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20.000 Markklößchen für den guten Zweck: Omas wollen neuen Rekord

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Maulkuppe - Neun Omas haben sich zusammengetan, um Markklößchen zu rollen. Und das in großem Stil: Sie wollen bis zum Wochenende die Zahl von 20.000 Klößchen erreichen.

Von unserem Redaktionsmitglied Jessica Vey

Knochenmark, eingeweichte Brötchen, Eier, Petersilie, Salz, Pfeffer, Muskatnuss – das sind die Zutaten für Markklößchen-Teig. Dann geht’s ans Rollen. Die kleinen Klößchen wandern dann in eine Brühe. Fertig ist die Markklößchen-Suppe. Dass Omas dieses Rezept besonders gut beherrschen, das beweisen die „Markklößchen-Omas“. Sie sind eine Gruppe von Frauen im Alter von 67 bis 82 Jahren – darunter Mütter von Gastronomen aus der Region.

Seit Anfang November treffen sich die neun Omas zum Markklößchenrollen. Die Klößchen sollen am Weihnachtsmarkt am Fuldaer Haus auf der Maulkuppe (Poppenhausen-Steinwand) für einen guten Zweck verkauft werden. Das Ziel: 20.000 Stück.

Idee entstand vor drei Jahren

Bis Mittwoch haben sie 15.000 Klößchen gerollt. „Aber die 20.000 schaffen sie, da bin ich mir sicher“, sagt Jutta Rau, die mit ihrem Mann Andreas das Fuldaer Haus betreibt. „Die Gruppe trifft sich zwei- bis dreimal in der Woche – und sie haben echt viel Spaß dabei“, erzählt sie. An wen das Geld aus der Markklößchen-Aktion gespendet wird, steht noch nicht fest. „Aber es wird zu 100 Prozent einem guten Zweck zukommen.“

Die Idee der Klößchen-Aktion ist vor drei Jahren entstanden. Seitdem werden Markklößchen eingeschweißt oder als Markklößchen-Suppe auf dem Weihnachtsmarkt verkauft. Anfangs waren es drei Omas, jetzt sind es neun. Um das Projekt aber auch finanziell zukunftsfähig zu machen, soll jetzt der Verein „Salz in der Suppe“ gegründet werden. Wer dem beitreten möchte, kann sich Samstag und Sonntag am Stand der Markklößchen-Omas informieren. Die Gruppe wird am Markt an beiden Tagen vor Ort sein.

Rau: „Eine schöne Gemeinschaft“

Außerdem bieten 27 Stände verschiedene Geschenkartikel, Deko und Kulinarisches an. „Wir haben den Markt vor vier Jahren ins Leben gerufen. Damals waren es sieben Stände, jetzt sind es 27. Die Leute haben sich von selbst gemeldet. Das berührt mich total, dass das so gut angenommen wird. Es ist eine schöne Gemeinschaft“, sagt Jutta Rau.

Die Marktbetreiber kommen aus der Region – aus der Rhön, aber auch aus Fulda und Schlüchtern. Parkmöglichkeiten gibt es am Fuldaer Haus. Außerdem richtet die Familie Rau einen Shuttle-Service von der Kreuzung Steinwand sowie von der Gaststätte Steinwand ein, „damit jeder auf den Berg kommen kann“, wie die Gastronomin betont.

Termin

Der 4. Weihnachtsmarkt mit 27 Ständen im und um das Fuldaer Haus auf der Maulkuppe (Poppenhausen-Steinwand) findet am Samstag und Sonntag, 14. und 15. Dezember, statt.

Samstag ist von 11 bis 19 Uhr geöffnet und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Sonntag ist um 13 Uhr die offizielle Eröffnung mit Grußworten und dem Auftritt des Musikvereins Cäcilia Poppenhausen. An beiden Tagen kann man den Omas beim Rollen der Markklößchen zuschauen.

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