Screenshot: Facebookseite des Vereins Tierschutz Fulda und Umgebung.

Aufregung um vermeintliche Giftköder am Schloss Fasanerie

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fasanerie - Seit einigen Tagen kursiert im Internet auf der Facebook-Seite des Vereins Tierschutz Fulda und Umgebung die Meldung, dass im Bereich von Schloss Fasanerie und rund um Eichenzell Giftköder ausgelegt worden seien. Die Polizei gibt Entwarnung und teilt auf Nachfrage mit, dass keine Giftköder gefunden worden sind.

Von unserem Redaktionsmitglied Alina Hoßfeld

Rund 1000-mal wurde der Facebook-Eintrag vom vergangenen Samstag geteilt: „Achtung Giftköder! Im Bereich Schloss Fasanerie und rund um Eichenzell sind ganz viele Giftköder ausgelegt worden. Passt dort bitte auf eure Hunde auf und lasst sie am besten dort nicht frei laufen! Es wurden bereits einige Köder eingesammelt. Solltet ihr beim Spaziergang rohes Fleisch oder etwas Merkwürdiges entdecken, bitte sammelt es vorsorglich ein und entsorgt es. Vielen Dank“, heißt es auf der Seite des Vereins Tierschutz Fulda und Umgebung.

Hundebesitzerin berichtet von vergifteten Fleischbällchen

Auf Nachfrage erklärt der Tierschutzverein, dass eine Frau sich an die Verantwortlichen gewandt hatte und mitteilte, dass sie einen Giftköder gefunden habe. Beim Spazierengehen habe ihr Hund ein Fleischbällchen in den Mund genommen. Die Hundebesitzerin konnte jedoch verhindern, dass der Hund das Fleischbällchen fraß.

Die Fuldaer Polizei berichtet auf Nachfrage, dass am Samstag in der Tat ein Hinweis auf Giftköder bei den Beamten eingegangen war. Bei einer Untersuchung wurde ein Stück Fleisch an einem Knochen gefunden.

Polizei hat keine Hinweise auf Giftköder

Nach der Begutachtung stellte sich jedoch heraus, dass es sich nicht um einen Giftköder handelt. Der Knochen stamme vermutlich von einem Wildtier, sagt Polizeisprecher Dominik Möller. Es gebe auch keine weiteren Anhaltspunkte für Giftköder.

Das Einsammeln von gleich mehreren Ködern – wie bei Facebook geschrieben – kann die Polizei ebenfalls nicht bestätigen. Das Problem: Das Fleischbällchen, von dem die Hundebesitzerin berichtet, wurde nicht bei der Polizei abgegeben. Zudem machte die Frau laut Tierschutzverein kein Foto von dem vermeintlichen Köder.

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