Fotos: Marcel Blumöhr, Lisa Krause

Ausprobieren, spielen, kennenlernen und erleben – Der 10. Hessische Familientag im Video

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Der Hessische Familientag hat tausende Menschen nach Fulda gelockt. Tischkicker, Geschicklichkeitsspiele, Bastelstationen, Lamas und die WDR-Maus: In jeder Ecke gibt es vor allem für die kleinen Gäste etwas zu sehen und auszuprobieren. Gehen Sie in unserer Bildergalerie und unserem Video selbst auf Entdeckungsreise.

Am Stand des SKF Fulda erwartet Märchenbegeisterte ein gemütliches Zelt. Mitarbeiterin Asmaa liest dort Passagen aus Märchen wie dem „Froschkönig“. Gespannt lauschen die Kinder der Geschichte.

Das Besondere: Asmaa liest einmal auf Deutsch und einmal auf Arabisch. „Unser Ziel ist es, Nationen zusammenzubringen. In schöner Atmosphäre einfach mal zusammensitzen und zuhören. Das ist toll“, erklärt Asmaa die Intention. Im Laufe des Tages werden weitere Märchen in unterschiedlicher Sprache vorgetragen.

Jeder möchte ein Foto mit der Maus

Am Stand der AOK Hessen können Kinder und Erwachsene Körner, Samen und andere Lebensmittel erfühlen und untersuchen. Wie fühlen sich die einzelnen Teile an? Und was entsteht später einmal daraus? So mancher lernt dabei noch allerhand dazu.

Ein Höhepunkt ist aber ganz klar die WDR-Maus mit ihren Lach- und Sachgeschichten. Ein Foto mit dem Maskottchen muss einfach sein. Die Maus ist den ganzen Tag über immer mal wieder an verschiedenen Orten zu bestaunen.

Talkrunde über Vielfalt in der Familie

Was Familie ausmacht und wie sie am besten gefördert werden kann, darum ging es in einer Talkrunde mit dem Titel „Gemeinsam sind wir besser - Familie in Vielfalt leben“.

Neben Fuldas Bürgermeister Dag Wehner (CDU), dem Hessischen Sozial- und Integrationsminister Kai Klose (Die Grünen) und Daniela Kobelt Neuhaus, Vorstandsmitglied der Karl Kübel Stiftung, nahmen auch zwei Mütter an der Runde teil: Katja Keiris zum Beispiel zieht gemeinsam mit ihrer Partnerin drei Kinder groß und stellt damit eine Regenbogenfamilie da – eine Form des Zusammenlebens, welche noch immer von vielen kritisch betrachtet werde.

Sie findet: „Wir sind eine Familie wie jede andere. Wir backen Kuchen, spielen Fußball, sitzen abends gemeinsam zusammen, lachen, engagieren uns im Kindergarten. Ich finde uns nicht besonders speziell“, machte sie deutlich.

Daniela Kobelt Neuhaus wies außerdem darauf hin, dass es eine der größten Aufgaben sei, dass sich jedes Kind – egal wie viel Geld in der Familie vorhanden ist – optimal entfalten könne. Dem schloss sich Kai Klose an. „ Kinder brauchen optimale Startchancen.“

Film zur Inklusion soll wachrütteln

Ein besonderes Projekt hat die Video-AG der Rabanus-Schule auf die Beine gestellt. Mit dem bewegenden Film „... Dann funktioniert Inklusion überraschend gut“ zeigen die Macher Chancen und Grenzen von Inklusion am Domgymnasium auf.

Sie sind der Frage nachgegangen, wie ein körperlich beeinträchtigtes Kind und seine Familie von ihrem Recht auf vollständige Teilhabe Gebrauch machen können. Dabei hat das Team Sophia, ein Mädchen im Rollstuhl, auf den vielen Wegen während des Schulalltags begleitet und im Interview über ihre Situation gesprochen.

Die Video-AG der Rabanus-Schule hofft, mit diesem Film wachzurütteln und Menschen zu mehr Akzeptanz zu bewegen. Die Bewusstseinsförderung spiele beim Thema Inklusion eine enorm wichtige Rolle.

Riesenpuzzle zur Eröffnung

Spielerisch ging es bereits am Samstagmorgen zur Eröffnung zu. Hr-Moderator Thomas Ranft forderte die Vertreter der Veranstalter dazu auf ein 12-teiliges Puzzle, welches das Logo des Hessischen Familientages zeigte, zu lösen. Was Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU), der hessische Sozial- und Integrationsminister Kai Klose und Matthias Wilkes, Vorsitzender des Stiftungsrats der Karl Kübel Stiftung, mit Bravour schafften.

Matthias Wilkes erklärte Fulda bei seiner Eröffnungsrede kurzerhand zur Familienhauptstadt Deutschlands, da dieses Familienfest bundesweit einzigartig sei. Oberbürgermeister Wingenfeld freute sich über diese Auszeichnung und erinnerte an den Hessischen Familientag 2003, der ebenfalls in Fulda gefeiert wurde. Die Erfahrungen seien so positiv gewesen, dass die Stadt gerne ein weiteres mal das Familienfest ausrichten wollte.

Zeitgleicher Start der Interkulturellen Woche

Kai Klose freute sich als Sozial- und Integrationsminister nicht nur den 10. Hessischen Familientag zu eröffnen, sondern auch über die interkulturelle Woche, die kurz zuvor durch ein interreligiöses Friedensgebet gestartet wurde.

Er freue sich auf die verschieden Aktion, wie den Auftritt der Maus oder verschiedener Tanzgruppen. „Ich bin zum ersten Mal auf einem Hessischen Familientag und sehr gespannt, was es alles zu entdecken gibt“, erklärt der Minister den hunderten Besuchern, die sich zur Eröffnung auf dem Universitätsplatz versammelt haben.

Programm auf vier Bühnen

Die Besucher des Familienfestes erwarten zahlreiche Mitmach-Stationen für Kinder und Erwachsene. Darunter Tischkicker, ein riesiges Mensch-ärger-dich-nicht-Spiel und ein Fahrsimulator. Auf vier Bühnen gibt es bis 18 Uhr außerdem ein vielfältiges Programm.

Den Auftakt machten „Beats and Noises“ mit ihrer Percussion-Show bereits vor der offiziellen Eröffnung. Im Anschluss sang der Kinderchor St. Bonifatius unter anderem ein Stück aus der Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart.

Spiel und Spaß bis 18 Uhr

Auch die Vertreter der Veranstalter und der Stadt Fulda ließen es sich nicht nehmen, bei einem Rundgang die verschieden Mitmachaktionen auszuprobieren. Stolze 200 Institutionen, Vereine, Schulen und Verbände aus der Region und ganz Hessen machen bei dem Hessischen Familientag mit.

Auch zahlreiche Händler und Gastronomen in der Fuldaer Innenstadt beteiligen sich mit familienfreundlichen Preisen und Aktionen. Bis 18 Uhr können die Besucher des Familienfestes viel erleben. / kra, mbl

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