Der geplante Bewegungspark soll auf dieser Grünfläche zwischen dem Aschenbergplatz und dem Hochbehälter errichtet werden. Die Geräte sollen Menschen mit und ohne Behinderung nutzen können.
+
Der geplante Bewegungspark soll auf dieser Grünfläche zwischen dem Aschenbergplatz und dem Hochbehälter errichtet werden. Die Geräte sollen Menschen mit und ohne Behinderung nutzen können.

Leuchtturmprojekt zum Thema Inklusion

Inklusiver Bewegungspark am Aschenberg geplant: Geräte für Menschen mit und ohne Behinderung

  • Sabrina Mehler
    vonSabrina Mehler
    schließen

Am Aschenberg in Fulda soll auf einer Grünfläche zwischen dem Aschenbergplatz und dem Hochbehälter ein inklusiver Bewegungspark entstehen. Die Geräte, voraussichtlich elf verschiedene, sollen Menschen sowohl mit als auch ohne Behinderung sowie alle Altersgruppen nutzen können. 

Fulda - Das Konzept war über einige Jahre hinweg in Kooperation mit der Hochschule Fulda, der AG Spielplatzkompass und mit dem Stadtteilarbeitskreis Aschenberg sowie in enger Abstimmung mit dem Behindertenbeirat der Stadt Fulda entwickelt worden. Wie Magistratspressesprecher Johannes Heller auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt, sehe das Land Hessen in dem Vorhaben ein landesweites Leuchtturmprojekt zum Thema Inklusion und habe „eine entsprechend hohe Fördersumme“ in Aussicht gestellt.

Der Park soll auf einer Fläche entstehen, die derzeit Grünanlage ist. Anwohner, die sich an unsere Zeitung gewandt haben, befürchten, dass für das Projekt nun Grünanlagen weichen müssen. Dem tritt Heller jedoch entgegen: Die Erfahrungen mit dem Bewegungspark in der Fulda-Aue nahe dem Umweltzentrum hätten gezeigt, dass durch eine solche Einrichtung die Grünfläche nicht beeinträchtigt werde. Im Gegenteil werde die Anlage aufgewertet, zumal es bei der geplanten Gestaltung für den Aschenberg nicht nur um Bewegungs- und Fitnessgeräte geht, sondern auch um Sitzbänke und anderes, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. (Lesen Sie hier: Corona lässt die Sperrmüllberge wachsen - Bewohner am Aschenberg warten auf Abholung).

Inklusiver Bewegungspark am Aschenberg: Geräte für alle Altersgruppen

Der Bewegungspark in der Fulda-Aue werde nach Einschätzung der Stadt sehr gut angenommen, sagt der Pressesprecher. „Die gleiche Erwartung besteht auch jetzt am Aschenberg, nicht zuletzt deshalb, weil unter anderem Sportvereine mit einbezogen werden und weil sehr viele Menschen im näheren Umkreis wohnen, die vermutlich froh sind über ein kostenloses Fitnessangebot.“

Erfreut ist auch der Fuldaer Behindertenbeirat. Dessen Vorsitzende Lea Widmer berichtet von einem sehr langen Abstimmungsprozess mit allen Beteiligten: „Wichtig war uns, dass der neue Bewegungspark wirklich inklusiv wird: dass er nicht nur barrierefrei für gehbehinderte Menschen ist, sondern auch von blinden und sehbehinderten Personen sowie von Lernbehinderten genutzt werden kann.“

Pressesprecher Johannes Heller: Kostenloses Fitnessangebot

Für den kommenden Dienstag, 1. Dezember, ist eine Anwohnerversammlung geplant, in der die Pläne samt Sportgeräte für den inklusiven Bewegungspark am Aschenberg allen Anwohnern und Anwohnerinnen, die sich zur Versammlung angemeldet haben, umfassend vorgestellt werden sollen. Gleichzeitig besteht bei der Versammlung die Gelegenheit, über Einzelheiten zum Standort zu diskutieren, erklärt die Stadt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema