Der Bahnhof Fulda.
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Eine 27-Jährige hat am 1. Mai für Aufregung im Bahnhof Fulda gesorgt.

Beamte in Quarantäne

Angeblich Corona-Infizierte attackiert und bespuckt Bundespolizisten im Bahnhof Fulda

  • Leon Schmitt
    vonLeon Schmitt
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Eine 27-jährige Frau, die vorgab mit dem Coronavirus infiziert zu sein, hat Bundespolizisten im Fuldaer Bahnhof bespuckt und geschlagen. Die Beamten begaben sich daraufhin in Quarantäne, wurden aber negativ auf das Coronavirus getestet.

Fulda - Laut Polizei ist die Frau am Freitag, 1. Mai, zunächst durch aggressives Verhalten auffällig geworden. Sie habe vormittags im Bahnhof laut geschrien und mehrere Reisende belästigt.

Daraufhin hat sich die Bundespolizei eingeschaltet. Zur Feststellung ihrer Identität sollte die 27-Jährige die Beamten zur Wache begleiten. Dabei schlug und bespuckte sie die Bundespolizisten.

Spuckschutzhaube für Randaliererin

„Mittels einfacher körperlicher Gewalt wurde die Randaliererin aus Somalia gefesselt und ihr eine Spuckschutzhaube übergezogen“, teilt die Bundespolizei mit.

Dann wollte die Festgenommene den Beamten weismachen, sie sei mit dem Coronavirus infiziert. „Sie rief in mehreren Sprachen: ‚Ich habe Corona‘“, berichtet ein Sprecher der Bundespolizei auf Nachfrage unserer Zeitung. Zur Abklärung sei sie ins Klinikum Fulda gebracht worden.

Tests fallen negativ aus

Auf Empfehlung der Gesundheitsbehörden beendeten die Beamten ihre Schicht und begaben sich in häusliche Quarantäne. Am darauffolgenden Samstag stellten die Testergebnisse klar, dass sich keiner der Beamten infiziert hatte.

Auch wenn der Einsatz für alle Beteiligten glimpflich endete, hat der Bundespolizei-Sprecher kein Verständnis für die Frau: „Mit einer solchen Infektion spaßt man nicht." Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat gegen die 27-Jährige ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Die Ursache für das aggressive Verhalten der Frau ist bislang unklar. Sie war nach Angaben der Bundespolizei jedenfalls weder alkoholisiert noch stand sie unter Drogen.

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