Fotos: Elisabeth Schmitt

Narrensitzung der FFW Huttengrund: Feuerwehrleute feiern unter dem Motto Dschungel

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Romsthal - Statt Blaurock und Helm trugen die Huttengrunder Feuerwehrleute am Samstag Tropenanzüge, Fellkleidung und Tierperücken. Es war Fastnacht unter dem Motto „Dschungel“ angesagt.

Von Elisabeth Schmitt

Seit Jahrzehnten ist die Fastnachtssitzung der Huttengrunder Feuerwehr ein Anziehungspunkt für Faschingsfreunde. Sie kommen aus der gesamten Stadt und der Umgebung. Auch Bürgermeister Dominik Brasch, Altbürgermeister Lothar Büttner, Stadträte und weitere Prominente hatten ihre helle Freude an dem bunten Programm.

Feuerwehr-Vorsitzender Stefan Till hatte in der Begrüßung eine Lösung zur Finanzierung anstehender Projekte wie die Sanierung der Spessart-Therme: „Wir schicken unseren Bürgermeisterchamp zu RTL ins Dschungelcamp.“ Informativ, charmant und mit Humor führte Jürgen Heyer durch den Abend und bat als ersten Akteur Stadtverordnetenvorsteher Erwin Faulstich in die Bütt. In den 1980er Jahren selbst vielfacher Sitzungspräsident, schlüpfte dieser nun in die Rolle eines Lehrlings bei der Stadt und plauderte einiges aus. So sei es anfangs seine Aufgabe gewesen, die Fenster zu schließen, damit die Bürger nicht hörten, wenn der damalige Bürgermeister laut wurde. Und in Mernes musste er zur Kirmes kontrollieren, dass kein Tröpfelbier in die Jossa floss.

Yoga und andere Fitnessthemen

„Ich war zuerst Börsenmakler, da habe ich Kohle zu Asche gemacht, jetzt mache ich Asche zu Kohle“, plauderte Dominik Bös als angeblicher Bestatter über seine Berufswahl. Er arbeite mit einem schwedischen Möbelhaus zusammen, dessen Logo Ikea gut zu ihm passe: „Ich kriege euch alle“. Um den Corona-Virus müsse man sich keine Sorgen machen, der halte nicht lange, dank „Made in China“.

Nicht nur um ihr eigenes Wohlbefinden kümmerten sich Daniela Heyer und Annette Schunder in einem Zwiegespräch über Yoga und andere Fitnessthemen. „Warum ein Sixpack, wenn ich ein ganzes Fass haben kann“, fragten sie und hatten es dann eilig nach Hause zu kommen, wo sie ihre Männer auf dem Sofa liegend wussten. „Wir gehen jetzt nach Hause und drehen sie um, damit sie sich nicht wundliegen.“ „Freibier für Fasching“ statt „Fridays for Future“ forderte „Greta“ (Steven Lehmann) mit „FFF“. „Teller leer essen bringt Sonnenschein“, sei Kindern immer erzählt worden, aber die Folgen seien „dicke Kinder und zu viel CO2“.

Publikum feierte die Redner

Diverse Pizzasorten pries „Pizzabäcker“ Tobias Jöckel an, darunter „Pizza kalte Zone“ und „Pizza fünfte Jahreszeit mit Schnee von gestern“. Er verriet: „Ich kauf mir eine Gulaschkanone und bin nun ein Supp-Unternehmen.“

Das Publikum feierte die Redner, ließ „Luftballons“ statt „Raketen“ steigen und hatte seine helle Freude. Dazu trugen auch die Aufritte der Tanzgruppen Grüne Garde (Leitung: Monique Radauscher) und Marborner Funken (Lea Marie Frischkorn aus Marborn) sowie die Präsidentengarde und die Showtanzgruppe (jeweils Joana Ziegler) der SG Jossa bei. Viel Applaus gab es für die Gruppe Happy Feet mit ihrem originellen Oma-Tanz.

Vor dem großen Finale sorgte der Elferrat (Trainerin Daniela Heyer) mit einer Dschungeltanzshow für den Höhepunkt und zugleich den Abschluss des mehrstündigen Programms, ehe die Jugendfeuerwehr ihr Schätzspiel auflöste und zur Musik der „Nachtschwärmer“ noch lange gefeiert wurde.

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