichkeit grundsolides Handwerk und eine Dienstleistung sind, die niemand in der Bevölkerung auch nur einen Tag lang missen will. Hinzu kommt die wirtschaftliche Bedeutung der Gastro-Branche für Osthessen, ablesbar an 5000 Arbeitsplätzen in der Region.

11 Millionen

Tagesausflüge pro Jahr bedeuten für Osthessens Gastronomie eine Riesenchance. Mehr als die Hälfte der Tagesausflügler und der Besucher in der Rhön sind Einheimische. „Mit jedem Besuch einer Gaststätte in der Heimat fördern wir somit direkt die touristischen Trümpfe unserer Region“, sagt Regionalmanager Christoph Burkard.

Zu den großen Stärken der hiesigen Gastronomen und HoteliersgehöredasZusammengehörigkeitsgefühl und Miteinander, betonen Albinger und Burkard. Während in anderen Regionen Deutschlands einer dem anderen nicht die Butter auf dem Brot gönne, „wird sichbei uns gegenseitig gehol-

fen, ausgetauscht und unterstützt“. Ein Beispiel hierfür sei das Fuldaer Genussfestival, bei dem regionale Caterer, die normalerweise im Wettbewerb miteinander stehen, gemeinsam für die Genießer-Region Fulda auftreten und werben. Und es gibt gute Nachrichten. Während bei Großevents wie Landesgartenschau üblicherweise Großcaterer zum Einsatz kommen, sollen bei der Landesgartenschau in Fulda (2023) regionale Anbieter zum Zuge kommen – und die Wertschöpfung damit in der Region bleiben. „Das ist eine Riesensache, die der Branche Rückenwind gibt“, so Burkard.

Weinverkostung und Plausch mit dem Ex-Chef: Florian Albinger und Jürgen Krenzer bei der Verkostung von drei Rhöner Weinkreationen.„krenzers rhön“ ist Teil der Initiative„wertfoll“und gehört zu den bundesweit bekannten Tourismus-Vorzeigebetrieben
Weinverkostung und Plausch mit dem Ex-Chef: Florian Albinger und Jürgen Krenzer bei der Verkostung von drei Rhöner Weinkreationen.„krenzers rhön“ ist Teil der Initiative„wertfoll“und gehört zu den bundesweit bekannten Tourismus-Vorzeigebetrieben © Region Fulda GmbH

Auch das zentrale Jubiläum „200 Jahre Landkreis Fulda“, zu dem fünfstellige Besucherzahlen erwartet würden, sowie zahlreiche weitere Feste und Feiern in der Region, die nach der langen Corona-Zwangspause viel aufzuholen habe, stärke die Auftragslage und somit das Rückgrat der Gastrono- mie. „Wir sind überzeugt, dass unsere Gastronomen in der Lage sind, die Herausforderungen zu stemmen“, zeigt Christoph Burkard Zuversicht, dass nicht nur die Abwanderung von Fachkräften gestoppt werden kann, sondern Gastro-Profis, die abgewandert sind, zurückkommen.

25 Euro

Soviel lässt durchschnittlich ein Tagesbesucher in der Rhön beim Verzehr von Essen und Bestellen von Getränken da.

Ungeachtet dessen befinde man sich mit den Akteuren der Branche zur Lösung des „Fach- und Führungskräftemangels“ in einem engen Dialog und werde weiterhin aktiv die Rolle des Mutmachers ausfüllen. Die Branche brauche Leute, die bereit seien, „wirklich Verantwortung zu übernehmen“. Und die gebe es nach wie vor genügend. Wobei es, wie Florian Albinger berichtet, durchaus Anfragen von zahlreichen Gründerinnen und Gründern gebe, die mit einem eigenen Café- oder Restaurant-Label – meist mit nachhaltigem Ansatz und Lieferanten aus der Region – durchstarten wollten. Hauptproblem für sie sei derzeit vor allem, bezahlbare Locations für ihre Pläne zu finden. „Wir haben zwar keine Fördergelder in originärem Sinne, aber wir haben ein Netzwerk,das unfassbar gut funktioniert“, ergänzt Regionalmanager Burkard mit Blick auf die Dachmarke Rhön und die Ökomodellregion.

5000

Arbeitsplätze gibt es in der Region im Hotel- und Gaststättengewerbe.

Nicht zu vergessen das 2020 an der Hochschule Fulda gegründete und vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderte „Green Food Cluster“, das Innovationen in der Lebensmittelbranche noch viel stärker mit dem Thema Nachhaltigkeit verbinden will. „Wenn all die genanten Akteure in eine Richtung einzahlen, dann haben wir sehr gute Voraussetzungen für eine nachhaltige und lebenswerte gastronomische Zukunft in unserer Region“, blickt Burkard nach vorn. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Region Fulda sei hierbei ein wichtiger „Katalysator und Dienstleister“ zugleich.

Touristikstadt durch und durch

„Aus Hotelsicht macht sich Fulda gerade richtig schick“, wendet sich Experte Florian Albinger einer weiteren Beobachtung zu. So sei Fulda eine der kleinsten Städte in Deutschland, in der sich die Hotelkette „B & B“ angesiedelt habe. Auch das moderne Holiday Inn Express passe gut zu Fulda. „Die zentrale Lage in Deutschland macht uns als Touristikstadt für weitere Hotelgruppen interessant“, ist sich Albinger sicher. Mit Blick auf die Speisekarten angesagter Locations hat Fulda schon heute die Bezeichnung „Kreativstadt“ verdient. Wer’s nicht glaubt, wird seine Meinung spätes- tens in der angesagten Location „heimat“ ändern, in der es nicht nur die passende Stulle zu bekannten Orten der Region, sondern mit dem „Hochrhöner Schwartenmagen-Burger“ einen neuen Kult-Kandidaten gibt.

15.000

Plätze stehen den Gästen in gastronomischen Einrichtungen der Region zur Verfügung.

Obgleich es viele weitere Bars, Kneipen und Restaurants gebe, die den Regio-Trend bei Speisen erkannt und aufgenommen hätten, braucht Fulda nach Ansicht von Albinger definitiv noch etwas Trendiges wie bei- spielsweise eine Rooftop Bar, einem eleganten Treffpunkt auf dem Dach eines hohen Gebäudes, an dem man chillt und sich etwas gönnt. Mutmachern wie Florian Albinger gehen die Ideen scheinbar nie aus. Gut so!

Soll ich selbst das Bier zapfen?

Interessierte können sich die von der Region Fulda GmbH initiierte Gastronomie-Kampagne auf YouTube hier ansehen.

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