Fotos: Ralph Leupolt

Funkelnde Sterne am Foaset-Himmel: Erste FKG-Fremdensitzung in der Orangerie (mit Video)

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Die Erste Fremdensitzung der Fuldaer Karneval-Gesellschaft (FKG) im großen Saal der Orangerie ist in vollem Gange. Das gut aufgelegte Publikum spart nicht mit Beifall für die Programmpunkte.

Von unserem Redaktionsmitglied Anja Trapp

Schmissige Klänge, tänzerische Höchstleistungen und spitzfindige Büttenreden sowie mitreißende Gesangseinlagen ließen die Besucher der Ersten Fremdensitzung der Fuldaer Karneval-Gesellschaft (FKG) im großen Saal der Orangerie, dem Stadtsaal, in Fulda ein wahres Feuerwerk der guten Laune erleben.

Mit Lichterketten als Haar- oder Halsschmuck

Einige der Besucher hatten sich das Motto der FKG, „Sternenstadt Foll – Foaset is doll“ zu eigen gemacht: Mit Lichterketten als Haar- oder Halsschmuck versehen, erstrahlten sie den Saal. Überhaupt waren die närrischen Gäste zwar am Anfang etwas zögerlich, aber dann richtig in Feierstimmung.

Zu den Klängen des Musikzuges der Bürger- und Prinzengarde zog die große Mannschaft um Sternenprinz Harald LXXIX. (Ortmann) mit seinen Adjutanten Jochen Gemming und Ralf Schultheis, Prinzenmariechen und Prinzentochter Luca Ortmann, der Ordonanz Stefan Labendsch und Zero Michael Rutkowski sowie dem großen Gefolge der FKG in den Saal ein.

Schlag auf Schlag

In seiner Ansprache wünscht Sternenprinz Harald allen Aktiven viel Erfolg und dem Abend einen gedeihlichen Verlauf. Und dann ging alles Schlag auf Schlag: Schwungvoll ließ Prinzenmariechen Luca die Beine über die Bühne wirbeln und sehr zur Freude aller Anwesenden tanzte bei der Zugabe die gesamte Prinzenmannschaft mit.

Auch die noch sechs verbliebenen Mädchen der Sternchen überzeugten mit ihrem Gardetanz, ebenso wie das Tanzduo der ehemaligen FKG-Tanzgarde. Mit viel Akrobatik gespickt war der Solotanz von Tanzmariechen Maia Werner. Für ihre gelungene Tanzdarbietung erhielt sie viel Beifall. Apropos Beifall: die 16 jungen Frauen der Präsidentengarde des Karnevalvereins Dipperz bewiesen, wie schwungvoll und exakt ein perfekter Gardetanz sein kann, und erhielten dafür tosenden Applaus.

Entführt in ein American Diner

Die Kleinsten des Vereins, die FKG-Teenys entführten in ihrem zauberhaften Showtanz die Besucher in ein American Diner. Pure Körperbeherrschung und außergewöhnliche Akrobatik, bei dem der Zuschauer bald eher an einen Chiropraktiker dachte, präsentierten die Funtastix aus Welkers, bevor „Sir Tanzelot beim Rittersport“, die Showtanzgruppe aus Großentaft das närrische Publikum mit auf ihre Burg nahm.

Er hat keinen leichten Job – gemeint ist die Rolle des Protokollers bei einer Fremdensitzung. Gut gemeistert hat dies FKG Vize-Präsident Dr. Frank Steinhauer. Mit spitzer Feder, nein Zunge, nahm er in seiner Sprechstunde als Doc von Foll die große und die kleine Politik genauestens unter die Lupe. Egal ob Trump, Putin, oder Boris Johnson, SPD, CDU/CSU, alle bekamen ihr Fett weg.

Heimische Politik und das Feiern in Foll

Aber auch die heimische Politik und das Leben und die Feiern in Foll untersuchte er sehr genau. So stellte er fest: „Was Ex-OB Möller eisern sparte, egal was es koste. Wie einst Fürstabt Placidus von Droste. Fürstabt von Schleiffras gab es sinnvoll wieder aus, wie heute Wingenfelds Heiko – aus die Maus“.

Und das der närrische Nachwuchs der FKG sich in Sachen flotter Sprüche nicht verstecken muss, bewiesen die Klamottos. Mit humorigen Sprüchen über Sternenprinz und Elferrat und dessen Trinkgewohnheiten sowie über die Sternenstadt hatten sie die Lacher auf ihrer Seite. Aber auch Greta Thunberg wussten sie zu parodieren. Denn mit ihren Worten ist die Umweltaktivistin die Frau, die freitags nicht kann.

Über Erlebnisse einer Busreise

Zum ersten Mal auf der Stadtsaal-Bühne war Tatjana Steinhauer als Zwiegesprächspartnerin von Marion Dudyka zu sehen und zu hören. Gekonnt plauderten und sangen die beiden als Martha (Dudyka) und Luise (Steinhauer) über ihre Erlebnisse einer Busreise mit Verkaufsveranstaltung sowie über ihre Ehemänner.

Als „Frau Merke“ war sie viele Jahre bekannt. Jetzt kam sie wieder auf die Bühne mit einem Soloprogramm. Die Rede ist von Marianne Link. Als Hexe vom Hexenturm fand sie spitzfindige Worte für die Kirche und den Klerus, wusste aber auch so einiges über das Fuldaer Jubiläum oder das Genussfestival zu berichten.

Ein Kracher

Er ist und bleibt ein Kracher: Markus Hackenberg. Als Postler berichtete er über Annegret Kramp-Karrenbauer genauso wie über den Flora-Lilien-Diebstahl und das Fulda-Jubiläum. Aber als er die Briefe an den OB vorlas, hatten so einige Gäste Tränen in den Augen vor Lachen. Er schilderte unter anderem, wie die Ex-Prinzen und Brüder Alexander und Markus Günther sich als Hessentagspaar bewarben.

Dass die Mundart, also Rhöner Platt wichtig sei, bewies Bauer Habersack alias Michael Bleuel in seinem Rhön-Rapp-Vortrag. Und schon fast erwartet, seine Zugabe. Das Lied vom Zwibbelsploatz.

Zum Mitsingen und Schunkeln

Foaset Hits zum Mitsingen und Schunkeln brachten die Fastnachtssänger gekonnt dar. Natürlich durften neue Songs im Repertoire nicht fehlen. Das närrische Publikum war begeistert und sang und schunkelte kräftig mit. Zuvor hatten sie ganz am Anfang, gemeinsam mit Sternenprinz Harald die Narrenschar gesanglich auf den Abend eingestimmt.

Schmissige Klänge erschallten bei der tollen Bühnenshow des Musikzuges der Bürger- und Prinzengarde, die Stefanie Schwan dirigierte. Und zum guten Schluss heizte die vierköpfige Band „Vier gewinnt“ vor dem Finale noch einmal mit Stimmungsliedern und „Kölsche Tön“ nochmals kräftig ein.

Ein Abend der guten Unterhaltung

Spätestens da hielt es keinen mehr auf seinem Stuhl. Vor der Bühne und in den Gängen wurde geschwoft und gerockt, was das Zeug hielt. Durch das kurzweilige Programm führten FKG-Präsident Michael Hamperl mit seinen Vize-Präsidenten Dr. Frank Steinhauer und Johannes Günther. Alles in allem ein Abend der guten Unterhaltung.

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