Fotos: Daniela Petersen

Apps, Tee und Tofu-Ersatz: Spannende Vorschläge beim Ideenwettbewerb der Hochschule

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Eine Webseite, die Orientierung in komplexen Bürogebäuden bietet, eine App, die bei der Wohnortwahl hilft und ein tofuähnliches Produkt aus Linsen: Die Vorschläge beim 10. Ideenwettbewerb der Hochschule waren vielfältig.

Von unserem Redaktionsmitglied Daniela Petersen

„Existenzgründer zu fördern, spielt eine wichtige Rolle in unserer Region. Die Quote an Existenzgründern ist hier im Landkreis die zweitschlechteste in ganz Hessen. Sie lag 2018 bei 5,62 Prozent. Leider“, sagt Christoph Burkard, Regionalmanager bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Region Fulda. Umso schöner sei es, dass beim Ideenwettbewerb der Hochschule Fulda junge Menschen mitmachen, die mit ihren Ideen Firmengründer werden könnten.

Informatik-Studenten räumen ab

Insgesamt haben 15 Gruppen an dem Wettbewerb teilgenommen. Gewonnen haben Steffen Jahnel und Sebastian Bleuel, zwei Studenten des Fachbereichs Angewandte Informatik, die mit der Idee „onPoint“ überzeugen konnten. „OnPoint“ ist eine Webseite, die eine leichtere Orientierung in großen Bürogebäuden bietet. „Die Idee kam uns beim Hackathon, wo wir in 24 Stunden eine Lösung zum Thema Inhouse-Navigation entwickeln mussten“, sagt Jahnel. Er ist Infomatikstudent im neunten Semester, das Preisgeld in Höhe von 750 Euro möchten er und Bleuel in die Gründung ihres Unternehmens stecken.

Neumodische Lebensmittel kommen beim Publikum an

Dass die beiden siegen werden, hätten sie nicht gedacht, denn bei der Publikumsabstimmung lagen andere Projekte weiter vorne. Zum Beispiel „My Culchà“ von Luca Hadamczik und David Müller, Studenten des Fachbereichs Oecotrophologie, die ein fermentiertes Teegetränk entwickelt haben, oder das Team „ProPlants“, das ein tofuähnliches Produkt aus Linsen erfunden hat. „Es schmeckt besser als Tofu“, ist Daniel Kovacev, ebenfalls aus dem Fachbereich Oecotrophologie, überzeugt. Mit dieser Idee holte das neunköpfige Team den dritten Platz, wofür es 250 Euro gab, und den Publikumspreis: ein Rundflug über die Wasserkuppe.

Seit Herbst an Ideen gearbeitet

Den zweiten Platz belegten Alexandra Herrmann, Harsh-Shivam Manocha und Frederik Reinker, die die App „Quiklocate“ erfunden haben. Sie soll eine Entscheidungshilfe bei der Suche eines geeigneten Wohnortes sein. In der App können die Nutzer Stadtteile vergleichen und persönliche Wohnpräferenzen miteinfließen lassen.

Für den zweiten Platz erhielten die Studierenden des Fachbereichs Wirtschaft ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro. Seit Herbst haben die Teams, die aus nahezu allen Fachrichtungen der Hochschule kommen, an ihren Ideen gearbeitet.

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