Manfred Stumpf (links) und seine Tochter Tamara haben beim Benefizfest viel Unterstützung aus dem Dorf und den umliegenden Orten erhalten. / Foto: privat

18.000 Euro für kranke Kinder und ihre Eltern beim Benefizfest

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Ehrenberg - Genau einen Monat ist es her, dass in Ehrenberg-Wüstensachsen ein außergewöhnliches Benefizfest gefeiert worden ist. Jetzt teilt die Familie Stumpf mit: Es ist dabei ein Betrag von mehr als 18.000 Euro zusammengekommen, der kranken Kindern und ihren Familien zugute kommt.

Von unserem Redaktionsmitglied Jessica Vey

Dieses Fest zeigt zweierlei: Zum einen, dass vielen die Geschichte von Tamara Stumpf aus Wüstensachsen nahegeht. Und: Dass die Menschen in Ehrenberg zusammenhalten und sich engagieren. Bei einem dreitägigen Benefizfest Anfang September sind 18.000 Euro an Spenden zusammengekommen, wie Manfred Stumpf aus Wüstensachsen erklärt. „Da bin ich sehr stolz drauf“, freut er sich.

Es war immerhin seine Idee: Weil seine Tochter Tamara (12) vor zwei Jahren die Diagnose Leukämie bekam, wollte er der Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg etwas zurückgeben. Die Initiative hat die Familie Stumpf enorm unterstützt, als Tamara damals in der Würzburger Klinik stationär behandelt wurde.

Viel Unterstützung für das Fest

Weil Manfred Stumpf auch Ortsvorsteher in Wüstensachsen ist, hat er bei den Vereinen im Ort für ein Fest geworben. Sein Vorschlag stieß auf viel Zustimmung. Und was zunächst auf einen Tag begrenzt sein sollte, wurde schnell größer.

Das Benefizfest erstreckte sich über drei Tage – ein Wochenende lang wurde im und rund um das Ehrenberger Bürgerhaus gefeiert. Ein Dutzend Vereine, Ortsbeiräte aus den umliegenden Dörfern und viele weitere Engagierte haben sich eingebracht, ihre Hilfe angeboten, haben Kuchen gebacken und Dienste übernommen. „Um die 90 Kuchen wurden verkauft“, erzählt Manfred Stumpf.

Ob die Party im Jugendraum Wüstensachsen, das Menschen-Kickerturnier, die Musik von hiesigen Musikgruppen und Blaskapellen, das Weißwurst-Frühstück, die Tombola: „Die Programmpunkte wurden gut angenommen und der Festplatz vor dem Bürgerhaus war gut besucht“, blickt Stumpf zurück. Auch Tamara hatte viel Spaß – unter anderem beim Kinderschminken.

Demnächst Spendenübergabe

Ihr geht es zwei Jahre nach der Diagnose Leukämie besser: „Aber eventuelle Folgen der Chemotherapie und das Risiko von Rückfällen werden unsere Tochter ihr Leben lang begleiten“, sagt Vater Manfred.

Die Familie Stumpf freut es, dass so viele Spenden zusammengekommen sind. Demnächst soll die Spendenübergabe an die Elterninitiative stattfinden. Auch der Verein ist überwältigt von der Aktion. „Dass Privatpersonen so etwas auf die Beine gestellt haben, ist eine Wahnsinnsleistung. Und wir sind total stolz, dass das für unseren Verein gemacht wurde“, sagt Jana Lorenz-Eck, Vorsitzende des Vereins Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg.

Der Verein unterstützt betroffene Familien in der Klinik, beispielsweise durch die Finanzierung zusätzlicher Arzt- und Schwesternstellen, durch psychosoziale Betreuung und durch die Bereitstellung von Elternwohnungen. Viele der Mitglieder – es gibt 700 passive und davon circa 30 aktive – haben selbst Erfahrungen mit leukämie- und tumorkranken Kindern gemacht.

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