Foto: Anna-Lena Bieneck

Artenhilfsprojekt „Rotmilan in der Rhön“: Julian Oymanns übergibt an Heidelinde Witzmann

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Rhön - Das Artenhilfsprojekt „Rotmilan in der Rhön“ zählt zu den länderübergreifenden Artenschutzprojekten im Unesco-Biosphärenreservat Rhön. Die Laufzeit endet im Sommer 2020 – bis dahin ist Heidelinde Witzmann für das Projekt verantwortlich. Sie hat die Leitung von Julian Oymanns übernommen.

Das Rotmilanprojekt der Regionalen Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Rhön, das von der Hessischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats betreut wird, wurde im Herbst 2014 ins Leben gerufen. Julian Oymanns übernahm Anfang 2017 die Leitung von Bastian Sauer, der die ersten Kartierungen von Rotmilanhorsten in der Projektkulisse der ARGE Rhön vorgenommen hatte.

Diese hatten damals ergeben, dass es in der Rhön rund 250 Brutpaare des Greifvogels gibt – mehr als angenommen. Trotzdem ist der Forstbestand des Charaktervogels der Rhön bedroht: Der Verlust an artenreichem Grünland zugunsten landwirtschaftlicher Nutzung, der Bau von Windkraftanlagen, aber auch tierische Feinde machen dem Rotmilan zu schaffen.

Im Rahmen des Artenhilfsprojekts werden daher unter anderem die Bestände durch Kartierung und Monitoring erfasst, die Brutplätze durch gezielte Maßnahmen geschützt und die Nahrungshabitate in Zusammenarbeit mit den Landwirten verbessert.

„Vor allem das Jahr 2019 verlief sehr erfolgreich“, blickt Julian Oymanns zurück. „Auf der Gesamtkulisse von rund 4900 Quadratkilometern haben wir insgesamt 389 Revierpaare ermittelt, von denen mehr als 80 Prozent tatsächlich brüten – das sind Rekordwerte“, sagt Oymanns. Trotz der messbaren Erfolge verlässt Oymanns zum 31. Dezember die Hessische Verwaltung. Ihn zieht es zurück ins Rheinland, wo er ab dem kommenden Jahr bei einer Biologischen Station im Monitoring und in der Arterfassung tätig sein wird.

In der verbleibenden Zeit wird Oymanns Nachfolgerin Heidelinde Witzmann unter anderem die Projektergebnisse in einem Abschlussbericht für das Bundesamt für Naturschutz zusammenfassen. „Außerdem wollen wir aufgrund unserer Erfahrungen Handlungsempfehlungen formulieren, die wir Landwirten an die Hand geben können“, erklärt Witzmann.

Die 24-jährige Hünfelderin hat Umweltmanagement in Gießen studiert und war zuletzt beim Landesbund für Vogelschutz in Bayern sowie in Brandenburg im Bereich Umweltbildung tätig. „Ich freue mich auf meine Aufgaben und darauf, gemeinsam mit den Ehrenamtlichen das Projekt abzuschließen“, sagt Witzmann. / hoß

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