Fotos: Ralph Leupolt

Wegen des schlechten Wetters: 20.000 Besucher weniger beim Fuldaer Romo (große Bildergalerie)

  • schließen

Fulda - Ja, es war kalt. Und ja, es regnete. Aber: Der Sturm blieb aus. Und der Rekord-Umzug in Fulda konnte am Rosenmontag in vollem Umfang stattfinden. 4400 Zugteilnehmer und 50 000 Zuschauer feierten den Romo 2020 ausgelassen.

Von unserem Redaktionsmitglied Jessica Vey

Erleichterung war zu spüren. Und Freude. Am Rosenmontag standen Tausende Karnevalisten in der Leipziger und der Kurfürstenstraße in Fulda bereit. So wie im vergangenen Jahr. 2019 ist Hessens größter Rosenmontagsumzug nur eine halbe Stunde vor dem Start abgesagt worden – wegen Sturms. Dieses Jahr war einige Tage vor dem Fastnachtswochenende auch wieder Sturm vorhergesagt.

Heftige Böen sorgten für einige Absagen am Fastnachtssonntag. Doch der starke Wind ließ in der Nacht zum Rosenmontag nach. „Gott sei Dank“, sagt Hans-Jürgen Dröge, Romo-Koordinator der Fastnachtsgesellschaft Fulda (FKG). „Hätte der Umzug das zweite Mal in Folge ausfallen müssen, wäre das eine Mega-Enttäuschung gewesen. Da hängt monatelange Vorbereitung dran.“

Narren trotzten dem Regen

Doch schon am Sonntag sei absehbar gewesen, dass der Romo auf jeden Fall stattfinden kann. „Da waren wir sehr froh drum“, so Dröge. Zwar war es nicht windig, aber es nieselte durchgehend und bei circa sechs Grad bekamen viele kalte Finger. Der Stimmung tat es aber offensichtlich keinen Abbruch. Die Narren trotzten dem Regen und die Freude über den stattfindenden Umzug überwog.

„Wir kommen jedes Jahr zum Umzug. Nachdem er letztes Jahr ausgefallen ist, haben wir uns dieses Jahr umso mehr gefreut“, sagt Agnes White. Die 34-jährige Fuldaerin ist mit Familie und Freunden zum Zuschauen gekommen. „Die Kinder erleben den Umzug zum ersten Mal. Es ist zwar kalt, aber wir freuen uns.“

Rekord bei den Teilnehmern

Dröge berichtet, die Zuschauerzahl lag bei circa 50 000. Das sind 20.000 weniger als sonst. 2018 waren es 70.000. Er ist sich sicher: Das lag am Wetter. „Ich glaube, viele waren auch wegen des Sturms am Sonntag noch verunsichert.“ Aber immerhin konnte der Organisator einen Rekord bei den Teilnehmern verkünden. Dieser war bereits erwartet worden. Weil aber der Kinderumzug am Sonntag ausgefallen ist, stieg die Teilnehmerzahl noch einmal, weil 100 Kinder dazukamen. „Wir haben noch vier zusätzliche Gruppen integriert“, erklärt der Koordinator. Somit zogen insgesamt 4400 Karnevalisten vom Bahnhof durch die Innenstadt.

Organisationsteam „rundum zufrieden“

Trotz der geringeren Besucherzahl ist das Organisationsteam „rundum zufrieden“, so Dröge. „Es waren tolle Kostüme und Motivwagen dabei. Der Straßenkarneval in Fulda ist einfach wunderschön.“

Wie die Polizei in einer Pressemeldung bekannt gab, kam es „außer einigen Platzverweisen und einer Festnahme“ zu keinen nennenswerten Zwischenfällen. „Die Verkehrsbeeinträchtigungen im Innenstadtbereich bewegten sich im erwarteten Rahmen“, heißt es weiter.

Frau läuft über Gleise

Wie die Bundespolizei berichtet, war eine 29-jährige Bad Hersfelderin im Bereich des Stellwerkes im Bahnhof Fulda über die Gleise gelaufen, weil sie ihre vergessene Handtasche aus einem bereits abgestellten Zug holen wollte. Die Hersfelderin wurde von Bundespolizisten aufgegriffen.

Wegen des Vorfalles waren alle Gleise für rund zehn Minuten aus Sicherheitsgründen gesperrt. Gegen die Frau wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren