Foto: Charlie Rolff

Angriffsmotor stottert: Erste Niederlage für HSG

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Wanfried/Großenlüder - Nun hat es auch die HSG Großenlüder/Hainzell erwischt: Im Duell mit dem VfL Wanfried gelang es den HSG-Handballern nicht, ihre gewohnte Offensiv-Qualität abzurufen, so dass es am Ende des 15. Spieltages mit 24:25 die erste Saisonniederlage setzte.

Von unsere Redaktionsmitglied Ann-Katrin Hahner

VfL Wanfried – HSG Großenlüder/Hainzell 25:24 (13:14)

Wie schon im ersten Aufeinandertreffen war es eine einzige Aktion in den Schlusssekunden, die den Ausgang des Favoriten-Duells bestimmen sollte. Im Gegensatz zum 29:28-Erfolg vom zweiten Spieltag, den die HSG Großenlüder/Hainzell nach einem Last-Minute-Treffer von Lukas Dimmerling für sich beanspruchte, war es diesmal jedoch der VfL Wanfried, der über den Sieg jubeln durfte.

Letzte Aktion der Partie

Zu verdanken war dies Keeper Stephan Harseim: Der Ex-Hünfeld-Spieler parierte den Wurf von Siebenmeterschütze Dominik Malolepszy – die letzte Aktion der Partie – und sorgte so dafür, dass die HSGler die Halle in dieser Saison erstmals als Verlierer verließen. Allein Malolepszys verpasstem Ausgleich konnte man die erste Saisonniederlage des bis dahin ungeschlagenen Spitzenreiters allerdings nicht anlasten, denn gerade in der Offensive erreichte das torgefährlichste Team der Liga am 15. Spieltag nicht ansatzweise Normalform. „Das größte Manko war, dass wir hart erarbeitete Bälle vorne wieder leichtfertig hergeschenkt haben. Meist durch schlechte Abschlüsse und technische Fehler“, konstatierte Trainer Joachim Bug, dessen Mannen sich so von Spielbeginn an ein knappes Hin und Her mit der Heimmannschaft lieferten.

Langsam aber sicher

Mehr als zwei Tore konnte sich über 40 Minuten keines der beiden Teams absetzen, als Wanfrieds Paul Nemenco in der 44. Minute das 21:18 einnetzte, geriet die HSG jedoch langsam aber sicher in Bedrängnis. Es brauchte rund zehn Minuten, bis die Bug-Truppe den Rückstand wieder ausgebügelt hatte, danach passierte die verbleibenden sechs Spielminuten aber zu wenig: Während die Lüdertaler in der entscheidenden Phase gerade mal einen Ball im gegnerischen Kasten unterbrachten, waren den Hausherren in dieser Zeitspanne immerhin drei Treffer beschieden, die mit Harseims Paraden schließlich den Unterschied machten.

Keine Fortsetzung

Ihre perfekte Serie konnten die HSG-Handballer damit nicht fortsetzen, Einbußen in Sachen Meisterschaftskampf musste die Bug-Truppe aber nur bedingt hinnehmen: Da der TV Hersfeld bei der HSG Twistetal etwas überraschend nur ein Unentschieden erreichte, bleiben sieben Punkte Vorsprung auf den zweiten Platz.

Torschützen HSG Großenlüder/Hainzell: B. Dimmerling (1), H. Dimmerling (1), L. Dimmerling (3), Koch (5), Malolepszy (5/2), Münker (2), Peppler (1), Sippel (6).

MSG Körle/Guxhagen – Hünfelder SV 38:27 (16:11)

„Wegen der momentanen Personallage sind wir sehr realistisch an die Partie herangegangen. Sowohl taktisch als auch bezüglich der Einstellung hat meine Mannschaft aber alles, was ich vorgegeben hatte, umgesetzt, so dass wir das Spiel erhobenen Hauptes beenden konnten“, klingt HSV-Übungsleiter Holger Hölzinger nicht unzufrieden - auch, wenn es für seine Haunestädter im Abstiegskampf erneut keinen Punktgewinn zu vermelden gab und seine Mannen aufgrund der Parallelergebnisse auf Platz elf abrutschen.

Achtbar aus der Affäre ziehen

Ohne seine Rückraum-Säulen Felix Kircher, Jannik Bachus und Lennert Sitzmann war der HSV schon im Vorfeld als klarer Außenseiter in der Begegnung zu sehen, so dass es den Haunestädtern in der zweiten Rückrundenpartie hauptsächlich darum ging, sich achtbar aus der Affäre zu ziehen. Dies gelang insbesondere durch Lars Matthiessen.

Wichtige Akzente

Der Ex-Hersfelder setzte mit seiner Erfahrung gerade in der Defensive wichtige Akzente, dank derer die Hünfelder die Partie bis kurz vor der Pause noch einigermaßen ausgeglichen gestalten konnten. „Vorne haben wir unsere Unterlegenheit oft mit dem siebten Feldspieler ausgeglichen, was einige gute Chancen für uns kreiert hat“, so Hölzinger, dessen Mannen sich ab der 43. Minute, in der den Gastgebern erstmals die Zehn-Tore-Führung gelang, allerdings der Übermacht des deutlich breiter aufgestellten MSG-Kaders beugen mussten.

Torschützen Hünfelder SV: Heidler (4), Matthiessen (2), Möller (6), Sauer (10/7), Sauerbier (3), Walter (2).

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