Fotos: dpa, André Druschel

Anstoss: Schiedsrichter Stieler hat Recht

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Dass der Turbo-Platzverweis gegen Gladbachs Alassane Pléa in der Partie gegen RB Leipzig (2:2) gerechtfertigt war, sagt unser Redaktionsmitglied Thomas Schafranek.

Auf Schiri Tobias Stieler wird jetzt eingedroschen. Er habe mit einer überzogenen Gelb-Roten Karte gegen Alassane Pléa das Spiel der Gladbacher in Leipzig kaputtgemacht. Quatsch.

Den einzigen Vorwurf, den man Stieler machen kann ist, dass er nicht noch mehr Karten verteilt hat – als Ersatzspieler auf ihn zugerannt kamen, Yann Sommer aus seinem Kasten bis an die Mittellinie gespurtet ist oder Julian Nagelsmann nach der Partie eine Rudelbildung provoziert hat.

Es geht darum, dass im deutschen Fußball endlich ein anderer Umgang einkehrt. In keiner anderen Sportart rasten Spieler und Funktionäre derart aus, ist der Schiedsrichter teils Freiwild oder schauspielern die Akteure derart unsportlich. Das hat nichts mit Emotionalität zu tun, sondern ganz einfach mit Respektlosigkeit.

Allen Vereinen wurde in der Winterpause gesagt, dass solche Dinge jetzt rigoros bestraft werden. Alle Clubs haben das begrüßt. Dass Stieler jetzt trotzdem dafür kritisiert wird, ist der Beweis, dass das wohl nur Sonntagsreden waren. Leider. / ths

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