Die Poolnudeln zweckentfremdet: Die Radler des ADFC zeigten damit den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand – hier in der Kurfürstenstraße in Fulda.
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Die Poolnudeln zweckentfremdet: Die Radler des ADFC zeigten damit den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand – hier in der Kurfürstenstraße in Fulda.

#MehrPlatzFürsRad

Mit Poolnudeln auf der Kurfürstenstraße - Ungewöhnliche Aktion des ADFC

  • Laurenz Hiob
    vonLaurenz Hiob
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Sicherheit für Radfahrer: Mit Poolnudeln hat der ADFC in Fulda den seit kurzem geltenden neuen Sicherheitsabstand sichtbar gemacht: 1,50 Meter Abstand beim Überholen.

  • Bei einer Fahrradschiebedemo Ende Mai hatten der ADFC und die Verkehrswende Fulda bereits mehr Platz für Radfahrer gefordert.
  • Mit Poolnudeln, die auf dem Rad befestigt wurde, machte der ADFC am Samstag auf die Situation der Radfahrer erneut aufmerksam.
  • Die Radfahrenden sind der Auffassung, dass die Stadtverwaltung solche Sicherheitsmängel im Radwegenetz systematisch angehen muss.

Fulda - In mehr als der Hälfte aller Überholvorgänge zwischen Autos und Fahrrädern überholt der Autofahrer erheblich knapper als mit dem Mindestabstand von 1,50 Metern. Auf der Fuldaer Kurfürstenstraße ist die Situation besonders gefährlich. Unsere Zeitung hat 11 Tipps für Rad- und Autofahrern zusammengestellt, um gefährliche Fallstricke im Straßenverkehr zu vermeiden.

Auf der Kurfürstenstraße ist der Radverkehr zwischen parkenden und fahrenden Autos auf einem schmalen „Schutzstreifen“ ohne Sicherheitsstreifen eingequetscht, so wie auch an anderen Stellen in der Stadt. Und dabei ist die Kurfürstenstraße im Radverkehrsplan eine wichtige Radroute vom Stadtzentrum zur Hochschule.

Bei der Fahrradschiebedemo in Fulda waren Teilnehmer bereits mit einer Schwimmnudel unterwegs.

Die Radfahrenden sind der Auffassung, dass die Stadtverwaltung solche Sicherheitsmängel im Radwegenetz systematisch angehen muss. Wenn erforderlich müssen Parkstreifen entfallen, damit die Straße genug Fläche für den Fuß- und Radverkehr bieten kann. Denn immer mehr Menschen entscheiden sich, während der Corona-Krise mit dem Rad zu fahren.

„Aktuelle Neu- und Umbauprojekte sind für die Erhöhung der Sicherheit nach modernen Aspekten umzuplanen, denn nach wie vor wird weiter gemacht wie bisher“, heißt es von Seiten des ADFC.

Um auf die Gefährdung durch unsichere Infrastruktur und knapp überholende Autos aufmerksam zu machen, hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Fulda am Samstag mit seitlich auf den Gepäckträgern befestigten Poolnudeln für #MehrPlatzFürsRad aufgezeigt, wie eng es oftmals in der Stadt zugeht.

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