Bausubstanz schlechter als erwartet – Herrenhaus-Umbau wird neu geplant

15. Januar 2015
Eichenzell

Der Umbau des Herrenhauses in Eichenzell für ein Wohnprojekt des Antoniusheims wird länger dauern als geplant. Bei einer Untersuchung des historischen Gebäudes zeigte sich, dass die Bausubstanz schlechter ist als bisher angenommen. Jetzt ruhen die Arbeiten. Es wird neu geplant.

„Diese Atempause bringt uns neue Perspektiven. Wir können jetzt vermutlich den Aufzug in die Immobilie integrieren und vielleicht ein oder zwei Apartments mehr schaffen als bisher geplant", sagt Antoniusheim-Geschäftsführer Rainer Sippel. Bislang war geplant, den Aufzug in einem Anbau unterzubringen.

In enger Abstimmung mit der Denkmalpflege, dem Landeswohlfahrtsverband und dem Land konzipiere das Fuldaer Architektenbüro Reith & Wehner das rund eine Million Euro teure Projekt jetzt neu. Die Grundarchitektur des Hauses solle unverändert bleiben, aber das Dachgeschoss soll nun ausgebaut werden. Für den Gewölbekeller ist eine neue Nutzung möglich: Er könnte zu einer Begegnungsstätte für Menschen werden, die innerhalb und außerhalb des Herrenhauses leben.

Im Herrenhaus neben der Eichenzeller Kulturscheune wollen das Fuldaer Antoniusheim und der 2010 gegründete Verein „Leben und Arbeiten in Eichenzell" 13 Apartments für Menschen mit Behinderung errichten, davon sollen vier rollstuhlgerecht sein. Im Erdgeschoss und im Obergeschoss sind mehrere Gemeinschaftsräume geplant.

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