Mit dem Rettungshubschrauber Christoph 28 können Patienten, ob an Corona erkrankt oder nicht, transportiert werden.
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Mit dem Rettungshubschrauber Christoph 28 können Patienten, ob an Corona erkrankt oder nicht, transportiert werden.

Rettungshubschrauber bleibt einsatzfähig

Christoph 28 auf zweite Welle vorbereitet - Arbeit hat sich durch Corona-Pandemie verändert

  • Selina Eckstein
    vonSelina Eckstein
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In der Corona-Pandemie ist die ADAC Luftrettungsstation am Klinikum Fulda einsatzfähig. Darüber informierte der ADAC und gab Einblicke in die Arbeitsabläufe, die sich durch die steigenden Infektionszahlen verändert haben.

Fulda - Trotz der aktuell steigenden Corona-Infektionszahlen ist die Einsatzfähigkeit der ADAC Luftrettungsstation am Klinikum Fulda gesichert, gab der ADAC in einer Pressemitteilung bekannt. Aufgrund der Hygienemaßnahmen können jederzeit Patienten, ob an Corona erkrankt oder nicht, in Christoph 28 transportiert werden. Eine wichtige Rolle spiele die gemeinnützige ADAC Luftrettung zudem bei Verlegungsflügen von COVID-19 Intensivpatienten. So würden die bundesweit knappen Kapazitäten in der Versorgung optimal genutzt werden können. 

Auf den 37 Stationen der ADAC Luftrettung gelten deshalb derzeit die höchste Sicherheitsstufe sowie ein sehr strenges Sicherheits- und Hygienekonzept für Infektionsschutztransporte. Für dieses war die ADAC Luftrettung erst kürzlich als erste Rettungsdienstorganisation in Deutschland mit dem Qualitätssiegel „Sicher gegen Corona“ vom TÜV Hessen ausgezeichnet worden. So bescheinigten die TÜV-Prüfer der ADAC Luftrettung, dass die Sicherheit der Patienten durch die angewandten Infektionsschutzmaßnahmen jederzeit im Fokus stehe. 

Arbeitsalltag bei ADAC Luftrettung in Corona-Zeiten: Crew muss Kontakt minimieren

Niemand außer den Crews, die aus je einem Piloten, Notarzt und Notfallsanitäter bestehen, würde derzeit Zutritt zu den Luftrettungsstationen haben. Innerhalb der Crews bestehe außerdem konsequente Kontaktminimierung (Lesen Sie hier: Diese Corona-Maßnahmen gelten nun). Zudem gab der ADAC bekannt, dass es trotz Corona-Infektionen bis heute zu keinen Einschränkungen der Einsatzbereitschaft gekommen wäre. 

Die aktuellen Entwicklungen würden bei der ADAC Luftrettung täglich analysiert werden, um eventuelle Anpassungen der Prozesse oder notwendige Investitionen zu tätigen. In Abstimmung mit der Muttergesellschaft der ADAC Luftrettung, der gemeinnützigen ADAC Stiftung, wurden bereits zu Beginn der Corona-Pandemie Finanzmittel zur Verfügung gestellt, um alle notwendigen Investitionen, die unerwartet auftreten, zur Aufrechterhaltung des Rettungsdienstes aus der Luft mit Sicherheit gewährleisten zu können. 

Lesen Sie hier: Mit unserem Corona-Ticker für Fulda bleiben Sie auf dem Laufenden

ADAC Luftrettung schulte Polizeihubschrauber in Bezug auf Corona-Hygienemaßnahmen

In der Pandemie-Hochphase von Mitte März bis Ende Juni hatte die ADAC Luftrettung bundesweit rund 450 Corona-Einsätze geflogen und mit Spezialverlegungstransporten aus Frankreich grenzüberschreitende Hilfe geleistet sowie die Bundeswehr bei deren Italien-Hilfe unterstützt. 

In Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz habe die ADAC Luftrettung außerdem die Polizeihubschrauberstaffel zu den Corona-Hygienemaßnahmen bei Infektionstransporten geschult. So können Corona-Patienten nun im Notfall auch von der Polizei transportiert werden.

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