Symbolfoto: Marieke Heil

Arbeitsmarkt im Februar: Stellenrückgang und Anstieg der Kurzarbeit

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Zum Ende des Monats sind im Landkreis Fulda 3666 Personen arbeitslos gemeldet. Dies sind 76 weniger als im Januar (-2,0 Prozent). Gegenüber dem Februar 2019 ist die Arbeitslosigkeit zwar etwas höher (+25), allerdings war der Abstand zum Vorjahresmonat im Januar noch deutlich höher. Die Arbeitslosenquote beträgt 2,9 Prozent (Februar und Vorjahr: 3,0 Prozent).

Die Arbeitsagentur teilt dazu mit: „Entgegen der saisonüblichen Entwicklung ist die Arbeitslosigkeit in Osthessen im Februar leicht gesunken. Hier dürfte die relativ milde Witterung im Februar eine Rolle gespielt haben.“

Arbeitslosigkeit stieg bei jungen Menschen

Von der positiven Entwicklung gegenüber dem Vormonat haben nahezu alle Personengruppen profitiert, lediglich bei jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren stieg die Arbeitslosigkeit an (+56 auf 452). „Ursächlich hierfür ist das Ausbildungsende in einigen Ausbildungsberufen. Wir sind zuversichtlich, dass in den nächsten Wochen die Absolventinnen und Absolventen wieder beruflich integriert werden“, erklärt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda. Beim Vorjahresvergleich fällt der hohe Anstieg der Arbeitslosigkeit bei älteren Arbeitslosen über 55 Jahren auf (+4,8 Prozent auf 739).

Auswirkung der schwachen Konjunktur

Während das Jobcenter des Landkreises Fulda im Februar 1783 arbeitslose Menschen registriert und somit 103 weniger als vor einem Jahr, sind bei der Arbeitsagentur Fulda aktuell mit 1883 Arbeitslosen 128 mehr gemeldet als vor einem Jahr. Dies resultiert aus der schwächeren Konjunktur, die sich nun auf den Arbeitsmarkt auswirkt.

Der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur Fulda akquirierte seit Jahresbeginn 916 Stellen, was einem deutlichen Rückgang entspricht. Anders als in den vergangenen Jahren hat sich der Stellenbestand verringert. Derzeit liegen der Arbeitsagentur 2199 Stellen zur Besetzung vor – knapp 14 Prozent weniger als vor einem Jahr. Vor allem in den Bereichen Produktion und Fertigung macht sich die gegenwärtige wirtschaftliche Situation bemerkbar; hier halten sich viele Arbeitgeber mit Neueinstellungen tendenziell zurück. Dies gilt auch für die Zeitarbeitsbranche.

Agentur sieht auch positive Aspekte

Agenturchef Dombrowski rät den Unternehmen in der Region, Zeiten der Kurzarbeit für die Qualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu nutzen, um noch besser aufgestellt zu sein, wenn die Konjunktur wieder anzieht.

Trotz der leichten Eintrübung gibt es positive Aspekte auf dem Arbeitsmarkt. So ist die Zahl der Menschen, die sich erstmals oder erneut aus einer Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet haben, niedriger als im Vorjahr (-3,8 Prozent). Zugleich konnten mehr Personen in eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt integriert werden (+6,2 Prozent).

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