Fotos: Sebastian Kircher/Lisa Laibach

Weiberfastnacht bei der Palliativstiftung mit Prinzeneinmarsch

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Heute ist Weiberfastnacht. Bevor am Abend die Bürgerhäuser der Region von den närrischen Frauen zum Kochen gebracht werden, wird seit dem Vormittag bereits bei der Deutschen Palliativstiftung gefeiert.

Die Räumlichkeiten der Stiftung am Bahnhof sind bunt dekoriert – mit Totenköpfen. Man habe sich vom mexikanischen „Tag der Toten“ inspirieren lassen, sagt Elke Hohmann, Geschäftsführerin der Palliativstiftung. Die Organisation möchte mit der Feier die Themen Tod und Trauer in die Öffentlichkeit rücken.

„Der Tod ist in unserer Gesellschaft ein Tabu geworden. Aber er gehört zum Leben dazu“, erklärt sie. Das wurde auch bei der Feier deutlich: Dort wurde auch des kürzlich verstorbenen FKG-Ehrenpräsidenten Gerhard Dechant gedacht, der voriges Jahr noch mitgefeiert hatte. „Gerhard hat uns immer unterstützt, und es wäre in seinem Sinne gewesen, dass wir es heute krachen lassen“, betont Hohmann.

Sternenprinz lobt Arbeit der Stiftung

Die Fuldaer Vereine unterstützen das Anliegen gern. Neben der FKG sind auch die Brunnenzeche, die Aschenberger Wolkenkratzer sowie die Mattebiddel aus Kämmerzell einmarschiert. Sternenprinz Harald Ortmann lobte die Arbeit der Stiftung: „Das ist sagenhaft, was ihr hier macht. Sich um die Sterbenden zu kümmern, ist eine Aufgabe, die zum Leben dazugehört. Eines Tages verlassen wir alle unsere schöne Erde – und strahlen dann als kleine Sternlein weiter am Himmel.“

Der Prinz rief den Gästen zu: „Ihr seid nicht allein – Föllsch Foll hinein.“ Wie es sich für einen ordentlichen Einmarsch gehört, wurden dann auch Orden ausgetauscht. Auf dem Orden der Stiftung ist – natürlich – ein Totenkopf zu sehen. / kir

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